Allgemeine Berichte | 31.03.2016, 09:56 Uhr

Der Eifelverein Sinzig war von Liers nach Schuld unterwegs

Eine attraktive Wanderung auf dem Ahrsteig

Die Mitglieder des Eifelverein Sinzig während einer willkommenen Rast im Freien.privat
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Sinzig. Schon seit fast 120 Jahren besteht der Sinziger Eifelverein, aber die aktive Schar ist ganz schön unternehmungslustig und lebendig geblieben. In den letzten Jahren ist dank eines reizvollen Vereinsprogramms, das kaum Wünsche offenlässt, die Anzahl der Mitglieder in der Ortsgruppe auf 181 gestiegen. Viele davon nehmen aktiv an den Wanderungen, Radtouren und Veranstaltungen des Vereins teil. Oft zurate gezogen wird auch die informative Homepage des Vereins unter www.ev-sinzig.de , die Auskunft gibt über geplante Wanderungen, den Vorstand, Mitgliedschaft und alles Wissenswerte rund um den Verein. Wichtig ist ebenfalls die schön gestaltete Broschüre mit dem Vereinsprogramm.

Seit 1897 bis heute werden im Verein die Wanderschuhe geschnürt, und eine der jüngsten Touren führte über den Ahrsteig. Wanderführer war der bewährte Wilfried Arenz, dem sich an diesem Tag 17 Wanderinnen und Wanderer angeschlossen hatten. Los ging es in Liers, wo gleich eine Steigung sportlich bewältigt wurde. Ein dichter Wald umfing die Eifelfreunde, die bald darauf die Freifläche „Unter Dümpelhardt“ erreichten, wo ein sehr starker Wind über das offene Gelände pfiff, der fast Sturmstärke hatte. Die Tourengänger waren alle der Witterung angepasst gekleidet und konnten so den wunderschönen Fernblick von dort oben genießen. Hier, auf einer Höhe von rund 430 Metern, waren in der Ferne der Turm der Nürburg, der Quarzitfelsen der Teufelsley und das Ahrtal zu sehen. Auch von anderen Aussichtspunkten konnte sich die Gruppe im weiteren Verlauf der Tour noch an unbekannten Ausblicken erfreuen, bei welchen sich der Aremberg und die Hügel und Berge des weiten Eifellandes vor ihren Augen erstreckten.

Dann, nach einiger Zeit, lag die Maternus-Kapelle in Sierscheid vor den Ahrsteigwanderern. Die stilvolle Kapelle schmückt sich mit einem kleinen Turm und einem goldenen Wetterhahn und wurde 1730 erbaut und liebevoll restauriert. Nun folgten die Wandersleute weiter dem Steig durch einen Wald mit Fichten, Buchen und Eichen bis nach Insul an der Ahr. Der Ort ist unter anderem durch sein Oktoberfest bekannt geworden. Der Ortsname Insul geht auf die Tatsache zurück, dass einst die Ahr sich hier in zwei Flussläufe geteilt hatte, die eine Insel bildeten.

Bald darauf wurde der Ort Schuld erst einmal umgangen, um dann den Felsenweg zur „Schulder Hardt“ hochzusteigen. Hier war Trittsicherheit erforderlich. Belohnt wurden die Eifelfreunde mit einem außergewöhnlichen Blick auf den Schulder Ahrbogen. Im Anschluss daran wurde der Fremdenverkehrsort selbst durchwandert, bekannt auch durch seine moderne Freilichtbühne, wo Bürger von Schuld jedes Jahr gekonnt Theateraufführungen in Szene setzen. Zum Ende der Tour war es jetzt Zeit für eine gesellige Einkehr. Eine Mitwanderin meinte überzeugend: „Es war schon ein starkes Erlebnis, wie wir da im Wind standen, und uns an den tollen Ausblicken erfreut haben."

Die Mitglieder des Eifelverein Sinzig während einer willkommenen Rast im Freien.Foto: privat

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