Wir sind Kirche vor Ort - Rhein-Ahr
Eine besonderer Ort: Der Respektraum in der Sankt Anna Kapelle
Remagen. Vom 24. bis zum 26. September hatten der Respektraum e.V. zusammen mit der Gruppe „Wir sind Kirche vor Ort Rhein-Ahr“ (WisiKi) für drei Tage in der Sankt Anna Kapelle in Remagen einen „Respektraum“ eingerichtet. Hier wurde dazu eingeladen, unter Bedingungen besonderen gegenseitigen Respekts über Grundwerte nachzudenken und zu diskutieren. Mit Respekträumen soll der zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung, vor allem in der Anonymität des Internets, die analoge, persönliche Begegnung entgegengestellt werden. Es wurde eingeladen zum gemeinsamen Nachdenken darüber, wie auf die immer dreisteren Angriffen auf Grundwerte und Demokratie in der Welt adäquat reagiert werden kann, ohne den Respekt vor einander aus dem Blick zu verlieren. Dazu war der Raum mit großen Stoffbannern ausgestattet, auf denen kontrovers diskutierbare Thesen zu Grundwerten standen. Daneben lagen Bücher aus, in die die Besucherinnen und Besucher ihre Gedanken zu den unterschiedlichen Themen eintragen oder eigene Thesen aufstellen konnten. Eröffnet wurde der Respektraum am Samstagabend, 24. September 22, mit einer moderierten Debattenveranstaltung. Hier kamen die zahlreich erschienenen Gäste in wechselnden Gruppen miteinander in intensive und ausdauernde Diskussionen. Ein Stand des Weltladens Remagen sorgte mit Getränken und Schokolade für das leibliche Wohl. So blieben viele Gäste auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung noch lange im Gespräch und das Feedback war ausgesprochen positiv. Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde der Respektraum mit dem Beginn der Interkulturellen Woche (IW) geschlossen.
Das diesjährige Motto der IW lautete „Offen geht“. Angesichts dieses Mottos wurde schnell deutlich: Offenheit ohne Respekt bleibt zu häufig eine destruktiv wirkende Worthülse. Die Ausstattung des Respektraumes wurde über die Stadt Remagen vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ mitfinanziert und bleibt der Stadt Remagen zur Verfügung. So wird es damit in der Region vielleicht bald noch weitere Respekträume geben.
Pressemitteilung
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