Wachtberger Jugendliche knüpfen neue Freundschaften nach La Villedieu du Clain und Bernareggio
„Eine der besten Erfahrungen meines Lebens“
Wachtberg.Seit fast 15 Jahren treffen sich Jugendliche aus den drei Partnergemeinden Wachtberg, La Villedieu du Clain bei Poitiers und Bernareggio bei Mailand im gemeinsamen Sommercamp, um mit Spiel und Spaß einander kennenzulernen, internationales Flair zu schnuppern sowie Sprache und Kultur der europäischen Nachbarn zu erleben.
Nachdem das „Trinationale Jugendcamp“ zwei Jahre ausfallen musste, reisten in der letzten Juliwoche endlich wieder 50 Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren aus allen drei Partnergemeinden auf Einladung der italienischen Freunde an den Comer See.
Die mühsame Anreise mit der Bahn war schon im Moment des herzlichen Empfangs durch die italienischen Gastgeber vergessen und nach nur fünf Minuten waren die ersten Kontakte geknüpft. Diese Grundstimmung zog sich dann auch durch die gesamte Woche.
Neben den Kennenlernspielen zu Beginn der Woche, Sport- und Geländespielen sowie einer kleinen Olympiade wurden auch Ausflüge unternommen. So besichtigte die internationale Gruppe nicht nur die nahe gelegenen Städte Menaggio und Como, sondern bestaunte auch die Wasserfälle von Porlezza und die phänomenale Aussicht vom „Balcone d’Italia“.
Noch größere Highlights waren auch in diesem Jahr wieder die Nationenabende. Jede Nation gestaltete einen Abend mit landestypischer Küche und einer kleinen Darbietung. Die deutschen Jugendlichen servierten Bratkartoffeln mit Spiegelei und gemischtem Salat. Zum Nachtisch gab es Spaghetti-Eis – eine „Erfindung“ aus Mannheim! Anschließend brachten die Jugendlichen ihren italienischen und französischen Freunden kurze Textzeilen deutscher Partyschlager mit passender Choreografie bei.
Am Ende der Woche war für die meisten Jugendlichen klar: „Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder – dann in Frankreich!“ Eine Teilnehmerin erzählte auf der Rückfahrt, wie viel Spaß es gemacht habe, miteinander zu kommunizieren – manchmal auch ohne Worte, sondern nur im gemeinsamen Spiel. Eine andere beschrieb das einzigartige Format gar als eine der besten Erfahrungen ihres Lebens.
Begleitet wurden die Jugendlichen von insgesamt neun Betreuerinnen und Betreuern, darunter die drei Wachtberger Sabrina Straub, Peter Kader und Sebastian Engels. Getragen wird die Freizeit auf deutscher Seite vom Partnerschaftsverein Wachtberg e.V., die Finanzierung erfolgt mit großzügiger Unterstützung durch das Deutsch-Französische Jugendwerk.
Gute Stimmung gab es bereits beim Kennenlernen. Foto: Sebastian Engels