Heinz Bell, der ehemalige Jugendleiter der TuS Fortuna Kottenheim, starb im Alter von 63 Jahren
Eine ganze Fußball-Familie trauert
Der Nachwuchs lag dem Fan des TSV 1860 München während seiner langen Vorstandsarbeit besonders am Herzen
Kottenheim. Mit Leib und Seele, so die Aussage von langjährigen Weggefährten, hatte er sich dem Fußball verschrieben, und da speziell der Förderung des Nachwuchses.
Die Jugendlichen lagen ihm besonders am Herzen, die ganze Familie der TuS Fortuna Kottenheim trauert nun um ihn: Heinrich Bell, den alle Welt nur Heinz nannte, verstarb am 21. September im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz-Metternich nach langer schwerer Krankheit, aber doch unerwartet im Alter von 63 Jahren. Während einer Andacht in der evangelischen Kirche in Mendig nahmen Ehefrau Brigitte Rheindorf-Bell, Verwandte, Freunde und Wegbegleiter Abschied von Heinz Bell, die Urnenbeisetzung fand im engsten Familienkreis statt.
Seit dem 1. September 1981 war Heinz Bell als Vorstandsmitglied in der Abteilung Fußball tätig und hat mit großem persönlichen Einsatz die Jugendarbeit in dieser Abteilung geleitet. Auch in seiner Zeit als Jugendleiter des Gesamtvereins konnte er außerordentlich viel für den Nachwuchs bewirken.
„Mit ihm verlieren wir eine Persönlichkeit, die mit unserem Verein aufs Engste verbunden war. Er hat die erfolgreiche Entwicklung des Klubs und in erster Linie der Fußball-Jugend wesentlich geprägt“, würdigte Michael Groß, der Präsident der TuS Fortuna 1897 Kottenheim, den Verstorbenen.
„Sein großes Engagement und sein reichhaltiger Erfahrungsschatz zeichneten ihn aus. Alle, die mit ihm zusammenarbeiten durften, erinnern sich gern an ihn zurück.“
Im November 2013 war Heinz Bell im Bürgerhaus in Naunheim für seine 24-jährige Tätigkeit als Jugendleiter mit der DFB-Ehrenamtsuhr ausgezeichnet worden. Er kümmerte sich um die Getränke auf dem Sportplatz, er schrieb die Aushangplakate, er führte die Kasse des Fördervereins der Fußballer, er erledigte die Passanträge und organisierte Reisen für bis zu 70 Kinder und Jugendliche.
Er war außer bei Tagesfahrten zu Bundesligaspielen schon mit Nachwuchsteams auf mehrtägigen Touren in Zaandam (Niederlande), in der Schweiz, in München und in seiner zweiten Heimat Lenggries. Und dass diese Touren gelungen waren, ist heute noch von jedem zu hören, der damals dabei gewesen war.
Da Heinz Bell, großer Fan des TSV 1860 München, fußballerisch erblich vorbelastet war (Vater Heinrich Bell spielte von 1930 bis 1950 Fußball, Patenonkel Jupp Bell war jahrelang Vorsitzender und gab dem Jupp-Bell-Gedächtnisturnier seinen Namen), lag es nahe, dass er zum 100-jährigen Bestehen der Fußballabteilung im Jahr 2013 einen Beitrag leistete: Er arbeitete federführend an der Festschrift. Zudem rief er zusammen mit Geo Schilling und Harry Kopp den Bambinitreff ins Leben.
„Wenn die Liebe einen Weg zum Himmel fände und die Erinnerungen zu Stufen würden“, war in der Traueranzeige zu lesen, „dann würde ich hinaufsteigen und dich zurückholen.“ Damit war allen aus dem Herzen gesprochen worden
. Nicht nur die Vereinsfamilie der TuS Fortuna Kottenheim wird „ihren“ Heinz Bell niemals vergessen.
Der frühere Jugendleiter war ein großer Fan des TSV 1860 München.
