Eifelverein Adenau auf Hochgebirgstour
Eine herrliche Woche im Stubaital
Adenau. Nach zwei Jahren war es Anfang September soweit. Für 35 Wanderer des Eifelvereins Adenau hieß es: „Der Berg ruft.“ Eine herrliche Woche Hochgebirge im und über dem Stubaital durften sie erleben. Für jeden Tag hatte Wanderführer Werner Schäfer neue Highlights vorbereitet. Hoch zur Elferspitze (2505 Meter), höher zum Hohen Burgstall (2611 Meter) und am höchsten für die sechs Bezwinger der Serles, des mächtigen, pyramidenförmigen Berges, 2717 Meter hoch. Die letzten 400 Meter erforderten einiges an Technik und eine sehr gute Kondition.
Gleich am ersten Tag nach der individuellen Anreise besuchten die Adenauer den Stubaier Gletscher. Aus Sicherheitsgründen war der Weg über den Gletscher und somit der Zugang zur Schaufelspitze gesperrt. So ging es zum Einwandern über den Stubaier Höhenweg. Am folgenden Tag war der Blick auf die Gipfel durch Wolken verdeckt und es regnete. Mit der Stubaital-Schmalspurbahn war es nicht weit in die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Das Team vom Hotel Hofer in Fulpmes mit Juniorchefin Manuela kümmerte sich um alle Wünsche ihrer Gäste aus der Eifel.
Dann lud die Elferspitze (2505 Meter) ein zum Erklimmen. Die letzten drei Meter zum Gipfelkreuz erforderten Klettererfahrung. Oben am Kreuz war nur Platz für zwei Personen. Wem das zu luftig war, der erkundete die größte begehbare Sonnenuhr der Alpen oder wanderte über herrlichen Bergpfade unter dem Gipfel.
Die Serles war bereits im Vorfeld in aller Munde: wer sie bereits bestiegen hatte, wer diesmal ganz hoch hinaus wollte oder zumindest bis zum Jöchl. Mit der Serlesbahn ging es zum Koppeneck. Ein bequemer Weg führte zum Kloster Maria Waldrast, einem der höchstgelegenen Klöster Europas auf 1641 Meter. Bei klarem Wetter bot sich ein Blick bis zu den Tuxer Gletscherbergen. Die, die auf den Gipfel wollten, hatten nun noch 1100 Höhenmeter vor sich. Auf den letzten 400 Höhenmetern war Klettern angesagt. Der kalte Wind machte sich besonders bemerkbar. Einige machten sich am Jöchl auf den langen Abstieg in Stubaital. Sechs Mitglieder entschieden sich für den Gipfel und erlebten ein unvergleichbares Panorama von den Dolomiten bis zum Karwendel, ins Inntal und zu den Zillertaler Alpen.
Der Hohe Burgstall war mit 2611 Metern der dritte der sieben Gipfel des Stubaitals, der in der Hochgebirgswoche bestiegen wurde. Von der Bergstation Kreuzeck boten sich viele Möglichkeiten im Alpenerlebnispark Schlick 2000: Alpenpflanzenlehrpfad, Naturlehrweg und Scheibenweg. Der Weg zum Gipfel führte über das Kreuzjoch und den Niederen Burgstall. Am Gipfelkreuz war jede Menge Platz und somit Gelegenheit zu einem Sonnenbad in luftiger Höhe.
Den letzten Tag im Stubaital genossen die Wanderer den Wilden-Wasser-Weg ab der Gawa-Alm. Am Nachmittag blieb Zeit, um noch einmal den Lieblingsplatz zu besuchen: den Alpenpflanzpfad, den Liegestuhl am Kreuzeck, die Sommerrodelbahn bei der Serlesbahn, die Karalm im Pinnistal und mehr.
Nach einem herzlichen Dank an Reiseleiter Werner Schäfer, der die Woche organisiert hatte, den Ablauf ans Wetter anpasste und für individuelle Touren Tipps gab, hieß es Abschied nehmen vom Stubaital.
