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Walderlebnistag im Steinrausch war wieder ein tolles Familienfest

Eine lehrreiche Veranstaltung

27.08.2019 - 12:07

Kempenich. Wenn die Käuzchen in den Wäldern rund um Hohenleimbach auf die Jagd gehen und ihre Rufe weithin zu hören sind, schläft Linus, ein echter Eulen-Fan, längst tief in seinem Bett. Sein Glück, dass Steinkauz-Mädchen Mini, ebenso wie die Weißgesichtseule Wilma, Schleiereule Rosalie, Mascha, die fünf Monate alte sibirische Uhu-Dame und Emma, der europäische Uhu, an diesem Sonntag Tagdienst im Kempenicher Steinrausch haben. Alexandra Dippel, die Falknerin aus Ochtendung, ist mit ihren Tieren als einer der Besuchermagnete auch beim 10. Walderlebnistag dabei. Immer wieder bilden sich größere Gruppen um die beiden Frauen und ihre Eulen. Wer mag, darf die Tiere streicheln und sogar auf den Arm nehmen. Nach anfänglicher Scheu ist die Berührungsangst schnell vergessen, denn die Eulen genießen die Streicheleinheiten ebenso wie umgekehrt. Linus sucht sich einen ruhigeren Moment für seinen Besuch bei seinen Lieblingstieren aus. Steinkauz Mini lässt sich von ihrem kleinen Besucher geduldig streicheln und schaut ihren kleinen Fan dabei aus ihren tiefgründigen Augen an. Seit einem Besuch in einem Tierpark ist der gerade Zweijährige fasziniert von den geheimnisvollen Waldbewohnern, die nachtaktiv und deshalb nur selten zu sehen sind.


Zahlreiche Besuchermagnete


Faszinierend auch, wie ruhig und gelassen die beiden Rückepferde von Horst Finder Kinder durch den Steinrausch tragen und auf dem Holzschlitten durch den Wald ziehen. Früher waren Rückepferde wichtige Partner bei der Arbeit im Wald. Horst Finder aus Schleiden hält die Tradition mit seinen Rückepferden aufrecht und wünscht sich, dass wieder mehr Waldbesitzer auf die schonende Art der Bewirtschaftung setzen. Von den großen ruhigen zu den kleinen quirligen Tieren ist es nicht weit. Anton und Maximilian aus Bonn lieben Honig. Am Zelt des Imkervereins Kempenich finden die beiden aufgeweckten Schüler in Ferdi Schäfer und Alfons Krupp Experten für die Produktion des gesunden Nahrungsmittels, die ihr Wissen über das Leben der Bienen gerne und anschaulich weitergeben. Viele Zuschauer finden sich auch bei der Präsentation der unterschiedlichen Jagdhunderassen durch den Hegering Kempenich ein. Die Tiere zeigen auf den angrenzenden Wiesen mit Walter Kittel, was sie in ihrer langen Ausbildung alles gelernt haben. Viel Zuspruch finden auch der Stand des Hegerings mit Tierpräparaten und die kurzen Vorstellungen der Jagdhornbläser.


Natur mit allen Sinnen wahrnehmen


Aber welche Bäume findet man eigentlich im Wald? Und wie unterscheidet man die Baumarten voneinander? Das erleben Besucher bei kurzen Führungen mit den Förstern Thomas Wehren und Anna Lena Möller. Warum sich Pilze an den Stämmen finden, wie sich Bäume ernähren und wie wichtig sie als Produzenten von Sauerstoff für uns alle sind, erklären die Fachleute geduldig und für alle verständlich. Faszinierend auch der Anblick eines mächtigen Baumes, der vom Blitz gespalten wurde und, der gewaltigen Kraft der Elemente trotzend, weiter lebt.

Lehrreich im besten Sinne erleben auch viele Eltern den Walderlebnistag. Susanne Rolser aus Sinzig und Katrin Nickel aus Koblenz beispielsweise sind begeistert von der kreativen Atmosphäre im Steinrausch. „Hier im Wald nimmt man Natur mit allen Sinnen wahr. Sehen, Anfassen, Riechen. Das ist Lernen im besten Sinne. Außerdem sind alle unglaublich geduldig und nehmen sich so viel Zeit für die Kinder.“ So wie Guido Bartz und Manuel Neihs, deren Jungs sich gerade im Bogenschießen üben. Auch die kleinsten Besucher können mit ihrer Hilfe Pfeil um Pfeil abschießen und lernen, worauf es beim Spannen der Bögen und beim Anvisieren des Ziels ankommt. Auch Horst Perk aus Weibern ist wieder dabei. Er stellt Bögen in alter Handwerkstradition her. Traditionelles Handwerk auch bei Sophia Pechau aus Weibern und Richard Bell (Hohenleimbach). Bei Pechau werden aus Filz Produkte hergestellt, die schön anzusehen, und manchmal auch nützlich sind. Richard Bell stellt auch in diesem Jahr wieder Tierfiguren vor, die er mit seiner Motorsäge aus Holz anfertigt.

Selbst Handanlegen ist dagegen beim Team der Kirchenscheune angesagt. Gemeinsam wurden kleine Segelschiffe aus vorbereiteten Holzteilen, die die Mitarbeiter um Pfarrer Thorsten Hertel vorgefertigt hatten, zusammengebaut und bunt bemalt. Eine tolle Aufgabe, die im Eltern-Kind-Team besonders viel Spaß macht. Immer gut besucht auch der Stand des DRK Weibern. Die jungen Freiwilligen sind zwar auch vor Ort, um kleine Wehwehchen zu behandeln. Aber vor allem nehmen sie sich alle Zeit der Welt, um die kleinen Besucherinnen und Besucher phantasievoll zu schminken.


Traditionelle Schatzsuche rundete das Programm ab


Für das leibliche Wohl der vielen Besucher sorgen am Sonntag der Elternausschuss und der Förderverein des katholischen Kindergartens Kempenich, die Kaffee, Kuchen, kalte Getränke und Leckeres vom Grill für die vielen Besucher aus Kempenich und der Region bereithalten und damit zum Gelingen dieses schönen Familienfests beitragen.

Mit der traditionellen Schatzsuche und der Preisvergabe endet der diesjährige Walderlebnistag im Steinrausch, der wieder von den Initiatoren Winfried Schmitz und Bruno Jäger geplant und organisiert wurde. Für Winfried Schneider, ehemaliger Förster im angrenzenden Staatsforst, der sich, wie viele andere, Sorgen um den Zustand der Wälder macht, ist der Walderlebnistag aber noch mehr als ein schönes Familienfest. „Viele Wälder sind in einem dramatischen Zustand. Ein Tag wie der Walderlebnistag ist deshalb ganz wichtig, damit Kinder und Jugendliche den Wald als wunderbaren, erhaltenswerten Naturraum und schützenswerten Lebensraum vieler Tiere kennenlernen.“

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Kommentare
Uwe Klasen:
Angeblich werden in Deutschland 869 Millionen t/a CO² erzeugt, wovon die Atmung der 83 Millionen Einwohner bereits über 80 Prozent (747 t/a CO²) dieser Emissionen ausmacht! Um die selbstgesetzten Einsparungsziele umsetzen müsste das Land also Entvölkert werden, hierin ist die Fauna noch nicht eingerechnet!
Uwe Klasen:
Wenn die, bewusst geschürte, Klimahysterie eines geschafft hat, dann ist das die vollständige Destruktion der Lern- und Denkfähigkeit bei denen, die sich als Aktivisten bezeichnen oder deren Mitläufer sind. Sie sind nicht willens oder in der Lage, vermeintliche Studien, die jenseits des wissenschaftlich Diskutablen sind und nur zur Lenkung der auf diese Weise beeinflussten benötigt werden, zu hinterfragen!
K. Schmidt:
Und wieder eine Meldung zur AfD, mit Leserkommentaren zur AfD, bei der mir dutzende Beispiele der anderen Parteien einfallen die es keinen Deut anders, geschweige denn besser machen. Und das ist dann auch der Grund, wieso die AfD überhaupt noch gewählt wird. Ein Bollinger kann sich so doof anstellen und darstellen wie er will, solange genug andere Politiker schlicht nicht mehr gewählt und angesehen werden (können) weil sie sich auch nur doof anstellen und darstellen werden sie weiterhin zu viele Wähler zu Bollinger und Co. verjagen.
Karsten Kocher:
Den Worten im Leserkommentar von Frau Schulz ist zuzustimmen: Der Hang zur immer wiederkehrenden eitlen Selbstdarstellung bei Jan Bollinger ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten.
Uwe Klasen:
„Das Betreiben von Parteiausschlußverfahren …. Ein äußerst seltsames Demokratieverständnis“ --- So wie in der SPD gegen Herrn Sarrazin oder in der CDU gegen Frau Schirdewahn oder die Forderungen bei den Grünen bezüglich Herrn Palmer. Einem liberalen Demokraten wird dabei Angst und Bange!
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