Einschulungsfeier des ersten fünften Jahrgangs an der Gesamtschule Rheinbach
Eine neue Schule „für alle Kinder“
Rheinbach. Für 160 Schülerinnen und Schüler aus Rheinbach und Alfter gab es am letzten Mittwoch einen aufregenden Tag: Sie begannen in sechs fünften Klassen ihren ersten Schultag an der neuen Gesamtschule in Rheinbach. Doch nicht nur für die Kinder begann damit ein neuer Abschnitt, sondern auch für die Lehrer und Lehrerinnen der neuen Gesamtschule. 14 Pädagogen und Pädagoginnen, zwei Sonderpädagogen sowie die neue Schulleitung betreten nun ebenfalls Neuland in dieser Schulform.
Für die Gesamtschule ist zunächst die erste Etage der Hauptschule für die Nutzung hergerichtet worden. Sechs Klassenräume, ein Lehrerarbeitsraum und ein sogenannter „Differenzierungsraum“ stehen zur Verfügung. Sicherlich auch ein Novum in der Schulgeschichte ist die erforderliche und auch bereits erfolgreich praktizierte Zusammenarbeit zwischen der Hauptschule und der Gesamtschule. Darüber hinaus nutzen die Schüler der Gesamtschule die Mensa des benachbarten Städtischen Gymnasiums, da die Gesamtschule im Gegensatz zur Hauptschule als Ganztagsschule konzipiert ist.
Ganz im Zeichen des Beginns einer neuen Ära in der Schullandschaft von Rheinbach stand nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin die Einschulungsfeier im Foyer der Schule. Zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung waren aus diesem Anlass gekommen. Die stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule, Dorothee Seifert, führte durch das Programm. Ein klangvoller Beweis für die gelebte Partnerschaft zwischen Hauptschule und Gesamtschule war der musikalische Beitrag von Schülerinnen und Schülern der Hauptschule unter der Leitung von Thomas Michels. „Wir freuen uns auf Euch“, sangen die Schülerinnen passend zum Beginn der Einschulungsfeier.
Schüler sollen sich nach individuellen Fähigkeiten entwickeln
Die kommissarische Schulleiterin Elke Dietrich-Rein begrüßte die Schülerinnen und Schüler, Gäste, Eltern, Großeltern, Verwandte, Kolleginnen und Kollegen. Sie verwies auf das Besondere dieses Tages für die 160 Schüler: „Ihr werdet in unserer Schule immer etwas Besonderes sein, den Ihr seid die Ersten“. Sie verwies darauf, dass die neue Gesamtschule eine Schule für alle Kinder werden soll, „eine Schule, in der sich jedes Kind, unabhängig von körperlichen und geistigen Voraussetzungen, von seiner Herkunft, Sprache oder Empfehlungen nach seinen ganz individuellen Fähigkeiten bestmöglich entwickeln kann“. Voraussetzung, dass dieses pädagogische Konzept umgesetzt werden kann, ist die vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule, betonte Elke Dietrich-Rein. In der Rückschau wies sie auf die zurückliegende harte Vorbereitungszeit für den erfolgreichen Start der Gesamtschule. Ihr Dank galt dem Schulträger, der mit der Entscheidung für die Gesamtschule den Weg bis zur heutigen Einschulungsfeier ermöglichte.
Herzlich begrüßte sie die den ersten Beigeordneten der Stadt Rheinbach, Dr. Raffael Knauber. Ebenfalls besonders begrüßte sie den Bürgermeister der Stadt Alfter, Dr. Ralf Schumacher. Erst durch die Kooperation der beiden Städte konnte die erforderliche Schülerzahl erreicht werden, die zur Gründung der Gesamtschule führte. „Was wir allein nicht schaffen, schaffen wir zusammen“, klang es beim zweiten musikalischen Auftritt der Projektband der Hauptschule. Dem konnte sich Dr. Raffael Knauber in seinem Grußwort nur anschließen. Er lobte die unermüdliche Arbeit aller Beteiligten, nachdem die politischen Gremien den Weg für die Gesamtschule freigemacht haben. Insbesondere der Fachgebietsleiter Wolfgang Rösner und Sachgebietsleiterin Andrea Sondermann haben dafür Sorge getragen, dass die Räumlichkeiten der neuen Gesamtschule fachgerecht und zeitnah übergeben werden konnten.
Förderverein hat sich bereits gebildet
Dr. Raffael Knauber sieht in der Gesamtschule einen wichtigen Akzent in der Bildungslandschaft von Rheinbach und Alfter. Er ist sich sicher, dass die Dependance in Alfter realisierbar sein wird. Dazu wird es in Kürze weitere Gespräche geben.
Als sehr positiv empfand der erste Beigeordnete, dass sich bereits jetzt ein Förderverein gebildet hat. „Mischen Sie sich ein, engagieren sie sich“, sagte Knauber. Im Namen des Rheinbacher Bürgermeisters wünschte er den Kindern und Pädagogen viel Glück und viel Spaß und einen tollen Tag. Nach den Grußworten von Matthias Roßhoff vom Schulkollegium und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Jürgen Bäcker, trafen sich die Kinder zum ersten Mal mit ihren Lehrern in ihren neuen Klassenzimmern. Die Eltern konnten derweil bei einer Tasse Kaffee in Ruhe das Gesagte Revue passieren lassen und mit anderen Eltern über das bevorstehende Schuljahr plaudern.
STS
Viel Lob und Anerkennung gab es bei der Einschulungsfeier im Foyer der Schule.
Kinder und Lehrer trafen sich zum ersten Mal in ihren zukünftigen Klassenräumen.
Die kommissarische Schulleiterin Elke Dietrich-Rein begrüßt die Kinder .
