Allgemeine Berichte | 22.05.2017

„Ortsgespräch“ in der Sayner Hütte

„Eines der bedeutendsten deutschen Industriedenkmäler“

Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Generaldirektion Kulturelles Erbe luden ein

Diskussionsrunde mit Thomas Metz (Generaldirektor GDKE, Thomas Steinhardt (Heinrich + Steinhardt Architekten, Bendorf-Sayn), Dr. Wolfgang Bachmann (Journalist / Moderator), Rolf Höhmann (Bauforscher, Büro für Industriearchäologie, Darmstadt) und Werner Prümm (Projektleiter, Stadt Bendorf). -STUKO-

Bendorf-Sayn. Am vergangenen Freitag war die Sayner Hütte, seit drei Wochen als Besucher- und Informationszentrum sowie Veranstaltungsraum neu eröffnet, Treffpunkt für zahlreiche Architekten, die von der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) eingeladen worden waren. Vor Ort wurde eine umfangreiche Besichtigungstour durch die Krupp’sche Halle, die Gießhalle und zum Hochofen durchgeführt und über die erfolgten Maßnahmen sowie die Ziele der weiteren Arbeitsschritte, die im Auftrag der Stadt Bendorf durchgeführt werden, informiert.

Hierzu standen die beteiligten Architekten, es handelt sich um ein großes Gemeinschaftswerk vieler Akteure, Rede und Antwort und gaben einen Einblick nicht nur in die geforderte Erhaltung der Authentizität verbunden mit ihren freien Interpretationen, sondern auch in die Geschichte der Hütte.

„Zusammenhänge erkennen“

„Man muss die Zusammenhänge über Bendorf-Sayn hinaus erkennen. Wir sind dabei, die Bausubstanz authentisch wieder herzustellen und die restlichen Elemente neu zu interpretieren“, so Thomas Metz, Generaldirektor GDKE.

Tenor der abschließenden Diskussionsrunde mit Thomas Metz (Generaldirektor GDKE), Thomas Steinhardt (Heinrich + Steinhardt Architekten, Bendorf-Sayn), Rolf Höhmann (Bauforscher, Büro für Industriearchäologie, Darmstadt), Werner Prümm (Projektleiter, Stadt Bendorf) unter der Moderation des Jorunalisten Dr. Wolfgang Bachmann war, dass das 2003 / 2004 von der Stadt übernommene Industriedenkmal zu den bedeutendsten in Deutschland zählt und dass es sich zurecht Hoffnung machen kann, bald in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen zu werden.

Einbindung in touristisches Konzept

Bereits in den 1990er Jahren gab es erste Bestrebungen, es in das touristische Konzept der Stadt einzubinden und mit der nun erfolgten Neueröffnung als Besucher- und Inforhmationszentrum sowie als Schauplatz verschiedener Veranstaltungen ist hier ein großer Schritt gelungen. „Es ist ein Projekt über alle Parteien hinweg und es wird von allen wichtigen Parteien gemeinsam getragen“, so Metz. Noch in den 1970er Jahren gab es Abrissgedanken, obwohl die Hütte schon seit Jahrzehnten als Baudenkmal angesehen wurde.

„Ein spannendes Gelände“

„Wir freuen uns neue, alte Räume präsentieren zu können. Unsere kleine Stadt hat große Schätze. Es ist ein spannendes Gelände mit besonderer Bedeutung, es prägt unsere Stadt und ist ein Teil ihrer DNA“, so Bendorfs Bürgermeister Michael Kessler.

Die Ortsgespräche der Landesarchitektenkammer Rheinland-Pfalz führen zu bedeutenden Denkmälern im Land. Die Gäste waren eingeladen, sich über die Nutzungsperspektiven der weitläufigen Anlage zu informieren. Die diskutierenden Architekten, Bauforscher und Denkmalpfleger bescheinigten den Akteuren vor Ort übereinstimmend, dass hier Hervorragendes gelungen ist.

„Eines der bedeutendsten deutschen Industriedenkmäler“

Diskussionsrunde mit Thomas Metz (Generaldirektor GDKE, Thomas Steinhardt (Heinrich + Steinhardt Architekten, Bendorf-Sayn), Dr. Wolfgang Bachmann (Journalist / Moderator), Rolf Höhmann (Bauforscher, Büro für Industriearchäologie, Darmstadt) und Werner Prümm (Projektleiter, Stadt Bendorf). Fotos: -STUKO-

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag
Lampionfest in Weißenthurm
Heimat aktiv erleben
Grillsaison Filiale Mühlheim-Kärlich
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
vermisste Brille
Empfohlene Artikel
Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
314

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen

Die Ehlinger Straße in Heimersheim.  Foto: ROB
207

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Kalenderwoche 26 vom 22. bis 28. Juni 2026 plant die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mobile Geschwindigkeitskontrollen. Die Messungen sollen im Stadtteil Heimersheim in der Ehlinger Straße sowie im Stadtteil Ramersbach in der Mayener Straße stattfinden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
4866

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
1266

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen