Premierenlesung mit Guido Dwersteg in Bendorf
„Einhand über den Atlantik“
Bendorf. Welche Gedanken hat man alleine auf einem Segelschiff, unterwegs, den Atlantik zu überqueren? Wie trotzt man Wind und Wetter, Seegang oder Flaute? Über alle diese Dinge sprach der gebürtige Bendorfer Guido Dwersteg bei seiner Premierenlesung „Einhand über den Atlantik“ in der Bendorfer Buchhandlung bei Uwe Sigismund. Mit 37 Jahren kam er zum Segeln, machte seinen Bootsschein in Winningen, und seit 2009 gehört ihm der Segler „Carpe Diem“. 2012 war es dann „endlich“ soweit. Von Fehmarn gestartet, ging es über die Nordsee und die Biskaya zu den Kanaren und den Kapverden und weiter über den Atlantik in die Karibik.
Druckfrisch steht das bebilderte, über 300 Seiten starke Buch in den Regalen der Buchhandlung. Aber Gudio Dwersteg macht aus der Vorstellung keine Lesung, sondern erzählt „frei Schnauze“ von allen zauberhaften, aber auch weniger angenehmen Dingen auf seinen Reisen, von Höhen und Tiefen, vom Erfolg und der Zufriedenheit. Humorvoll und kurzweilig sind seine Ausführungen, und gern hört man ihm zu. Mit Videoeinspielern und Fotoeinblendungen der gut dokumentierten Reise untermalt er seine Eindrücke.
Was 2006 mit einem ersten Wochenend-Trip auf einem Plattbodenschiff im Ijsselmeer begann, wurde nun zur Herausforderung bei Wellen, die es auch schon einmal einige Höhenmeter bringen konnten. Dann auch einmal seine Ruhe oder seinen Schlaf zu finden, ist in diesen Momenten kaum vorstellbar. Bei Flaute allerdings hat sich Dwersteg dann doch schon einmal diese Wellen wieder herbeigesehnt. Der kleine Dieselmotor ist für große Strecken nicht ausgelegt, und so hat er beispielsweise in den „Rossbreiten“ mehr Ruhe, als ihm lieb ist. Die Reise ist ein immerwährendes Auf und Ab. Es ist eine Freude, Guido Dwersteg zu lauschen und seine Begeisterung noch heute zu spüren.
In Bendorf-Sayn präsentiert er sein Buch zur Reise in einem Multimediavortrag am 8. Mai im „Lindenhof“ in Sayn im Rahmen einer Frühstückslesung (Karten unter Tel. (0 26 22) 5410). „Wer träumt nicht davon, einmal alles hinter sich zu lassen, die Leinen loszuwerfen und einfach in Richtung Horizont aufzubrechen“, so Dwersteg. -PS-