Ausstellung „Holocaust und Fremdenhass“ in Synagoge Niederzissen
Einheimische Künstler stellen zum Holocaustgedenktag aus
Niederzissen. Erstmals beteiligt sich der Kultur- und Heimatverein Niederzissen als Kooperationspartner des rheinland-pfälzischen Landtags mit drei Veranstaltungen am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, der am und um den 27. Januar begangen wird. Dieser Tag erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus, zu denen unter anderem Juden, Christen, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle und politisch Andersdenkende gehörten. Wie kann man die Erinnerung an die Frauen, Kinder und Männer, an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Diktatur gelitten haben, die in deutschem Namen in Europa verfolgt und ermordet wurden, wachhalten? Was haben die Geschehnisse von damals mit der Gegenwart und der Demokratie zu tun, was mit den aktuellen Kriegen und Konflikten in der Ukraine und in Israel?
Mit Jürgen Mohr aus Ettringen und Hans-Josef Schmitz aus Brohl-Lützing konnten zwei Künstler aus der Region gewonnen werden, die in diesem Rahmen ihre zum Thema Holocaust entstandenen Werke ausstellen. Sie halten Eindrücke und Stimmungen fest, machen auf Probleme und Missstände aufmerksam und wollen den Betrachter zum Nachdenken anregen. Die teils expressionistischen Bilder zeigen Fluchtsituationen und verweisen in Collagen auf Zeitzeugen des Nationalsozialismus. Sie wollen zu Versöhnung und Toleranz aufrufen.
Die öffentliche Vernissage, die vom Musikerinnenduo SeelenGrund“ umrahmt wird, findet am Samstag, 20. Januar um 16 Uhr in der ehemaligen Synagoge Niederzissen statt. Die Ausstellung ist bis zum 4. Februar samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Die Ausstellung endet am 4. Februar um 17 Uhr mit einer Veranstaltung und Lesung zu Ernst Loeb aus Andernach. Informationen und Anmeldung dazu sowie zu Führungen durch die Ausstellung: info@khv-niederzissen.de, Tel. (0 26 36) 64 82, www.ehem-synagoge-niederzissen.de. BA
