50 Kinder genießen die Ferienfreizeit in Odendorf
Einmal Zauberlehrling sein wie Harry Potter
Swisttal-Odendorf. Mit Schwung radelten sie um die letzte Kurve zur Einfahrt in das Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Das sollte noch einmal echt schick aussehen, denn schließlich warteten da die Eltern, um ihre Sprösslinge nach dem ersten Tag der Ferienfreizeit abzuholen. 50 Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren waren kurz vor Mittag von Odendorf aus zur Steinbachtalsperre gefahren. „Das ist immer eine prima Eröffnung der Ferienfreizeit“, erklärt Inge Kreb-Kiwitt, seit der ersten Freizeit 2001 dabei. „Dort ist ein großer Spielplatz, auf dem beim Fußball, Tauziehen oder Kirschkernweitspucken sowie diversen Spielen garantiert keine Langeweile aufkommt. Außerdem gibt es etliche auch anspruchsvolle Kletteranlagen, da kann jeder seine Geschicklichkeit ausprobieren.“ Zur Stärkung wird gegrillt, das Essen und die Getränke werden ohnehin an jedem Tag mitgenommen, das hält die Kosten für die Eltern in Grenzen. „Das macht zwar sehr viel Arbeit, aber Karl-Heinz Müller und ich sind ein eingespieltes Team, dazu kommen viele, die sich jedes Jahr wieder engagieren, sei es als Betreuer, im Küchenteam oder an anderer Stelle, wo es gerade etwas zu tun gibt“, ist Kreb-Kiwitt stolz, dass diese Ferienfreizeiten bereits seit 2001 jedes Jahr erneut angeboten werden können. Allein 16 Betreuer sind mit im Einsatz, die dafür von ihren Arbeitgebern teilweise auch Sonderurlaub bekommen. Um den Gemeinschaftsgeist der Kinder zu stärken, gab es allerdings als erstes ein „T-Shirt-Painting“, da bemalte jedes Kind sein eigenes T-Shirt für die Woche.
Schwarzes Theater, Holz und Wasser
Am zweiten Tag ging es vom Bahnhof Odendorf mit dem Zug zum Naturzentrum Eifel in Nettersheim. Dazu mussten alle ein schwarzes T-Shirt und schwarze Leggins mitbringen. Dort gibt es das „Schwarze Theater“, und die Kinder konnten einmal Zauberlehrling sein wie Harry Potter. Aber auch viel Wissenswertes wird im Naturzentrum Eifel vermittelt. So lernten die Kinder in dem Aktivprogramm „Auf dem Holzweg“ auch einiges über den vielseitigen Rohstoff Holz. Beim Sägen, Bohren und Feilen wurden den Kindern die Holzeigenschaften offenkundig. Neben dem Holz hat die Eifel - wie schon von den Römern gerne genutzt - viel Wasser. Am Mittwoch ging es mit dem Bus zum Wasser-Info-Zentrum Eifel nach Heimbach. Da waren für alle Gummistiefel angesagt. Dort wird Wasser in Natur und Umwelt dargestellt, selbstverständlich auch die 2000-jährige Nutzung des Wassers. Wasserkunstwerke zum Anfassen und Experimente begeisterten die Kinder.
Und jedes Jahr steht am Donnerstag das Bubenheimer Spieleland auf dem Plan. Vom Maislabyrinth bis zum Kletterpark gibt es viele Möglichkeiten. „Das ist bei den Kindern stets das absolute Highlight“, so Kreb-Kiwitt.
Nach der Rückkehr werden auf der Wiese der Sportschützen, wo sonst die Bogenschützen trainieren und ihre Turniere austragen, die Zelte aufgebaut. Zu einer richtigen Ferienfreizeit gehört schließlich eine Übernachtung mit Grillabend dazu.
Den Abschluss bildet freitags eine Dorfrallye, bei der einige knifflige Aufgaben zu lösen sind. So lernen die Kinder ihren Heimatort noch besser kennen.
