Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Niederdrees feierte Jubiläum
Einmalig, was in Niederdrees vor 25 Jahren auf die Beine gestellt wurde
Heute sind die meisten Feuerwehrkameraden aus der Nachwuchsgruppe hervorgegangen - Neulinge sind immer willkommen
Niederdrees. „Einmalig, was hier auf die Beine gestellt wurde“, lobte der Niederdreeser Ortsvorsteher Holger Klöß das Geburtstagskind. Die Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Niederdrees feierte am Wochenende im Rahmen der Kirmes ihr 25-jähriges Bestehen, und alle Laudatoren hoben die Wichtigkeit dieser Nachwuchsabteilung hervor.
Löschgruppenführer Sebastian Zikeli stellte nämlich fest, dass die meisten aktiven Feuerwehrleute aus der Jugendabteilung stammten: von den derzeit 19 Aktiven seien zehn durch die Ausbildung bei der Jugendfeuerwehr gegangen. Und der nächste junge Feuerwehrmann stehe es ist schon bereit, an seinem 18. Geburtstag in wenigen Wochen die blaue Feuerwehr-Uniform anzuziehen. „Das zeigt, wie wichtig es ist, die Jugendfeuerwehr nach Kräften zu unterstützen und zu fördern“, so Zikeli.
Zur Hälfte aus Jungs und zur Hälfte aus Mädchen
Neun Jugendliche seien 1990 dem Ruf des damaligen Stadtjugendfeuerwehrwartes Uwe Bartels gefolgt und hätten die Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Niederdrees gegründet, blickte Zikeli zurück. Die Leitung übernahmen damals Christoph Winkens und Willy Raaf und bereiteten eine hervorragende Grundlage für die weitere Entwicklung. 1997 habe es eine gravierende Änderung gegeben, denn erstmals durften Frauen bei der Feuerwehr mitmachen, woraufhin sich gleich zwei Mädchen bei der Jugendfeuerwehr angemeldet hätten. Heute besteht die achtköpfige Jugendfeuerwehr zur Hälfte aus Jungs und zur Hälfte aus Mädchen. Sie werden geführt von Hans-Peter Lasch, Willy Raaf und Markus Höfling-Pachucy. Zu den Übungsstunden jeden Dienstag von 17.30 Uhr bis 19 Uhr am Feuerwehrgerätehaus sind Neulinge immer wieder gerne gesehen, ergänzte Rheinbachs Wehrleiter Laurenz Kreuser in seinen Grußworten.
Bürgermeister Stefan Raetz war überzeugt: „Ohne den damaligen Aufbau der Jugendfeuerwehr würde die Löschgruppe heute nicht so gut dastehen, wie sie es tut.“ Deshalb lege die Stadt auch sehr viel Wert auf eine gute Arbeit bei der Jugendfeuerwehr sowie auf eine gute Zusammenarbeit mit der aktiven Wehr als Grundlage für einen reibungslosen Übergang. Es sei gut zu wissen, dass auch in Niederdrees die Fahne hoch gehalten werde. Denn schließlich sei die Feuerwehr nicht nur zum Brand- und Katastrophenschutz da, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil des dörflichen Lebens. Es gebe praktisch keine Veranstaltung, wo die Feuerwehrkameraden nicht mit dabei seien, und auch die Kirmes werde in Zusammenarbeit mit dem Ortsausschuss von der Löschgruppe organisiert.
Jugendliche lernen, im Team zu arbeiten
Außerdem dürfe der erzieherischen Aspekt der Jugendarbeit bei der Feuerwehr nicht unterschätzt werden, denn dort lernten die Jugendlichen, im Team zu arbeiten und gestellte Aufgaben mit anderen gemeinsam zu lösen. „Der Einzelne ist zwar immer noch wichtig, er kann aber nur im Team seine volle Leistung zeigen“, war Raetz überzeugt. Und es sei auch wichtig, Vorbilder zu schaffen, an denen sich die Jugendlichen orientieren konnten, ergänzte Ortsvorsteher Klöß: „Sie sind hier auf dem richtigen Weg!“
