Noth Gottes Bruderschaft Kruft begab sich nach Trechtingshausen
Einsegnung der neuen Station
Fußwallfahrt seit über 345 Jahren
Im Jahre 1674, als in Kruft die Krankheit Pest wütete, gab man das Versprechen - möge der Herrgott die Bürger verschonen. Dazu möchte man den weiten Pilgerweg alljährlich über circa 95 Kilometer zu dem Gnadenbild des blutschwitzenden Heilands nach dem Wallfahrtsort Noth Gottes, etwa drei Kilometer von Rüdesheim, machen. Seit 345 Jahren - in ununterbrochener Reihenfolge - findet nun die Fußwallfahrt statt.
Viele Stationen und Wegekreuze werden durch die Mitglieder alljährlich in mühevoller Arbeit betreut. Durch die Veränderung der Wegstrecke wurde in Trechtingshausen/Rhein im Jahre 2012 durch die Mitglieder in eigenständiger Tätigkeit diese neue Station aus Basalt mit Schrift erstellt. In diesem Jahr erfolgte durch Pfarrer Norbert Missong auch die würdevolle Einsegnung und das sehr zur Freude aller Pilger.
Wie der Erste Vorsitzende der Noth Gottes Bruderschaft Ottmar Luxem dazu ausführte, sollen hier in Trechtingshausen ungefähr im Jahr 1750 Krufter Pilger bei der Rückreise mit dem Schiff von Noth Gottes nach Kruft verunfallt sein. Der alte Gedenkstein ist bei Straßenbaumaßnahmen leider entfernt worden, und ein weiterer Basaltstein steht heute mitten in der Ortslage in Trechtingshausen.
Für die Pilger der Noth Gottes Bruderschaft Kruft war es ein ganz besonderes Ereignis, bei dieser Einsegnung dabeigewesen zu sein.
