Stereoskop in Bad Ems aufgestellt
Einst und Jetzt: 2000 Jahre auf einen Blick
Bad Ems. Mitten in Bad Ems steht eine Zeitmaschine. Auf der alten Bahnhofsbrücke, die nach der Fertigstellung des Umgehungsstraßen-Tunnels zur Fußgängerbrücke umgestaltet wurde, kann man „auf einen Blick“ 2000 Jahre in der Zeit zurückreisen. Der Blick durch das Stereoskop zeigt den heutigen Bad Emser Stadtteil Spieß zur Zeit der Römer. Bad Ems war im römischen Weltreich bereits bekannt, ob wirklich schon die heilende Wirkung der Quellen, oder doch eher die Bodenschätze die Römer dazu verleiteten den Limes rund um das heutige Bad Ems zu bauen bleibt offen. Fakt ist, der Limes macht einen Bogen um die heutige Kurstadt und ist beim Blick durch das Stereoskop im Verlauf durch den Spieß mit seinem Kleinkastell auf den Wintersberg zu erkennen. Auf dem Wintersberg steht übrigens die inzwischen selbst schon historische älteste Rekonstruktion eines Limesturms, direkt neben dem Hotel und Restaurant. Heute weiß man, dass der Turm vor mehr als 100 Jahren nicht wirklich das Bild eines Limes-Wachturms zeigt – allerdings gibt das Erscheinungsbild den Stand der damaligen Limesforschung wieder und ist deshalb inzwischen selbst schützenswertes Denkmal. Vom Wintersberg gibt es übrigens ein ebenfalls eindrucksvoll gestaltetes Panorama der anderen ŠLahnseite mit dem Limesverlauf am Pfahlgraben entlang in Richtung Kemmenau.
Willi Willig
Die Römer werden plötzlich wieder lebendig.
