Allgemeine Berichte | 11.12.2025

Ein Ort des Erinnerns, der Verbundenheit und des Trostes

Einweihung einer Gedenkstele für frühverstorbene Kinder

Der liebevoll gestaltete Rückzugsort soll betroffenen Familien Raum für Trauer, Erinnerung und Hoffnung geben – ein sichtbares Zeichen für Mitgefühl und menschliche Begleitung in schweren Zeiten.  Foto: Gabriele Frömbgen, Kerstin Bornhofen

Neuwied. Ein Herzensprojekt nimmt Gestalt an. Krankenhausoberin Gabriele Frömbgen begleitete mit großem persönlichen Engagement die Umsetzung der Gedenkstele. Ihr Anliegen war es, einen würdevollen Raum zu schaffen, der Familien in einer der schwersten Lebenssituationen Halt geben kann. „Es war mir wichtig, einen Ort zu schaffen, an dem Trauer einen Platz hat – und an dem Eltern spüren können, dass sie mit ihrem Schmerz nicht allein sind“, betonte Frömbgen bei der Einweihung.

Wertvolle Impulse kamen zudem aus dem Team der Station 33: Corinna Grosch hatte nach einer Fortbildung die Anregung zur Errichtung einer solchen Stele eingebracht. Gemeinsam wurde die Idee weiterentwickelt und schließlich verwirklicht. „Es ist wohltuend zu wissen, dass in unserem Haus so sensibel und zugleich professionell mit diesem zutiefst menschlichen Thema umgegangen wird“ so die Krankenhausoberin.

Der kleine Park, der die Stele umgibt, ist bewusst als ruhiger Rückzugsort gestaltet. Zwischen Bäumen, Blumen und dem sanften Rascheln der Blätter entsteht ein Raum der Stille, der es Angehörigen ermöglicht, innezuhalten und Erinnerungen nachzugehen.

„Ein Brief von deinem Kind“ – Worte, die berühren

Ein besonderes Element der neuen Gedenkstätte ist der Text „Ein Brief von deinem Kind“, der direkt neben der Stele angebracht wurde. Die poetischen Zeilen sprechen auf einfühlsame Weise das an, wofür Worte sonst kaum reichen: die fortbestehende Verbindung zwischen Eltern und ihren viel zu früh verstorbenen Kindern.

Aus dem Text heißt es:

„In einem kleinen Garten voller Licht und Leben gibt es einen besonderen Platz für uns.

Ihr dürft weinen, lächeln, träumen – und spüren, dass ich ganz nah bin.

Die Liebe bleibt. Immer.“

Diese Worte sollen Angehörigen Mut schenken, ihre Trauer zuzulassen, und ihnen zeigen, dass Erinnerungen und Liebe über den Tod hinaus bestehen.

„Es ist uns ein großes Anliegen, Familien nicht nur medizinisch, sondern auch emotional und spirituell zu unterstützen“, heißt es aus der Klinikleitung. „Die Stele soll ein Zeichen dafür setzen, dass wir ihren Schmerz sehen und dass Trauer ihren Platz haben darf.“

Ein gemeinschaftliches Zeichen für Mitgefühl und Menschlichkeit

Der Förderverein der Kinderklinik Sonnenschein e.V. hat das Projekt ideell und finanziell unterstützt. Gemeinsam mit dem Klinikum möchte der Verein sicherstellen, dass Familien in schwierigen Zeiten Begleitung und Halt finden – über den Klinikaufenthalt hinaus.

Mit der Einweihung der Stele setzt das Marienhaus Klinikum ein starkes Zeichen für Menschlichkeit, Empathie und die Bedeutung einer sensiblen, zugewandten Begleitung von Familien in Verlustsituationen.

Der liebevoll gestaltete Rückzugsort soll betroffenen Familien Raum für Trauer, Erinnerung und Hoffnung geben – ein sichtbares Zeichen für Mitgefühl und menschliche Begleitung in schweren Zeiten. Foto: Gabriele Frömbgen, Kerstin Bornhofen

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