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Reitverein Bruchhausen

Elektrische Aufstiegshilfe wurde eingeweiht

Ermöglicht wurde die Anschaffung durch eine 20.000 Euro-Spende der Deutschen Postcode Lotterie

Elektrische
Aufstiegshilfe wurde eingeweiht

Vom Rollstuhl aus schwebte Christoph Conrad in der Aufstiegshilfe sicher Richtung Voltigierbock. Foto: DL

16.04.2019 - 10:27

Bruchhausen. Hochbetrieb herrschte auf dem weitläufigen Gelände des Reitvereins Bruchhausen gegenüber von Gut Haanhof. Selbst winterliche Temperaturen mit Schneeregen und Graupelschauer hatten zahlreiche Mitglieder samt Bekannten und Freunden von der Anreise nicht abhalten können. Immerhin stand eine Woche nach dem Umwelttag des Vereins, an dem zehn Obstbäume gepflanzt und ein drittes Bienenvolk aufgenommen worden war, die Einsegnung der jüngsten Errungenschaft, der elektrischen Aufstiegshilfe, auf dem Programm. Möglich geworden war diese Anschaffung Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie (DPL), die seit 2018 den weiteren Ausbau der Inklusion in dem Verein mit einer Spende in Höhe von 20.000 Euro unterstützt.

Das Konzept der Soziallotterie, bei der Teilnehmer zusammen mit ihren Nachbarn gewinnen können und zugleich Gutes tun, ist weltweit einzigartig. 30 Prozent des Losbeitrages fließen in soziale und ökologische Projekte in der direkten Nähe der jeweiligen Lotterie-Teilnehmer. Ein Beirat unter Vorsitz der ehemaligen Bundes-Familienministerin und Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth, entscheidet über die Auswahl der Projekte aus den Bereichen Chancengleichheit, sozialer Zusammenhalt sowie Natur-und Umweltschutz.

„Wir freuen uns außerordentlich, dass Teilnehmer der DPL in Rheinland-Pfalz mit dem Kauf ihrer Lose den Ausbau der Inklusion und Integration im Reitsport unterstützt haben. Mit Ihrer Förderung wird unsere Arbeit nachhaltig gesichert“, dankte der Vorsitzende Mike Hentschel Petra Rottmann, DPL-Head of Charities, die zusammen mit Kira Pohl zur Einweihung der Anlage durch Diakon Winfried Reers aus dem Ruhrgebiet angereist war. Seit 2007 ermöglicht der Verein allen Pferdefreunden jeden Alters mit und ohne Handicap, also auch sozial Schwachen sowie geistig oder körperlich Behinderten den Umgang mit den Tieren.

„Um diesem Ziel gerecht werden zu können, erheben wir nur sehr geringe Mitgliederbeiträge, sodass der Verein immer wieder auf Spenden angewiesen ist“, so die 2. Vorsitzende, Anja Waldorf-Geber. Entsprechend habe man sich auch bei der DPL um eine Spende beworben und im Juni 2018 den Zuschlag für die elektronische Aufstiegshilfe bekommen. Diese war dann als barrierefreie Bedingung für Pferd und Reiter speziell für den Verein konstruiert und aufgebaut worden. Sie ermöglicht es beeinträchtigten Menschen, die etwa an den Rollstuhl gefesselt sind und deshalb nicht mehr selbstständig aufsteigen können, wieder auf das Pferd zu kommen. „Außerdem konnten wir von der Spende auch noch den vorhanden Sand auf dem Reitplatz, der ziemlich abgenutzt war, erneuern und somit optimale Bedingungen auch für unsere Pferde schaffen“, freute sich Anja Waldorf-Geber.

„Da wir die Verbindung zwischen Mensch und Tier als ungemein wichtig empfinden, freuen wir uns, dass wir dieses wunderbare und wirksame Projekt unterstützen konnten“, so Petra Rottmann während eines Rundgangs über das weitläufige Gelände. Wieder an der elektrischen Aufstiegshilfe angekommen, stellte sich Christoph Conrad als „Versuchskaninchen“ zur Verfügung. Von Mike Hentschel an der neuen Anlage sicher fixiert, wurde er von seinem Rollstuhl langsam auf den Voltigierbock „Charlotto“ gehoben. „Wir haben zwar etwa mit Gaja äußerst geduldige, tiefenentspannte und sehr belastbare Therapiepferde, aber so viele Menschen wie heute sind sie doch nicht gewohnt. Warum also unnötig ein Risiko eingehen“, begründete Anja Waldorf-Geber die Demonstration der Aufstiegshilfe mit Charlotto. „Inklusion ist seit einiger Zeit in aller Munde. Aber hier beim Reitverein wird nicht nur davon oder darüber geredet. Hier werden Inklusion und die Integration beeinträchtigter Menschen schon seit zwölf Jahren gelebt“, schwärmte Winfried Reers. Viele der insgesamt rund 160 Mitglieder würden sich ehrenamtlich engagieren, um benachteiligten Menschen die Möglichkeit zu geben, zu reiten, zu voltigieren oder einfach nur mit den Tieren zusammen zu sein. Aus diesem Umgang mit den Pferden, aber auch aus dem Vereinsleben würden Menschen mit Handicap wieder neue Energie und Lebensmut schöpfen, wovon auch die Nicht-Beeinträchtigten profitieren würden, war sich der Diakon nach der Einweihung der elektronischen Aufstiegshilfe auf dem Weg zur Segnung der Pferde, Ziegen und Bienen des Vereins sicher. DL

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Gabriele Friedrich:
Also hatten die Täter wieder einmal leichten Zutritt zu einem Firmengelände. Langsam müssten doch die Leute klüger werden.Warum haben sie keine Sicherheitsvorkehrungen? Man kann in Deutschland alles machen, ohne Konsequenzen. In der Nacht sind alle Katzen grau-also hat sicher auch keiner was gesehen.

Sinziger Kirmes findet nicht statt

Peter Rein:
Nicht nachvollziehbar, wo gibt es Entscheider mit Rückgrat. Wir müssen damit leben, das Corona da ist und nicht mehr verschwindet. Wie tausende Viren etc. Dann bleiben wir demnächst nur noch eingesperrt und verlieren noch Hunderte von Arbeitsplätzen. Wer das verantwortet der gehört bestraft.
juergen mueller:
Mein letzter Besuch auf der "MS Wissenschaft" war interessant, aufschlußreich u.ist jedem zu empfehlen.Das war`s dann aber auch schon,bedenkt man,welche Anforderungen,Mühe und Kosten es erfordert,etwas wieder zu reparieren,dass uns Dank der Politik u.Wirtschaft dorthin geführt hat,wo wir uns alle heute befinden. WIR präsentieren hier für alle Bürger*innen ein Stück ZUKUNFT. Mit WIR meint sich die POLITIK mal wieder selbst u.WAS sie uns für die ZUKUNFT präsentiert,ist mehr als bescheiden u.beschämend. Da stellt sich jemand hin,verkörpert dieses ewig präsente,unglaubhafte politische ICH-Gefühl u.glaubt auch noch selbst an das,was er,betreffend unsere ZUKUNFT,sagt. Zu wünschen wäre,dass diejenigen,die von ZUKUNFT reden,diese auch am eigenen Leibe noch mitbekommen u.nicht nur die nächste Generation. Aber was interessiert die Politik schon ihr Geschwätz von gestern.
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