Allgemeine Berichte | 10.08.2020

Michael Hommer aus Neuwied wird von Bischof Ackermann geweiht

Elektrofachkraft und Diakon

Diakon Michael Hommer aus Neuwied. Foto: privat

Neuwied. Sozial engagiert war er eigentlich schon immer, „aber irgendwas hat mir dabei gefehlt“, sagt Michael Hommer aus Neuwied. Durch Kontakte zu den Pallottinern und Schönstätter Marienschwestern in Vallendar wurde ihm klar, was das fehlende Puzzleteil ist: Gott. Nun wird er am 27. September durch den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann zum Ständigen Diakon mit Zivilberuf geweiht.

Das Amt des Diakon ist für Hommer, der ursprünglich aus Mülheim-Kärlich stammt, genau das Richtige: „Es verbindet Glaube und Soziales“. Zu seinen zukünftigen Aufgaben gehören insbesondere diakonische und seelsorgliche Dienste sowie die (Mit-)Feier von Gottesdiensten. Der 54-Jährige spendet beispielsweise das Tauf-Sakrament, assistiert Paaren bei der Trauung und spendet die Kommunion oder übernimmt Predigtdienste sowie Beerdigungen. Sein Einsatzbereich wird die Pfarreiengemeinschaft Bendorf sein. Ihm ist es wichtig, den Glauben nach außen zu tragen, denn „Gott ist viel zu toll, um ihn hinter Kirchenmauern versteckt zu halten“. Daher freut er sich nach seiner Weihe auch besonders auf die Begegnung mit Menschen. Als Ständiger Diakon mit Zivilberuf wird er weiterhin als Elektrofachkraft in einem großen Betrieb arbeiten. Seine Berufung zum Diakon ist langsam gewachsen, erzählt er. Als er 40 Jahre alt wurde, sucht er nach einem Sinn in seinem Leben. 15 Jahre lang war er eher kirchenfern unterwegs, gibt er zu. „Doch in meiner Kindheit wurden Grundlagen gelegt“. So war er beispielsweise Messdiener. Durch die Begegnung mit Ordensbrüdern und -schwestern wurde er sich seiner Berufung bewusst. „Es ist gut, dass ich diesen authentischen Menschen begegnet bin“. Auch seine Frau unterstützt ihn auf seinem Weg zum Diakon. Die fachlichen Voraussetzungen sind der Abschluss eines Theologie-Studiums, die Teilnahme an pastoral-diakonischen Kursen und Praktika. Auch muss der Bewerber mindestens drei Jahre Mitglied eines Diakonatskreises gewesen sein und darin regelmäßig und aktiv mitgearbeitet haben. Die Zeit der Ausbildung sieht er als Gewinn. Sein Glaube wurde durch die Ausbildung gefestigt, resümiert der leidenschaftliche Motorradfahrer und Hobby-Imker. Und es sind Freundschaften zwischen den Diakonatsbewerbern, in diesem Jahrgang insgesamt fünf, entstanden sowie zwischen ihren Familien. Sie wollen sich auch weiterhin treffen. Zu einem abendlichen Gebet und Austausch verabreden sie sich seit einiger Zeit digital.

Derzeit gibt es im Bistum Trier 129 Ständige Diakone (Stand: Dezember 2019), die ihr Amt haupt- oder nebenberuflich ausüben. Die Mehrzahl ist verheiratet und hat Kinder, einige haben den Zölibat als ehelose Lebensform gewählt. Informationen gibt es unter Telefon 0651-7105-130 oder im Internet unter www.wirglaubenandich.de/seelsorgeberufe/diakon/.

Diakon Michael Hommer aus Neuwied. Foto: privat

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