Allgemeine Berichte | 20.07.2023

Neuwieder Hornraben-Familie vergrößert sich

Elternschule für große Geschwister

Hornrabe Buck.  Foto:Franziska Waked

Neuwied. Wenn man im Zoo Neuwied Hämmern und Klopfen hört, dann kommt das entweder von der Baustelle, wo aktuell an der großen Australien-Voliere und der Südamerikaanlage gebaut wird, oder es kommt aus Richtung der Afrikawiese. Dort leben in einem separaten Bereich die Südlichen Hornraben Bonny und Clyde, und Geräusche machen zählt zu den liebsten Beschäftigungen der großen, schwarzen Vögel.

„Bonny und Clyde leben zusammen mit Buck, ihrem Nachwuchs vom letzten Frühjahr, und geben ihre Vorliebe fürs Lärmen auch an ihren Sohn weiter“, lacht Tierarzt Daniel Waked. „Buck ist bereits ausgewachsen, unterscheidet sich von seinen Eltern aber noch dadurch, dass die unbefiederten Partien im Kopf- und Halsbereich nicht leuchtend rot sind, sondern grau.“ Auch wenn er sein Größenwachstum abgeschlossen hat: Erwachsen ist Buck noch nicht. „Hornraben müssen viel von ihren Eltern lernen, bevor sie selbstständig sind“, erklärt Waked, der als Kurator für die Afrikawiese, und damit auch für die Hornraben zuständig ist. Hornraben gehören zu den Nashornvögeln, die für ihr spezielles Brutverhalten bekannt sind. Alle Nashornvögel brüten in Nestern in Baumhöhlen, welche von den Eltern und den älteren Jungtieren gebaut werden. Das Weibchen verlässt während der Brut die Höhle nicht. „Südliche Hornraben mauern zwar, anders als andere Nashornvögel, die Weibchen nicht in der Höhle ein, trotzdem werden die Weibchen während der Brut überwiegend von außen mit Futter versorgt. Das Bauen des Nestes, die Versorgung der brütenden Henne und die Jungtieraufzucht sind wichtige Verhaltensweisen, die die Vögel von ihren Eltern lernen müssen. Deshalb werden die Nachzuchten Südlicher Hornraben in Zoos idealerweise erst abgegeben, wenn sie eine Brut und Jungtieraufzucht eines jüngeren Geschwistervogels miterlebt haben“, führt Daniel Waked weiter aus.

Buck hat Glück: Nachdem die Südlichen Hornraben in Neuwied vor ihm jahrelang keinen Nachwuchs hatten, haben Bonnie und Clyde Anfang Mai direkt nachgelegt. Das männliche Küken sitzt derzeit noch in dem Holzfass, das die Hornraben als Bruthöhle benutzen, und wird dort von seiner Familie versorgt. Hoffentlich schaut Buck sich alles ab, was seine Eltern tun. So kann er in Zukunft selbst in der Lage sein, mit dem passenden Weibchen für die Stärkung der Zoo-Population dieser in der Natur bedrohten Art zu sorgen.Pressemitteilung

des Zoos Neuwied

Hornrabe Buck. Foto:Franziska Waked Foto: Franziska Waked

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