Allgemeine Berichte | 19.05.2016, 13:52 Uhr

Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Elterntaxis sind eine große Gefahr

Geschäftsführer Manfred Breitbach wirbt in rheinland-pfälzischen Kitas als Botschafter für Verkehrssicherheit. Zusammen mit Partnern stellt er die Vorschul-Aktion „Sicher zur Schule“ vor, die mit Elternratgeber und Arbeitsheften für die Kinder das Verkehrssicherheitstraining unterstützt.UKRLP
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Region. Zurzeit häufen sich bei der Unfallkasse Anfragen von Schulen, Verwaltungen, politischen Gremien und Elternbeiräten, die über chaotische Verkehrsverhältnisse durch Elterntaxis vor Schulen klagen. „Väter und Mütter, die ihre Kinder mit dem Auto möglichst bis zur Schultüre bringen, gefährden sich und andere. Immer wieder kommt es im Bereich der Schulen zu Unfällen“, sagt Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse. Viele Eltern befürchten, dass ihren Kindern zu Fuß auf dem Schulweg etwas zustoßen kann. „Dabei sollten Kinder frühzeitig das richtige Verhalten im Straßenverkehr erlernen, um Risiken einschätzen zu können und Eigenverantwortung zu übernehmen. Nur so entwickeln sie eigene Risikokompetenz“, bekräftigt Breitbach.

In Partnerschaft mit der Landesverkehrswacht, dem Verkehrsforum und der Polizei in Rheinland-Pfalz bietet die Unfallkasse Präventionsprojekte für Kitas, Schulen und Eltern an, um Verkehrssicherheit mit Kindern zu trainieren. Mit der Aktion „Sicher zur Schule“ richtet sie sich über die Kitas besonders an Vorschulkinder und deren Eltern. Eine Arbeitsbroschüre hilft beim Verkehrssicherheitstraining, bei dem die Kinder lernen, Gefahren im Straßenverkehr zu meistern oder - noch besser - zu umgehen. „Das Besondere an dem Projekt: Es bindet auch die Eltern durch einen Ratgeber mit in die Verkehrssicherheitsarbeit ein“, informiert Breitbach.

Die Verkehrssicherheitsaktion „Gelbe Füße“ hilft Schulkindern von Grund-, Schwerpunkt- und Förderschulen, die zu Fuß unterwegs sind. Eine durch die beteiligte Schule ins Leben gerufene Projektgruppe trägt zusammen mit den Eltern Gefahrenpunkte auf den Schulwegen zusammen. Durch die Einbeziehung von Kommunen, Behörden und Bevölkerung lassen sich Gefahrenstellen oftmals durch organisatorische Maßnahmen beseitigen, beispielsweise regelmäßige Rückschnitte von Hecken, um Engpässe und Sichteinschränkungen auf Bürgersteigen zu beseitigen. Durch das Einrichten von Elternhaltestellen lässt sich ein Verkehrschaos ebenso vermeiden wie durch Parkverbotszonen im Eingangsbereich der Einrichtungen. An besonderen Gefahrenstellen zeigen gelbe Markierungen auf dem Fußweg den Kindern sichere Wege zum Überqueren von Straßen auf.

Die Unterrichtsbroschüre „Gelbe Füße“ gibt Anreize, das richtige Verhalten im Straßenverkehr im Unterricht zu thematisieren. Sie enthält viele Anregungen, Verkehrssicherheit fächerübergreifend einzubinden. Die vielen Vorlagen zum Ausmalen und die Sicherheits-Aufgaben in der Handreichung können auch Kitas zum Üben nutzen.

Mit den Schulungsprojekten möchte sich die Unfallkasse gemeinsam mit ihren Partnern gezielt dafür einsetzen, die Unfälle mit Kindern drastisch zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden. Bewusst werden die Eltern angesprochen, denn ihnen obliegt die Vorarbeit bei der Verkehrserziehung ihrer Kinder. „Dazu gehört auch das Vorbildverhalten der Erwachsenen, das nicht unterschätzt werden darf. Denn Kinder lernen durch Nachahmen“, ist Breitbach überzeugt.

Die Broschüren „Sicher zur Schule“ beziehungsweise „Gelbe Füße“ erhalten Kitas und Schulen kostenfrei bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Telefon (0 26 32) 9 60 33 00, E-Mail praevention@ukrlp.de.

Geschäftsführer Manfred Breitbach wirbt in rheinland-pfälzischen Kitas als Botschafter für Verkehrssicherheit. Zusammen mit Partnern stellt er die Vorschul-Aktion „Sicher zur Schule“ vor, die mit Elternratgeber und Arbeitsheften für die Kinder das Verkehrssicherheitstraining unterstützt.Foto: UKRLP

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