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Bariton Björn Adam und Pianist András Orbán vertonten Schuberts Meisterwerk in der Alten Schule am Damm in Dierdorf

Emotional aufwühlende „Winterreise“

05.02.2019 - 09:13

Dierdorf. Passend zur Jahreszeit begaben sich die Besucher eines vom Kulturkreis Dierdorf angebotenen Konzerts am Sonntagnachmittag auf eine „Winterreise“. Sie hörten den gleichnamigen Liederzyklus von Franz Schubert, dem 1797 in Wien geborenen Komponisten, der es innerhalb kurzer Zeit zu Weltruhm gebracht hatte.

Musikalisch interpretiert wurde das 70-minütige Werk von den Solisten Björn Adam (Bariton) und András Orbán (Klavier).

Karl August Heib vom Kulturkreis begrüßte die Gäste im Saal der Alten Schule am Damm, auch im Namen von Stadtbürgermeister Thomas Vis.

Mit einigen erläuternden Worten gab er nützliche Hinweise zum Schaffen von Franz Schubert und zur Rezeption der „Winterreise“. Schuberts Talent führte schon in jungen Jahren zu ersten anerkannten Arbeiten. Sein bedeutendstes Werk, „Die Winterreise“, schrieb er 1827, ein Jahr vor seinem frühen Tod. Die Texte der 24 vertonten Gedichte stammen von Wilhelm Müller und sind stark geprägt von der Epoche der Romantik. Sie erzählen von ungestillter Sehnsucht, von untröstlichem Schmerz, verschmähter Liebe, von Einsamkeit und glücklichen, aber verblassenden Erinnerungen. Charakteristisch ist die immerwährende Unruhe der empfindsamen Seelen, die von Björn Adam mit seinem Gesang und András Orbán am Klavier deutlich wahrnehmbar zum Ausdruck gebracht wurde.

Wenn auch nicht alle Lieder des Zyklus‘ gleich bekannt vorkommen, so gehört doch ein Element daraus zu einem der bekanntesten Volkslieder, das getragene und von Björn Adam sehr gefühlvoll vorgetragene „Am Brunnen vor dem Tore“. Zartheit und Melancholie konnte der Sänger ebenso gekonnt zum Ausdruck bringen wie Unruhe, Aufgewühltheit und rastlose Suche nach Sinn und Erfüllung.

Björn Adam wurde in Koblenz geboren und erhielt an der dortigen Musikschule zunächst Klavierunterricht. Im Alter von 17 Jahren nahm er Gesangsunterricht bei Elisabeth Grandjean und erlangte wenig später Preise bei „Jugend Musiziert“. An der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar studierte er „Sologesang Bühne“. Es folgten Meisterkurse bei Ingeborg Reichelt, Sabine Fues und Raul Gimenez. Ab dem Jahr 2011 startete ein weiterführendes Studium im internationalen Opernstudio „Balzik“ unter Ventzeslav Katzarov. 2005 war Björn Adam Finalist beim Jan-Kiepura-Operettenwettbewerb. Während seines Studiums hatte er Gastengagements am Theater Rudolstadt und am Theater Erfurt und ist seit 2006 freischaffend tätig.

Adam hat als Solist bei zahlreichen Opernproduktionen und Konzerten, unter anderem mit dem Mitteldeutschen Kammerorchester, der Jenaer Philharmonie und der SAP-Kammerphilharmonie, mitgewirkt. Außerdem kann er Konzerte im Mendelssohnsaal des Gewandhauses in Leipzig und im Robert-Schumann-Saal in Düsseldorf in seiner Leistungsbilanz verbuchen.

Nach dem Stimmfachwechsel vom Tenor zum Bariton im Jahr 2013 und der Verinnerlichung „körperbezogener“ Gesangstechnik ergaben sich neue Wege. Das vermittelte Wissen führte zur Arbeit mit Schülern und zur Stimmbildung in verschiedenen Chören. Mit Erfolg und wachsendem Interesse finden regelmäßig Workshops und Gesangskurse statt. Seit einigen Jahren lebt Björn Adam wieder im Westerwald. Seine nächste Konzerte mit András Orbán gibt er in Selters und in Neuwied.

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07.02.2019 18:33 Uhr
Irmtraud Abel

In Ihrem Artikel sehe ich die hervorragende Leistung des Pianisten
nicht hinreichend gewürdigt. Wenn Sie schon so ausführlich über den Werdegang des Sängers berichten, warum dann nicht auch über den des Klavierbegleiters? Insgesamt finde ich den Bericht unausgewogen.



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Kommentare
Gasuwe:
Wenn das ein deutscher Täter gewesenen wäre hätte man das als erstens erwähnt.

Ja zum Klimaschutz

Uwe Klasen:
Da nur die Hälfte des jährlich emittierten CO² in der Atmosphäre verbleibt, beträgt der gesamte deutsche Anteil 0,04 % an den globalen CO²-Emissionen. Im Übrigen ist 2018, nach 2017 und 2016, das dritte Jahr in Folge mit Abkühlung (!) (lt. NASA-Daten), trotz Weltweit steigenden CO²-Emissionen!
Uwe Klasen:
Die Steuerlast nimmt kontinuierlich zu, laut Daten der OECD nimmt Deutschland, zumindest, bei Steuern und Abgaben eine Spitzenposition ein. --- Dazu ein Satz aus dem politischen Testament von „Friedrich der Große“ (1712 – 1768): „Also ist es recht und billig, daß jeder Privatmann zu den Staatskosten beiträgt, aber er soll nicht sein halbes Einkommen mit dem Herrscher teilen.“
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