Firmlinge aus Montabaur besuchen Hospiz St. Thomas
Emotionale Begegnungen an der Grenze des Lebens
Dernbach/Montabaur. Was hat das Netzwerk „Kirche“ eigentlich alles zu bieten? Um Antworten auf diese Frage zu finden, machten sich 17 Firmlinge der katholischen Pfarrei St. Peter Montabaur-Stelzenbachgemeinden auf den Weg nach Dernbach ins Hospiz St. Thomas. Hospizleiterin Eva-Maria Hebgen und die ehrenamtliche Mitarbeiterin Kerstin Hartz nahmen die Jugendlichen in Empfang und begleiteten sie durch die Einrichtung. Um die Arbeit des Hospizes zu würdigen, hatten die Besucher als Spende die Kollekte des Firmgottesdienstes im Gepäck, die der karitativen Einrichtung im Westerwald zugutekommt.
„Unsere Firmlinge sollen Bereiche kennenlernen, in denen die Kirche für Menschen da ist. Die Mitarbeiter des Hospizes helfen an der Grenze des Lebens. Sie helfen, die Hilflosigkeit positiv zu gestalten, und das ist einfach toll“, beschreibt Pastoralreferentin Elke Weisbrod den Grund des Besuchs und der Unterstützung. Im Rahmen ihres Besuchs lernten die Jugendlichen nicht nur die Hospizgäste kennen, sondern konnten auch mehr über die Gedanken und Gefühle der Menschen erfahren, die die Gäste in ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten. „Es war wirklich sehr emotional. Die Jugendlichen haben schon viele Berührungspunkte mit dem Thema Tod“, erzählt Weisbrod, die hauptsächlich für die Jugendarbeit und Firmvorbereitung in der Gemeinde zuständig ist. Eva-Maria Hebgen stellte den Besuchern daneben verschiedene Angebote vor, die sie für ihre Gäste bereithält. Besonders begeistert war die Gruppe von der Aromapflege. „Das ist ein unglaublich schönes Angebot“, beschreibt Weisbrod. „Wir wollten gerne etwas Handfestes mit unserer Spende unterstützen und haben uns dann dafür entschieden, den Ausbau und die Weiterentwicklung des Aromapflegeangebots zu fördern.“ „Die Aromapflege liegt uns sehr am Herz. Deswegen freue ich mich wirklich riesig über die tolle Spende. Wir mischen die Öle hier vor Ort und benutzen die Mischungen für verschiedene Zwecke“, informiert Hospizleiterin Eva-Maria Hebgen über die Aromapflege. „Die Mischungen können gegen Unruhe und Übelkeit helfen oder die Atmung erleichtern. Jeder unserer Gäste hat eine eigene Aromakarte. Darauf vermerken wir, welches Öl wir für welches Symptom verwendet haben. Die Anwendung ist also sehr individuell.“ Begleitet und umgesetzt wird die Pflege von den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Hospizes. Federführend ist hier Kerstin Hartz zuständig, die durch verschiedene Seminare über das entsprechende Know-how verfügt und die professionellen Bedingungen und Standards festlegt.
Im Rahmen ihrer Firmvorbereitung konnten die Jugendlichen insgesamt zwölf unterschiedliche soziale Einrichtungen und Projekte kennenlernen. Die abwechslungsreiche Vorbereitung war für alle eine große Bereicherung. „Es ist toll, dass sich die Jugendlichen auf die vielen unterschiedlichen Angebote eingelassen und sich immer sehr persönlich eingebracht haben“, freut sich Elke Weisbrod. „Das war auch im Hospiz der Fall. Die anfänglichen Berührungsängste waren schnell vergessen. Der Besuch war wirklich eine bewegende Erfahrung.“ Pressemitteilung der
Katharina Kasper Gruppe
