Allgemeine Berichte | 05.04.2017, 15:33 Uhr

Energiewende im Rhein-Sieg-Kreis nimmt mit Masterplan Fahrt auf

Energie einsparen und effizient nutzen, klimafreundliche Mobilität ausbauen

Rhein-Sieg-Kreis. 2011 betrugen die CO2-Emissionen im Rhein-Sieg-Kreis pro Einwohner jährlich im Durchschnitt 9,2 Tonnen. Bis zum Jahr 2020 soll der CO2-Ausstoß (bezogen auf das Jahr 1990) um 25 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent gesenkt werden. Auf dieses Ziel verpflichteten sich Kreistag und Kreisverwaltung mit ihren Beschlüssen vom 27. Juni 2011 und vom 15. November 2013 für die Erstellung des „Masterplans Energiewende Rhein-Sieg“.

Bei der Entwicklung des „Masterplans Energiewende Rhein-Sieg“ durch die Agenturen „Stadt, Land, Fluss“ und „Infrastruktur & Umwelt“ waren viele beteiligt: unter anderem Akteure der Kommunalverwaltungen, der Energieversorgungsunternehmen, der kreiseigenen Gesellschaften, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer zu Köln und der Energieagentur.NRW.

„Nur mit einer breiten Einbindung der maßgeblichen Akteure von Beginn an lässt sich die Akzeptanz und eine kontinuierliche fruchtbare Zusammenarbeit gewährleisten, die letztlich entscheidend für den Erfolg ist“, ist sich Rainer Kötterheinrich, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises sicher.

Jetzt liegt der „Masterplan Energiewende Rhein-Sieg“ vor; als integriertes Klimaschutzkonzept für den Rhein-Sieg-Kreis wurde er vom Kreistag am 4. April verabschiedet.

Was heißt das konkret? Ausbau der erneuerbaren Energien, Energieeinsparung und Verbesserung der Energieeffizienz, klimafreundliche Mobilität sowie Öffentlichkeitsarbeit, Know-how-Transfer und Marketing wurden als die wichtigsten Handlungsfelder erkannt.

„An der Umsetzung der im Masterplan vorgeschlagenen Projekte werden wir gemeinsam mit allen am Masterplan Beteiligten und mit den Bürgerinnen und Bürgern arbeiten“, erläutert Christoph Schwarz, Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises.

Erneuerbare Energien ausbauen

Bioenergie, Sonnenenergie und Windenergie sollen, wo möglich, ausgebaut werden. Die Produktion und Nutzung erneuerbarer Energien soll bei der Neuentwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten, aber auch bei bereits bestehenden Gewerbe-, Industrie-, Wohn- und Verwaltungsbauten gefördert werden. Dem Rhein-Sieg-Kreis kommt dabei die Aufgabe der Initiierung, der Koordinierung, der Beratung und des Informationsaustauschs zu.

Energieeinsparung und Energieeffizienz sind Handlungsfelder, auf denen der Rhein-Sieg-Kreis aufgrund seiner Bevölkerungszahl, seinem hohen Anteil an Einfamilienhäusern, seiner Bebauungsdichte und seiner florierenden Gewerbelandschaft mit seinen klein- und mittelständischen Betrieben punkten kann.

Die Einrichtung einer kommunalen Energieberatungsagentur, die Bürgern, Gewerbetreibenden und den kommunalen Verwaltungen gangbare Wege zu einem effizienten und klimafreundlichen Gebäudeumbau und Gebäudemanagement aufzeigt, ist ein zentrales Projekt des Masterplans.

Klimafreundliche Mobilität ist die Herausforderung der Zukunft. Der Rhein-Sieg-Kreis arbeitet mit seinen Kommunen bereits an der Umsetzung eines Radwegekonzeptes.

Mittelfristig sollen, so der Masterplan, die Verkehrsgesellschaften RSVG und RVK mit CO2-armen Fahrzeugen ausgebaut werden. Der Elektromobilität auf der Grundlage „Grünen Stroms“ einen weiteren merklichen Schub zu geben, wird ein entscheidender Schritt in eine CO2-arme Zukunft sein.

Insgesamt 34 Einzelmaßnahmen listet der „Masterplan“ auf; 22 sollen in der ersten Phase bis 2022, zwölf in der zweiten Phase bis 2030 beziehungsweise bis 2050 umgesetzt werden. Die einzelnen Maßnahmen werden freilich jeweils zuvor in den Fachgremien des Kreistags beraten.

„Mit dem ‚Masterplan Energiewende Rhein-Sieg‘ bleibt sich der Rhein-Sieg-Kreis treu, den Klimaschutz nachhaltig umzusetzen und die Lebensqualität der Menschen in unserem schönen Landkreis zu bewahren“, sagt Christoph Schwarz.

Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreises

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