Wechsel an der Spitze des Pfarreienrats Remagen
Engagiert für Kirche und Gemeinde
Ursula Gemein legt Amt als Vorsitzende nieder – Dr. Oliver Diehl einstimmig zum Nachfolger gewählt
Remagen. Ursula Gemein arbeitet seit vielen Jahren engagiert in ihrer Pfarrgemeinde St. Laurentius in Remagen-Oberwinter. So war sie Mitglied im damaligen Kirchenchor Oberwinter, wie sie auch im liturgischen Bereich als Lektorin und Kommunionhelferin aktiv ist. Gemeinsam mit Pfarrer Frank Klupsch riefen sie und ihr Ehemann Harald die zwischenzeitlich schon zur guten Tradition gewordenen Laurentiusabende ins Leben, bei denen die Eheleute Gemein immer einen besonderen kulinarischen Beitrag erbrachten. Viele Jahre war Ursula Gemein Mitglied im Pfarrgemeinderat St. Laurentius, bevor sie auch den Vorsitz des Gremiums übernahm. In der damaligen Pfarreiengemeinschaft Oberwinter, dem Zusammenschluss der Pfarrgemeinden mit St. Remigius (Unkelbach) und St. Gertrud (Oedingen) übernahm sie den Vorsitz im neugegründeten Pfarreienrat.
Als schließlich die beiden Pfarreiengemeinschaften Oberwinter und Remagen zusammengelegt wurden, wurde Gemein zur Vorsitzenden des Pfarreienrats Remagen gewählt. Engagiert nahm sie viele Aufgaben in Angriff, zeigte sich stets präsent in allen fünf Pfarrgemeinden und bemühte sich, die Pfarrgemeinden immer mehr zusammenzuführen.
Verlässliche Ansprechpartnerin
Großartig gelang ihr die Koordination von verschiedenen Interessen und auch Terminen. Besonders den Seelsorgern und dem Pfarrbüro war sie eine gute und verlässliche Ansprechpartnerin, auch was das Dekanat und das Bistum anging. Fronleichnamsfeste, Neujahrsempfänge, Klausurtagungen und vieles mehr – es gab nichts, wo sie nicht aktiv mitwirkte und sich auch persönlich einbrachte.
Nach über zwölf Jahren hat sie nun in der jüngsten Sitzung des Pfarreienrats Remagen, nachdem sie dies vorher auch schon im Pfarrgemeinderat St. Laurentius getan hatte, den Vorsitz niedergelegt. Eigentlich sollte ja die Zeit der alten Pfarrgremien mit der Gründung der „Pfarrei der Zukunft“ im Januar enden. Durch die vorläufige Aufhebung der Strukturreform im Bistum Trier wurden die Gremien aber gebeten, zunächst weiterzuarbeiten. Aus persönlichen Gründen kann Ursula Gemein jedoch nicht mehr zu Verfügung stehen.
Weiterhin „in Rufweite“
Bei der letzten Sitzung hat sie ihre Entscheidung, die ihr sichtlich schwerfiel, den Mitgliedern bei einem Glas Wein (Edition St. Laurentius) erläutert. Pastor Frank Klupsch, leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Remagen und Dechant des Dekanats Remagen-Brohltal, dankte ihr mit persönlichen Worten im Namen aller Anwesenden, aber auch im Namen der fünf katholischen Pfarrgemeinden im Stadtgebiet Remagen und aller Seelsorger für ihren unermüdlichen Einsatz. Tröstlich sei es, so Klupsch, dass Ursula Gemein weiterhin ansprechbar und „in Rufweite“ bliebe, dazu ihre Dienste am Altar in St. Laurentius auch zukünftig wahrnehmen werde. Herzlich umarmte der Pfarrer die scheidende Vorsitzende und überreichte ein Blumengebinde und einen Bildband.
Pastor Klupsch übernahm dann sogleich die Sitzungsleitung des Pfarreienrats und die Durchführung einer Neuwahl. Einstimmig wurde Dr. Oliver Diehl aus Oedingen, Vertreter des Kirchengemeinderats St. Gertrud, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Pastor Klupsch und alle Ratsmitglieder gratulierten dem neuen Vorsitzenden. „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit“, so Klupsch zu Oliver Diehl.
Der neue Vorsitzende bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und dankte nochmals seiner Vorgängerin. Weitere Sitzungsthemen waren dann unter anderem der Umgang mit der aktuellen Situation im Bistum Trier, der Rückblick auf Advent, Weihnachten, den Jahreswechsel in den Gemeinden, die gelungene Sternsingeraktion und die Ewig-Gebetstage in den Gemeinden. Um auch weiterhin gut miteinander auf dem Weg zu sein und die Übergangsphase zur Pfarrei der Zukunft gut zu gestalten, plant der Pfarreienrat im Frühjahr eine erneute Klausurtagung.
AB
