Allgemeine Berichte | 31.07.2018

Neuer Kunstrasenplatz in Westum eingeweiht

Engagierte Sportler erbrachten 100.000 Euro in Eigenleistung

Zahlreiche Bürger kamen zur Einweihungsfeier. RASCH

Westum. Für die Sportler des SV Rheinland Westum ging ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Mit einer kleinen Feierstunde wurde der neue Kunstrasenplatz im Murreland eingeweiht. Der Erlebnispark, wie die Westumer gerne ihren Sportplatz nennen, erhielt damit eine erhebliche Aufwertung und wurde auch zur Möhren- oder „Murre Arena“.

Doch bis das tief grüne neue Geläuf der Fußballer Realität wurde, war es ein langer und steiniger Weg. Fast 13 Jahre dauerte es vom allerersten Antrag bis hin zur Einweihung. Eine kleine Gedenktafel bringt die Gemütslage der Westumer Sportler wohl am ehesten auf den Punkt: “Auf diesen Tag haben wir alle lange gehofft und gewartet. Der Platz ist endlich grün und es ist unser Platz“, heißt es da.

Das Wortspiel mit der Murrearena brachte übrigens Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch ins Spiel. Der war ebenso zur Einweihung gekommen wie Fritz Langenhorst als Vizepräsident des Sportbundes, sowie der Vorsitzende des Fußballkreises Rhein-Ahr Dieter Sesterheim und Bürgermeister Andreas Geron.

„Es ist richtig gut geworden“ freute sich Westums Vorsitzender „Kalle“ Küpper. Im Mittelpunkt der Einweihung standen allerdings die vielen freiwilligen Helfer des Vereins. Denn zwar hat die Stadt Sinzig mit 585.000 Euro den neuen Platz finanziert, wie Bürgermeister Andreas Geron zu berichten wusste. Aber eine richtig starke Leistung haben die Westumer selbst abgeliefert. Denn nachdem das Land eine eigentliche Förderzusage über 100.000 Euro zurückgezogen hatte, erbrachte der Verein diesen Betrag in Eigenleistung. Rund 2000 Arbeitsstunden wurden in das neue Sportplatzgelände investiert. Der SV Westum machte sich mit der neuen Arena aber auch selbst ein vorgezogenes Geschenk. Denn im nächsten Jahr wird der Club 100 Jahre alt. In den Genuss des neuen Kunstrasens werden aber nicht nur die Westumer Sportler, sondern auch viele Löhndorfer Fußballer kommen. Denn seit Jahren gehen der SV Rheinland Westum und der TuS Löhndorf einen gemeinsamen und auch recht erfolgreichen sportlichen Weg. Küpper betonte, dass nach dem Baubeginn im Frühjahr 2017 das Projekt ohne die Hilfe der großen Sportlerfamilie niemals hätte umgesetzt werden können. Eingesegnet wurde die Anlage von Pastor Manfred Müller.

Aber nicht nur die Sportler freuen sich über den neuen Kunstrasen, sondern auch die Anlieger. Denn der alte Aschenplatz hatte durch eine grundsolide Staubentwicklung von sich reden gemacht. Vor allen Dingen Westums Ortsvorsteher Wolfgang Kistner weiß, wovon die Rede ist. Denn das Haus der Familie Kistner liegt ja direkt am Sportplatz. Und das „Staub schlucken“ ist für den Ortschef nun auch endgültig vorbei.

Obwohl noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind, hat der neue

Kunstrasen seine erste Bewährungsprobe bereits bestanden. Denn die Feuerprobe, die diesjährige Durchführung des Westumer Sportfestes, hat der Belag bereits schadlos überstanden. Zur Musik der MSB-Showband wurde in Westum noch lange gefeiert. Ganz am Rande wird der neue Kunstrasen auch einer ganzen Reihe weiterer Sinziger Sportler gute Dienste leisten, denn der SV Rheinland Westum verfügt ja über zwei Seniorenmannschaften in einer Spielgemeinschaft mit dem TuS Löhndorf sowie 16 Nachwuchsmannschaften im Rahmen einer Jugend-Spielgemeinschaft mit dem TuS Löhndorf und dem SC Bad Bodendorf.

Rund 45 Trainer und Trainerinnen sind für den Nachwuchs im Einsatz. Bei den Feiern im Murreland schwang eine gehörige Portion Stolz mit, dieses Projekt umgesetzt zu haben.

BL

Engagierte Sportler erbrachten 100.000 Euro in Eigenleistung
(v.l.) Karl Heinz Küpper, Andreas Geron.

(v.l.) Karl Heinz Küpper, Andreas Geron. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

(v.l.) Karl Heinz Küpper, Friedhelm Münch.

(v.l.) Karl Heinz Küpper, Friedhelm Münch. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Engagierte Sportler erbrachten 100.000 Euro in Eigenleistung

Zahlreiche Bürger kamen zur Einweihungsfeier. Fotos: RASCH

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