„Arbeitskreis Tourismus Engers“ und Gastronomie im Dialog
Engerser diskutierten über touristische Angebote
In der Versammlung wurde für eine angemessene Präsentation der Infrastruktur plädiert
Engers. Zu einer Versammlung über die touristische Zukunft des Neuwieder Stadtteils hatte der Arbeitskreis Tourismus Engers die Gastronomie aus der Alten Schlossstraße eingeladen.
Ebenso standen auch die Inhaber der in Engers befindlichen zehn Ferienwohnungen auf der Einladungsliste. Der Arbeitskreis wollte einen Überblick geben über die Chancen, die der Ort in den letzten Jahren erhalten hat, und wie sie genutzt werden sollen. Als Referenten konnten der Tourismusbeauftragte der Industrie- und Handelskammer Koblenz, Christian Dübner, und die Geschäftsführerin der rheinland-pfälzischen Tourismusregion „Romantischer Rhein“, Jeanette Dornbusch, gewonnen werden. Der Einladung auch gefolgt waren Ortsvorsteher Dieter Neckenig und die Engerser Stadträte Henning Wirges und Alfons Kessler.
Chancen wahrnehmen
Arbeitskreis-Vorsitzender Josef Kretzer freute sich über das Interesse der Vertreterinnen und Vertreter der Gastronomie und der Inhaberinnen und Inhaber von Ferienwohnungen. Er wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass durch die beiden in Engers vertretenen musikalischen Einrichtungen des Landes, die Villa Musica und die Landes-Musik-Akademie, sowie durch die Landestelle für Kabinenschiffe Destinationen entstanden seien, die es wahrzunehmen gelte und auf die man sich im eigenen Angebot einstellen könne.
Wenn man bedenkt, dass im Jahre 2017 allein die Landes-Musik-Akademie im Meisterhaus und in ihrem neu errichteten Gästehaus etwa 14.000 Übernachtungen zählte, dann ist das ein Potenzial, das auch auf den Ort und die örtliche Gastronomie ausstrahlt. Auch wenn die Tagungsgäste tagsüber in Kursen und Seminaren sind, durch die Einrichtung voll verpflegt werden, so sind die Abende doch meist auch Gelegenheiten, den Ort aufzusuchen.
Gäste sollen zum Verweilen eingeladen werden
Ähnlich sieht die Sache aus bei der Villa Musica. Auch die Stipendiaten wollen ihre Abende nicht immer in ihrer Schulungsstätte verbringen. Hinzu kommen die Anlandungen der Kabinenschiffe, von denen nicht nur Fahrgäste, sondern auch die Mannschaft gern einen Ausflug in den Landeort machen. Für das Jahr 2018 sind insgesamt 36 Anlandungen vorgesehen.
Neuwied hat jährlich eine Übernachtungszahl von etwa 73.000. Hierzu trägt der Stadtteil Engers knapp die Hälfte bei. Für Josef Kretzer sind diese Zahlen mit ein Grund, darauf hinzuweisen, dass es gilt, von städtischer Seite dazu beizutragen, dass der Ort sich in seiner touristischen Infrastruktur angemessen präsentiert. Aber auch das örtliche Angebot der Gastronomie sollte sich darauf einstellen. Hier muss eine „Willkommenskultur“ Platz greifen, die die Gäste zum Verweilen einlädt.
Vorschläge entwickelt
Der Engerser Ortsbeirat, der diesen Arbeitskreis einrichtete, hat hierzu Vorschläge entwickelt, wie zum Beispiel die Rheinfront durch eine angemessene Beleuchtung weiter aufgewertet werden kann. Josef Kretzer kämpft seit dem Jahre 2007 darum, dass der Graue Turm farbig illuminiert wird, aber beide Vorhaben sind bislang von der Verwaltung in Neuwied nicht verwirklicht. Dabei wäre mit der beleuchteten Schlossfassade eine solche Kulisse für die mit dem Schiff reisenden Gäste ein willkommener Grund, auszusteigen und in diesen Ort zu gehen.
Ein Ergebnis der Diskussion in der Versammlung war dann auch die Absicht, mit der Stadtverwaltung ein gemeinsames Gespräch zu führen, denn es stehen noch weitere Anliegen auf der Engerser Agenda, die den Tourismus in der Innenstadt und dem Stadtteil betreffen. Hierzu gehört der Ausbau der Parkplätze, aber auch die Gestaltung der Wander- und Radwanderwege, wie zum Beispiel der „Zuweg“ zum Rheinsteig und der Planetenweg.
Flyer für die Beherbergungsbetriebe
Für die Beherbergungsbetriebe, Hotels und Ferienwohnungen hat der Arbeitskreis bereits eine Sammlung von Flyern und Informationsbroschüren zusammengestellt, die den Betreibern in Kürze in der erforderlichen Anzahl ausgehändigt werden, mit denen die Gäste auch auf Sehenswürdigkeiten, Museen und Ausflugsziele in Neuwied hingewiesen werden. Jeanette Dornbusch wird diese Sammlung noch ergänzen mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen in der Umgebung.
Dieser Dialog mit den Anbietern soll vom Arbeitskreis künftig fortgeführt werden, wobei es dann um die möglichen örtlichen Angebote wie Nachtwächterführungen, auch in englischer Sprache, gehen soll, aber auch um Gestaltungsmöglichkeiten in der Außengastronomie.
