Der Weisse Ring informiert - Prävention, Opferschutz, Cybersicherheit
Enkeltrick, Romancing und weitere Betrugsmaschen
Kaisersesch. „In Deutschland wurden im vergangenen Jahr rund fünf Millionen Straftaten zur Anzeige gebracht und vermutlich ist die Dunkelziffer noch einmal genauso hoch“, berichtet Gabi Jahnen, stellvertretende Landesvorsitzende Weisser Ring. Sie führt im Auftrag des gemeinnützigen Vereins regelmäßig Informationsabende durch, in denen Prävention, Opferschutz und hilfreiche Unterstützung im Bedarfsfall oberste Priorität genießen. „Ein Großteil derjenigen die bevorzugt Opfer von Straftaten werden, sind betagte Menschen, die immer wieder dreisten Trickbetrügern oder Dieben auf den Leim gehen“, so Jahnen bei ihrem Einstieg in einen Informationsabend für Seniorinnen und Senioren. Der findet im Kaisersescher Mehrgenerationenhaus (MGH) statt, zu dem sich zur Wochenmitte zahlreiche Zuhörer eingefunden haben. Als Fachreferenten konnte Gabi Jahnen mit Hans-Bernd Hornbach und Bruno Müller zwei Digitalbotschafter der Verbandsgemeinde Kaisersesch gewinnen, die bezüglich der heute verbreiteten und permanent zunehmenden Cyberkriminalität aufklären. „Wie kann ich sicher online einkaufen, und was ist eine Spam- und Phishing-Mail“, sind die Themen, die Hornbach zu Sprache bringt und dahingehend mit den richtigen Ratschlägen für die eigene Sicherheit aufwarten kann. Diesbezüglich berichtet er nicht nur über die Internet-Tricks der Straftäter zur Erlangung persönlicher Daten, die in der Folge durch verbotene Verwendung herbe finanzielle Nachteile für die Geschädigten bedeuten können, sondern er weiß sich auch mit den richtigen Verhaltenstipps Gehör zu verschaffen, mit denen man bereits im Vorfeld solche stets nachteiligen Cyberangriffe abwehren kann. Oberste Prämisse: „Klicken Sie keinen Link an und öffnen Sie nie einen Anhang. Mails, deren Absender Sie nicht kennen, sofort löschen, und geben Sie niemals Ihre PIN oder Passwörter ein! Ist man dann tatsächlich Opfer einer Betrugsmasche im Internet geworden, die Täter drohen hier u.a. mit Sperrung Ihres Accounts oder Geldeintreibung durch Inkassobüros, sollten Sie unbedingt Strafanzeige bei der Polizei erstatten.“ Auch Bruno Müller referiert über „Cybersicherheit“ und macht die Besucher mit praxisbezogenen Informationen und wichtigen Ratschlägen für einen sicheren Umgang mit dem Internet vertraut. „Ob nun beim Einkaufen oder in den Sozialen Netzwerken, sobald Sie das Internet nutzen, hinterlassen Sie Datenspuren und geben in gewissem Maße damit Ihre digitale Identität preis“, so Müller, wobei er auch auf die App-Problematik bei der Nutzung eines Smartphones eingeht. „Laden Sie nur Apps herunter, die Sie wirklich benötigen und achten Sie auf Datensicherheit, die über die Funktion „Einstellungen“ leicht zu regulieren sind!“ Franz-Josef Brengmann, Seniorensicherheitsbeauftragter der VG Kaisersesch, versucht, in seinen Ausführungen eine gewisse Sensibilität für die eigene Sicherheit beim täglichen Umgang mit dem/den Fremden bei den Seniorinnen und Senioren zu entwickeln. Diesbezüglich verweist er auf die nach wie vor verstärkt auftretenden Betrugsstraftaten wie „Romancing“, „Enkeltrick“ oder den „Trick nach einem Bankbesuch“. Während beim „Romancing“ immer wieder weibliche wie männliche Straftäter versuchen, im Rahmen einer Partnerschaft oder Liebesbeziehung an das Geld der Opfer zu gelangen, wird beim „Enkeltrick“ die angeblich missliche Lage eines Verwandten angegeben, die nur bei Bereitstellung eines gewissen Geldbetrages behoben werden kann. Hier wird generell geraten, keinesfalls auf solche Anrufe einzugehen und umgehend die Polizei über den Inhalt des Gespräches in Kenntnis zu setzen. Die Nummer des Anrufers auf keinen Fall zurückrufen und auch nicht aus dem Speichermedium „Anrufliste“ löschen, sie kann später einen wertvollen Ermittlungsansatz für die Polizei bedeuten. Besonders dreist gehen manche Trickbetrüger vor, indem sie sich als angebliche Polizeibeamte in Zivil ausgeben. Dabei haben sie im Vorfeld betagte Menschen beim Geldabheben in einer Bank beobachtet, um diesen dann nach Hause zu folgen. Hier versuchen sie sich mit irgendwelchen Fantasie-Dienstausweisen als Kriminalbeamte zu legitimieren und geben u.a. an, man müsse das soeben von der Bank abgehobene Geld sicherstellen da es Falschgeld wäre - eine Entschädigung mit echtem Geld würde durch die Bank direkt im Anschluss erfolgen. Auch der angebliche Anruf der Polizei, es stünde ein Einbruch im Anwesen der betagten Person bevor, und man würde Geld und Schmuck abholen und in Sicherheitsverwahrung nehmen, ist ein oft erfolgreich genutzter Betrugsversuch. Tatsächlich ist dann im Display des Telefons auch die Telefonnummer 110 zu erkennen. Hier gilt laut Brengmann generell: „Die dort, angezeigte Nummer ist nicht echt sondern von den Anrufern gefälscht - die Polizei ruft niemals Bürgerinnen und Bürger an, um bevorstehende Straftaten anzukündigen oder Geld, Schmuck oder sonstige Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen!“ Doch sind kriminelle Handlungen wie diese nicht die einzigen. Dazu gehören auch Überfall, Einbruch und Diebstahl. Selbst wenn man nicht Opfer einer Straftat wurde, sondern diese nur im regionalen Umfeld mitbekommen hat, ist das persönliche Sicherheitsgefühl oftmals stark beeinträchtigt. Ein guter Kontakt zur Nachbarschaft und zu den Sicherheitsbeauftragten der Verbandsgemeinden kann hier sehr hilfreich sein. Natürlich hilft auch die örtliche Polizei und die Geschäftsstelle vom Weissen Ring. TE
Gabi Jahnen, stellvertretende Landesvorsitzende vom Weissen Ring, hatte zu einer Infoveranstaltung ins MGH Kaisersesch eingeladen.
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