Städtische Bewegungskita Sankt Anna
Entdeckungen in der Bundeskunsthalle
Vorschulkinder zeigten großes Interesse an Ausstellung „The Playground Project“
Remagen. Besorgte Blicke des Sankt-Anna-Teams am Morgen zum Himmel: Nur bei trockenem Wetter würde das Dach der Bundeskunsthalle geöffnet werden. Doch Petrus hatte ein Einsehen, der nächtliche Regen hörte pünktlich auf und so konnte es am 25. Oktober losgehen zur Bundeskunsthalle in Bonn. Dort waren die Vorschulkinder der Städtischen Bewegungskita Sankt Anna für die Ausstellung „The Playground Project“ angemeldet.
Mit dem Zug dorthin zu fahren war für einige Kinder bereits ein Abenteuer. Der Weg vom Bahnhof zum Museum war zum Glück nicht weit. Am Ziel angekommen staunten alle Kinder über die Riesenrampe auf dem Außengelände. Sie gehörte schon zur Ausstellung und lud zum Rennen und Klettern ein. Das machte auch ohne Skateboard großen Spaß. Nach einem Frühstück zum Kräftesammeln im Foyer des Museums wurde es noch spannender. Die Kinder und ihre Erzieherinnen stiegen der Bundeskunsthalle „aufs Dach“. Dort oben in luftiger Höhe waren viele Stationen zum Mitmachen für Groß und Klein aufgebaut. Die beteiligten Künstler hatten sich mit dem Thema Kunst und Spiel auseinandergesetzt. So waren Dreier-Schaukeln mit unterschiedlich langen Befestigungsketten entstanden, ein künstlicher Felsen mit einer Höhle darin, eine Bowlingstation auf einem Teppich, Basketballkörbe als Standorte der größten Städte in NRW, Tischkickerspiele mit rein weiblicher Besetzung, ein Karaoke-Container zum Tanzen und Mitsingen und nicht zuletzt ein Riesentisch voll weißer Legosteine. Hier entstanden durch die Hände der Kinder draußen unter freiem Himmel fantasievolle Türme und Gebäude, eine Stadt ganz in weiß.
Doch auch ein Innenbereich innerhalb der Bundeskunsthalle gehörte mit zum Ausstellungskonzept. Zentral in der Mitte dieses Raumes lud der gelb- und orangefarbene „Lozziwurm“ eines Schweizer Künstlers zum Klettern ein. Sowohl von innen als auch von außen tobten die Kinder nach Herzenslust auf diesem Kunstwerk aus einer dicken, langen Kunststoffröhre mit Kurven und Guckfenstern herum, Nervenkitzel war dabei garantiert. Außerdem gab es drinnen ein Karussell, ein Klettergerüst mit Leitern und gebogenen Stangen, Wackelinseln und eine, von den Sankt-Anna-Kindern allerdings nicht genutzte, Kuschelecke zum Ausruhen unter einem Baumhaus.
Rechtschaffen müde saßen sie deshalb nach drei Stunden Spiel und Bewegung wieder im Zug nach Remagen.
Aber der Besuch dieser Ausstellung war wirklich cool, darin waren sie sich alle einig.
Die „Dreier-Schaukeln“ auf dem Dach erlangten schnell die Aufmerksamkeit der Kinder.
