Allgemeine Berichte | 04.04.2018

Swisttaler CDU - seit 16 Jahren durch die deutschen Bundesländer

Entdeckungsreise im Saarland

Vizepräsidenten des Landtags, Günther Heinrich, MdL bot sich als Redner und Gesprächspartner zum politischen Gespräch an

55 CDU Mitglieder und Freunde auf der 16. Reise der CDU Swisttal durch die Bundesländer.privat

Swisttal. In 15 Fahrten mit Reiseleiter Franz Moderow aus Swisttal-Odendorf erkundete die Swisttaler CDU nach der Wiedervereinigung Land und Leute, Landschaften und Kulturerbe der neuen Bundesländer. Die 16. Reise sollte den Swisttalern das Saarland näher bringen. Mit den neuen Bundesländern hat es eins gemein: Das Saarland wurde nach der Ablehnung des „Saarstatuts“ durch ein 2/3 Votum der Bürger 1955 in den beiden Folgejahren als 10. Bundesland mit der Bundesrepublik wieder vereinigt. Das war ein vorläufiger Schlusspunkt in der wechselvollen Geschichte des Landes.

Das Saarland

Das Saarland liegt am Rande Deutschlands und weckte lange Zeit die Begehrlichkeiten des mächtigen Nachbarn Frankreich. In Saarlouis ist heute noch zu sehen, wie Ludwig XIV., der Sonnenkönig, sein Herrschaftsgebiet nach Osten ausdehnte. Durch seinen Festungsbaumeister Vauban ließ er hier eine neue Festung errichten, die mit riesigen Kasematten, Forts und tiefen Gräben noch heute als gewaltiges Bollwerk sichtbar ist. Heute haben sich in einigen der Kasematten und Vorwerke Gaststätten eingerichtet, die von den Swisttalern ausgiebig und erfolgreich getestet wurden. Mit der französischen Revolution 1789 und der folgenden napoleonischen Zeit geriet das Saarland ganz unter napoleonischen Einfluss. Es wurden z. B. Kirchen und Klöster aufgelöst, die Klostergebäude verstaatlicht und schließlich versteigert. So kamen die Klosteranlagen in Mettlach in privaten Besitz und sind seit 1837 Zentrum des weltweit agierenden Familienunternehmens Villeroy & Boch. Hier konnte die Reisegruppe in dem herrschaftlichen wirkenden barocken Bau die Produkte dieser Porzellanmanufaktur von ihren Anfängen an bewundern und sich anschließend im Mettlacher Outlet das häusliche Porzellan ergänzen. Aber im großen Park war mit dem „alten Turm“ das wohl älteste, ottonische Bauwerk des Saarlands zu sehen. In dieser achteckigen Marienkirche ward Luitwin begraben, der bereits Ende des 7. Jahrhunderts hier das Kloster, eine Benediktinerabtei gründete und später Erzbischof von Trier wurde. Wenn Mettlach wegen seiner Porzellanmanufaktur heute bekannt ist, so war es im Mittelalter als Klosterschule über Landesgrenzen hinaus berühmt.

Metz, die lothringische Hauptstadt

Der deutsch-französische Krieg, der 1871 mit der Kaiserkrönung in Schloss Versailles zu Ende kam, sah eine Ausdehnung des wilhelminischen Deutschen Reiches nach Westen. Das hat architektonischen Spuren in Metz, der lothringischen Hauptstadt, hinterlassen. Die preußische Handschrift lässt sich an dem pompösen Bahnhof und der Sandstein-Kirche neben dem Soldatentheater an der Mosel ablesen. Aber das Hauptaugenmerk der Swisttaler Reisegruppe galt der gotischen Kathedrale St. Etienne, an der über dreihundert Jahre lang gebaut wurde und sowohl durch das hohe Mittelschiff, als auch durch die riesigen Fensterflächen beeindruckt. Auch Mark Chagall hat sich in zwei Fenstergruppen mit seinen leuchtenden Farben ein Denkmal gesetzt. Zudem birgt die Stadt die einzige noch erhaltene Templerkirche.

Völklinger Eisenhütte

Seit dem 18. Jahrhundert ist die industrielle Revolution auch im Saarland im Vormarsch. Hier an der Saar kommen Eisenerz und Kohle vor. Ein Hüttenwesen von nicht geahnter Größe entwickelte sich von Dillingen bis Völklingen und Saarbrücken. Das Tal der Saar ist bedeckt mit Industrieanlagen. Bekannt als Weltkulturerbe der UNESCO ist die Völklinger Eisenhütte, die aus aller Welt, so auch aus Swisttal, Besucher anlockt. Hier vor Ort wird gezeigt, welche Ingenieur- und Arbeitsleistungen in diesem Industriezweig bereits vor 140 Jahren erbracht wurden. Die Idee einer Kreislaufwirtschaft wird deutlich mit Luftmaschinen, Nutzung der Abgase als Brennstoff, Förderanlagen für Kohle und Erz hinauf in den Hochofen, die Sinteranlagen, um die Reste von Eisenerz im anfallenden Staub zu nutzen, und das Eisen weiter zu hochwertigem Stahl zu veredeln. Die Völkinger Hütte ist „nur“ noch Museum und Ausstellungsgelände. Aber in modernen Anlagen in Völklingen und Dillingen wird heute noch Stahl mit hoher Qualität erzeugt und weltweit nachgefragt.

Blick auf Saarbrücken

Vom Hochofen aus hatten die Besucher auch einen Blick auf die Landeshauptstadt Saarbrücken. Heute ist sie nicht nur durch die Saar durchschnitten, sondern auch durch die Autobahn. Um die Stadt als Einheit zu erleben, sind viele Brücken erforderlich. Die ehemalige Residenzstadt wird durch das auf dem Berg gelegene Schloss geprägt. Als architektonisches Gegengewicht ist die von Friedrich Joachim Stengel errichtete evangelische Ludwigskirche zu sehen. Es ist kein üppiger, farbenprächtiger Bau wie etwa die Wieskirche in Bayern, sondern im Innern herrscht bis in die Bänke ein spartanisches Weiß vor. Stengel war darüber hinaus Stadtplaner und hat Saarbrückens Aussehen neu geprägt. Zerstörungen im Krieg haben seine planerische Gesamtsicht verwischt.

Neben dem Schloss mit seinem modernen Mittelbau hat sich das Historische Museum eine Bleibe geschaffen. Die Ausstellungskonzeption erinnert an Bonns Haus der Geschichte. In diesem saarländischen Neubau mit Zugängen zu den Untergeschossen des Schlosses konnten die Swisttaler nicht nur berühmt gewordene Saarländer bewundern, sondern hautnah und in lebhaften Bildern die jüngere Geschichte des Saarlandes nachempfinden. Da sind der Erste Weltkrieg und die Zeit unter dem Regime des Völkerbundes dokumentiert. Dann die Volksabstimmung 1935 mit 90 Prozent für Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg die französische Besatzung und Abstimmung über das Saarstatut, dass dem Saarland Eigenstaatlichkeit und europäische Institutionen zugesichert hätte. Aber mehr als 66 Prozent Saarländer lehnten das Saarstatut ab, sodass als politische Konsequenz die Eingliederung in die Bundesrepublik folgte.

Das klare Votum 1935 für Deutschland belohnte das Hitlerregime mit dem Bau des heutigen Staatstheaters mit seinem markanten Säulenumgang, in dem die Swisttaler die künstlerische Würze einer jeden CDU Reise mit einem modernen und mehr klassischen Tanztheater zu sehen, und zu hören bekamen.

Traditionell für eine CDU Reise ist auch das politische Gespräch. Das Saarland bot den Vizepräsidenten des Landtags, Günther Heinrich, MdL, als Redner und Gesprächspartner an, ein den Swisttaler hochwillkommener Gast. Er machte deutlich, dass das Saarland fest in der bundesdeutschen Wirklichkeit verankert ist, gerne sich als Brückenland zu Frankreich und Europa sieht, die Schulden zur Überbrückung des Strukturwandels geduldig mit sich trägt, der Saarländer heimatstolz ist und die saarländische CDU alles dafür tut, um im Bund die CDU wieder stark zu machen, selbst ihre erfolgreiche Ministerpräsidentin nach Berlin ziehen lässt.

Die berühmte Saarschleife

Bei einer Reise ins Saarland darf eins nicht fehlen: Der Blick auf die berühmte Saarschleife. Dazu gibt es heute den einmaligen Baumwipfelpfad, der sich über 1.250 Meter zum ovalen Aussichtsturm in 42 m Höhe schlängelt. Von dort oben liegt zu Füßen die Saar, die sich um Bergrücken windet. Gelegentliche sieht man sogar Flussfische aufblitzen und hat einen grandiosen Blick in die weite saarländische Berg- und Hügellandschaft, die zunehmend von Wanderern bevorzugt wird. Franz Moderow hatte in seinem Reiseplan aber noch zwei Appetitmacher für die 55 CDU Teilnehmer eingebaut. Ein Abstecher nach Luxemburg mit seinen großherzoglichen Bauten, der europäischen Ausrichtung, den teuren Immobilien und dem Beharren auf Eigenstaatlichkeit. Wenige Stunden reichen für diese Stadt nicht aus. Genauso ist es mit Trier, das auf der Rückreise „mitgenommen“ wurde. Auch hier konnte nur der Appetit auf mehr von der einstigen römischen Metropole an der Mosel mit nach Swisttal genommen werden.

Pressemitteilung

CDU Swisttal

55 CDU Mitglieder und Freunde auf der 16. Reise der CDU Swisttal durch die Bundesländer.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Gesundheit im Blick
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Gesundheit im Blick // Anzeige Kinder
Minijob
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Pädagogische Fachkraft (w/m/d)
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
301

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
128

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
42

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
41

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Hausmeister, bis auf Widerruf
Maifest in Gönnersdorf
Maifest Gönnersdorf
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Tank leer?
Biker Segnung
Gesundheit im Blick
Verwaltung Immobilien
Servicemitarbeiterin
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Maifest Dedenbach
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Maifest in Dedenbach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr