Allgemeine Berichte | 16.04.2019

Gründungstreffen einer Selbsthilfegruppe für Angehörige zum Thema Borderline

Erfahrungen miteinander teilen

Puderbach. Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden. Sie sind impulsiv, ihre zwischenmenschlichen Beziehungen, ihre Stimmungen und ihr Selbstbild sind instabil. Weit mehr als Gesunde erleben an Borderline Erkrankte negative und positive Gefühle so intensiv, dass sich diese Störung auch in ihrem Verhalten zeigt. Als Auswirkung hiervon kommt es oft zu Depressionen und auch zu selbstverletzendem Verhalten. Borderline Erkrankte und Iihre Angehörige sind aufgrund dieser besonderen Situation oftmals einer starken Belastung und Sorge ausgesetzt.

Borderline Angehörige wissen selten, wie sie mit den Problemen des Betroffenen richtig umgehen können, versuchen zu helfen doch schlagen oft die falschen Wege ein, kritisieren sich selber und laufen Gefahr, ebenfalls einer zu starken psychischen Belastung ausgesetzt zu werden, die nicht selten in psychischer Instabilität und Folgeerkrankungen, etwa Depressionen oder eigene Persönlichkeitsstörungen, endet. Um dem vorzubeugen, ist es besonders wichtig, dass Borderline Angehörige sich mit dem Krankheitsbild auseinandersetzen, dieses verstehen und lernen, damit umzugehen.

Auf Anregung von einer betroffenen Angehörigen möchte die Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe in Kooperation mit dem Diakonischen Werk eine Selbsthilfegruppe zum Thema „Borderline für Angehörige“ gründen.

Am Dienstag, den 07. Mai findet um 18 Uhr das Gründungstreffen im Diakonietreff, Mittelstr.18, 56305 Puderbach statt.

In dieser Selbsthilfegruppe können sich Interessierte in einem geschützten Rahmen über die Auswirkungen der Erkrankung austauschen. Sie teilen Strategien, um sich gegenseitig zu unterstützen und führen gemeinsame Aktivitäten zur Erhaltung und Wiedererlangen Ihrer eigenen Kraft und Lebensenergie durch.

Hier soll Angehörigen die Möglichkeit gegeben werden, in einem geschützten Rahmen über Erlebtes zu sprechen und in regelmäßigen Treffen aufzuarbeiten. Der Austausch untereinander und die Erfahrung, nicht allein mit seinen Problemen zu sein, ist oft eine große Hilfe bei der Bewältigung. Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte sind herzlich willkommen. Nähere Auskünfte erteilt Frau Essen (Gruppenleitung) unter 0178/2042558 oder bei NEKIS, Jens Arbeiter unter tel. 02631 / 803 797 oder per mail nekis.caritas@kreis-neuwied.de.

Wer zum Gründungstreffen nicht kommen kann, ist zum zweiten Treffen am 21. Mai um 18 Uhr in die Räumlichkeiten des Diakonietreffes herzlich eingeladen. Weitere Treffen finden jeweils dienstags in der 2. und 4. Woche außerhalb der Ferien statt.

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