Neuwieder Vertreterinnen beim Bundeskongress der Frauenselbsthilfe Krebs
Erfahrungsaustausch in Magdeburg
Neuwied. Hunderte in der Krebs-Selbsthilfe engagierte Menschen reisten aus ganz Deutschland nach Magdeburg, um am Bundeskongress der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) teilzunehmen. Die FSH ist Deutschlands größte Krebs-Selbsthilfeorganisation. Auch zwei Vertreterinnen des Gruppenleitungsteams aus Neuwied waren dabei.
Die dreitägige Veranstaltung beinhaltete neben der Mitgliederversammlung auch Fortbildungen und Netzwerkmöglichkeiten. Experten aus den Bereichen Onkologie und Gesundheitspolitik besuchten den Kongress. Die Veranstaltung wurde mit Grußworten von Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, sowie Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe, eröffnet.
„Für uns ist das Treffen in Magdeburg ein wichtiger Termin“, erklärt Judith Spohr, Leiterin der Gruppe Neuwied, die selbst eine Krebserkrankung überstanden hat. „Die Veranstaltung bietet uns nicht nur spannende Vorträge und Workshops, sondern auch die Gelegenheit, mit anderen Gruppenleitungsteams Erfahrungen und Tipps für die Selbsthilfearbeit auszutauschen“
Ein Schwerpunkt der diesjährigen Tagung waren psycho-onkologische Themen. Es wurde zum Beispiel darüber diskutiert, welche Unterstützungsmöglichkeiten und Strategien es für Menschen mit Krebs gibt, um einen guten Umgang mit der Erkrankung zu finden. Zudem wurden Vorträge zu aktuellen Entwicklungen in der Medizin und zu speziellen Aspekten der Selbsthilfearbeit angeboten.
Unterstützung für viele
In Deutschland werden jährlich mehr als 30.000 Betroffene in den Gruppen der FSH unterstützt, informiert und begleitet. Zusätzlich zu den regelmäßigen Gruppentreffen und einer Telefonberatung durch geschulte Mitglieder werden auch verschiedene Online-Angebote, wie ein moderiertes Forum im Internet und moderierte Online-Selbsthilfetreffen, angeboten.
„Unsere Online-Angebote sind sehr wichtig und hilfreich, doch die Selbsthilfe von Angesicht zu Angesicht kann durch nichts ersetzt werden“, so Judith Spohr. „In den Gruppen vor Ort vermitteln wir Neuerkrankten auf vielen unterschiedlichen Wegen Hoffnung und Zuversicht. Wir zeigen, dass der manchmal schwierige Weg durch die Erkrankung nicht allein gegangen werden muss. Und das Wichtigste: Die Lebensfreude steht bei all unseren Aktionen im Vordergrund.“
Monatliche Treffen in Neuwied
Menschen mit einer Krebserkrankung können jederzeit zu einem der monatlichen Treffen der FSH-Gruppe Neuwied kommen. Die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich. Die Gruppe Neuwied trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Friedrich-Spee-Haus, Wilhelm-Leuschner-Str. 5, 56564 Neuwied.
Bei Fragen können folgende Kontaktdaten genutzt werden: Judith Spohr (+491727899439, js-fsh-neuwied@web.de) und Sharon Ulrike Dersche (+491702400898, rose-fsh-neuwied@magenta.de). BA
