Band mit Wurzeln im Puderbacher Land wurde im Alten Bahnhof gefeiert
Erfog von „Random“ ist kein Zufall
Erlös geht an die Jugendpflege Puderbach
Puderbach. Das englische „random“ bedeutet übersetzt zufällig, willkürlich, plan- oder ziellos. Für die Musikgruppe „Random“ um Frontmann Michael Thees treffen diese Bezeichnungen eher nicht zu. Höchstens die Wahl ihrer Musikstile und -stücke könnte man mit „random“, aber eher im Sinn von „vielfältig“ charakterisieren. Plan- und ziellos sind die Musiker jedenfalls nicht, die am Samstagabend wieder mal in Puderbach im Alten Bahnhof spielten,
bereits zum achten Mal, und deshalb auch unter dem passenden Slogan „Wieder hier“. Der Erlös des Konzerts, organisiert von der Projektgruppe Jugend, Kultur & Soziales der VG
Puderbach, geht - wieder mal bei einem Konzert dieser Gruppe - an die Jugendpflege in Puderbach.
Kein Zufall ist es auch, dass die Konzerte von „Random“
grundsätzlich ausverkauft sind. Die Gruppe mit Ursprüngen im Puderbacher Land hat hier ihre treuesten Fans. „Mir gefällt die Authentizität der Gruppe“, sagt Marie-Luise Schreiber aus Udert. „Man merkt, dass die Bandmitglieder überzeugt sind von dem, was sie singen. Da sind auch kritische Sachen dabei. Rhythmisch ist die Gruppe sehr stark, sehr professionell und die Stimmen gefallen mir.“ Sogar über die Musik hinaus gibt es Verbindungen zwischen Mitgliedern der Band und Fans im Publikum, manches sind Freundschaften, manche waren politische Weggefährten. Monika Groß aus Steimel, die zusammen mit Marie-Luise Schreiber zum Random-Konzert in
den Alten Bahnhof gekommen ist, bestätigt die Aussagen ihrer Freundin: „Die Musik gefällt mir einfach klasse. Ich bin schon zum dritten Mal zu einem Konzert von Random hierhin gekommen. Mir gefällt auch, dass die Bandmitglieder hier aus der Region kommen. Man kennt sich schon fast persönlich und kann ganz normal mit denen reden.“
Die Projektgruppe hatte in ihrer Ankündigung nicht zu viel versprochen: „Unter dem Motto `Wieder hier` wird den Gästen mit Cello, Bass, Mandoline und Gitarre eine eindrucksvolle Vielfalt an Songs präsentiert, die einmalig im Bahnhof Puderbach erklingen. Melanie Kaul, nach 2017 erneut mit dabei, wird mit ihrem Gesang die Zuhörer wieder verzaubern. Random hat wieder einmal ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und arrangiert, lassen Sie sich auf diese musikalische akustische Reise mitnehmen. Wie in den vergangenen Jahren spielen Random and friends wie gewohnt live, unplugged und hautnah.“ Und für den karitativen Eintrittspreis wurde den Besuchern viel geboten, nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ. Nahezu drei Stunden lang verwöhnte die Band in unterschiedlichen Zusammensetzungen ihr Publikum mit bekannten, melodischen und neuen Liedern. Sogar an einen Ed Sheeran-Titel („Perfect“) traute sie sich, mit Michael Thees und Melanie Kaul im Duett singend. Für viele im Saal ein echter Gänsehaut-Moment.
Deutsche Titel, von „Pur“ und von Udo Lindenberg brachte „Random“ genauso originell rüber wie Stücke von internationalen Interpreten: „Nights in White Satin“ von den „Moody Blues“ waren dabei, „Hotel California“ von den „Eagles“, „The Rose“ von Bette Midler oder Country-Titel. Und das alles mit gesanglich und instrumental verteilten unterschiedlichen Rollen. Mal mit Melanie Kaul am Mikro, mal mit Johannes Winkler am Cello. Hans-Peter Weiß, Michael Thees und Harald Lambertz ergänzen die Gruppe zum Quintett. „Angefangen haben wir zu Zweit als Duo, der Harald Lambertz und ich“, sagt Band-Chef Michael Thees. 2004 war das. Der Alte Bahnhof in Puderbach ist eine Art Heimspiel für Random: „Wir machen das sehr exklusiv für die Leute hier“, sagt Michael Thees, der 25 Jahre in Muscheid gelebt hat und mit der Region eng verwurzelt ist. Sein Kollege Harald Lambertz wohnt in Steimel, Melanie Kaul in Bauscheid. „Random“ ist vielleicht ein Zufall, aber ganz sicher ist Random ein Produkt der Kulturszene rund um Puderbach.
Gänsehaut-Momente erlebten die Besucher des Konzerts bei Liedern wie „Perfect“ von Ed Sheeran, das Melanie Kaul und Michael Thees im Duett sangen.
Der Sohn von Cellist Johannes Winkler hatte am Tag des Konzerts Geburtstag. Das Publikum sang ihm zu Ehren ein Lied.
