Allgemeine Berichte | 30.09.2021

Gymnasium im Kannenbäckerland

Erfolgreiche Juniorwahl

Der Wahlvorstand setzte sich aus dem Leistungskurs Sozialkunde 11G8 zusammen. Foto: privat

Höhr-Grenzhausen. Knapp 1,4 Millionen Schülerinnen und Schüler von über 4500 Schulen in ganz Deutschland machten mit - und auch das Gymnasium im Kannenbäckerland war bereits zum siebten Male mit dabei: Die Stufen 9 bis 12 waren eingeladen, sich an der Juniorwahl zu beteiligen, dieses Mal parallel zur Bundestagswahl 2021.

Vorbereitet wurde die Wahl von den Kolleginnen der Fachschaft Sozialkunde im Unterricht. Hierbei beschäftigte man sich unter anderem mit den Parteien, den Kandidaten und nicht zuletzt mit dem Wahlsystem. Die Themen des Wahlkampfes wurden unter die Lupe genommen und auch die Tools Wahl-o-mat und Wahlswiper kamen mitunter zum Einsatz.

Die persönlich adressierten Wahlbenachrichtigungen wurden rechtzeitig vor dem Wahlakt über die Klassen- und Stammkursleitungen an alle wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler zugestellt.

Für die Werbung, das Wahlrecht wahrzunehmen, sorgten die engagierten Schülerinnen und Schüler des Wahlvorstandes: Auffällige und sehr gelungene Plakate wurden rechtzeitig vor der Juniorwahl als Blickfang entlang der Laufwege der Schülerschaft platziert.

Traditionell finden die Juniorwahlen in der Woche vor den eigentlichen Wahlen statt. Am GiK war der Wahltag deshalb bereits am 20. September. Entsprechend der Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen wurde der Mehrzweckraum frühzeitig entsprechend umgestaltet. Unter Einhaltung eines Einbahnstraßen-Systems entstand ein ansprechendes Wahllokal mit mehreren Wahlkabinen, die Wahlzeiten waren für die verschiedenen Stufen gestaffelt.

206 Schülerinnen und Schüler des GiK waren schließlich eingeladen, ihre Stimme abzugeben. 73,3 % nutzten dieses Recht, darunter auch viele bereits volljährige Schülerinnen und Schüler. Manche „opferten“ dafür sogar einen Teil ihrer Mittagspause, vor allem der Wahlvorstand.

Durchgeführt wurde die Simulation nach den Regeln der „echten“ Wahl: Die Wahlwilligen mussten die Wahlbenachrichtigung und ihren Ausweis vorlegen, bekamen einen Stimmzettel, gingen in eine Wahlkabine und warfen den Stimmzettel nach der geheimen Wahl in eine Wahlurne, die vom Wahlvorstand gut gehütet wurde.

Wer keinen Ausweis vorlegen konnte, musste dem Wahlvorstand persönlich bekannt sein, wobei auch Lehrkräfte gelegentlich als „Zeugen“ behilflich waren.

Die Kolleginnen der Fachschaft Sozialkunde zeigen sich sehr erfreut über die zuverlässige und selbstständige Arbeit des Wahlvorstandes, der sich aus Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses Sozialkunde 11G8 zusammensetzte, betreut von ihrer Lehrerin Frau von Varga.

Federführend übernahmen diese die Organisation und Durchführung der Wahl, wozu natürlich auch das anschließende Auszählen gehörte. Dabei konnte praktisch erfahren werden, dass notwendige Genauigkeit und Eindeutigkeit manchmal für den Wahlvorstand leider auch Mehrarbeit und erneutes Auszählen bedeutet, denn die „offiziellen“ Regeln müssen eben auch bei der Juniorwahl beachtet werden.

Gar nicht leicht, so etwas in knapp bemessener Zeit ohne Chaos zu bewerkstelligen - aber auch diese Herausforderung wurde gemeinsam bewältigt.

Nun galt es nur noch, das Wahlergebnis bis zum Wahlsonntag, 18 Uhr, geheim zu halten, da erst dann die Ergebnisse offiziell unter www.juniorwahl.de/juniorwahl-btw-2021.html veröffentlicht wurden und im Nachhinein noch einsehbar sein werden.

Dafür werden die fleißigen Wahlhelfer demnächst mit einer Juniorwahl-Urkunde geehrt, als Dank für ihren Dienst für die Schulgemeinschaft.

Das große Interesse der Schülerschaft an der Wahl, die vielen Gespräche auch außerhalb des Unterrichts über die aktuellen Vorgänge in der Politik und nicht zuletzt das Wahlergebnis beweisen, dass auch Jugendliche sich sehr wohl für Politik interessieren und sehr gerne mal ein Wörtchen mitreden. Wenn man sie denn lässt.

Insofern ist es eine erfreuliche Entwicklung, dass sich in Höhr-Grenzhausen nun ein Jugendparlament neu konstituieren soll: Dafür können die Schülerinnen und Schüler des GiK, welche zum Wahlzeitpunkt 12 Jahre alt sind, schon kurz nach den Herbstferien erneut ihr Wahlrecht nutzen und damit aktiv an unserer demokratischen Gesellschaft teilhaben. Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die ihren Wohnsitz in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen haben, können sich zudem zur Wahl stellen und mit ihrer Kandidatur – und hoffentlich Wahl – aktiv die Interessen der Jugend in der Kommunalpolitik vertreten!

Ergebnis der Juniorwahl 2021

Abgestimmt haben 1.129.667 Jugendliche der Klassen 9-12, das sind 81,4% der Wahlberechtigten in Deutschland.

Die meisten Erststimmen im Wahlkreis Montabaur hätte – wie auch im tatsächlichen Ergebnis - Dr. Tanja Machalet (SPD) erreicht.

Die Abstimmung im Gymnasium im Kannenbäckerland weicht etwas vom deutschlandweiten Ergebnis ab, aber auch hier bekam Dr. Tanja Machalet die meisten Erststimmen. Unter den „Sonstigen“ war „Die Partei“ am stärksten (5,9%). Die Wahlbeteiligung lag bei 73,3%.

Der Wahlvorstand setzte sich aus dem Leistungskurs Sozialkunde 11G8 zusammen. Foto: privat

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