Allgemeine Berichte | 13.12.2022, 13:00 Uhr

Gelungenes Triple bei Kulturförderverein Wachtberg

Erfolgsbilanz plus Konzert, Lesung und Zauberei

Sophie und Alexaner Wagner am Piano. Fotos: privat

Wachtberg. Gleich nach der Begrüßung durch den KuKiWa-Vorsitzenden Alfred Schneider wurde klar, dass sich der Kulturförderverein bei seiner vorweihnachtlichen Mitgliederversammlung auf ein neues Feld begeben hatte: Das Pianisten-Geschwisterpaar Sophie und Alexander Wagner füllte den Köllenhof mit eindrucksvollen Stücken von Brahms, Bach, Liszt und Michael Jackson - als Solisten und im Duo. Wobei die Brillanz des Vortrags die reichlich gekommenen Zuhörer das jugendliche Alter der beiden bereits international aufgetretenen Musiker*innen völlig vergessen ließ - Sophie ist gerade 9, Alexander 14 Jahre alt. Beide leben in Wachtberg-Ließem und spielen seit rund fünf Jahren Klavier. Mit überragendem Erfolg, wie die Zuhörer an diesem Sonntag mehrfach erleben durften und mit herzlichem, anhaltendem Beifall beantworteten.

Enorme Summen für Kulturarbeit

Gut ein Drittel der 177 Mitglieder hatten sich auf den Weg gemacht, um die Corona-bedingt verschobene Bilanz für das Jahr 2021 nachzuholen. Geboten wurde ihnen ein gewichtiger Rechenschaftsbericht, der deutlich machte, welche Aktivitäten im Rahmen der Kulturförderung begleitet und zum Teil auch aus eigener Hand angestoßen und umgesetzt wurden. Unter diesen Projekten nimmt das kurz vor der Fertigstellung stehende Sachbuch „Wachtberg - wie geht das?“ einen besonderen Platz ein. Es wird zusammen mit dem Bachem-Verlag aus Köln entwickelt unter erheblicher Mithilfe des vereinseigenen KuKiWa-Buch-Teams, einer Berkumer Lehrerin, der Pressesprecherin der Gemeinde und erfahrener Wachtberg-Kenner*innen. Mehr soll bei der Vorstellung des reichbebilderten, Wachtberg in zahlreichen Facetten zeigenden Buches nicht verraten werden, das jetzt noch die Hürde der Zulassung als offizielles Unterrichtsmittel für Grundschulen nehmen muss. In Zahlen fasste Bernd Seitz als Schatzmeister zusammen, woher 2021 das Geld für die Kulturförderung stammte: mehr als 7.000 Euro aus Mitgliederbeiträgen, rund 14.000 Euro wesentlich aus projektbezogenen Spenden und mehr als 2.000 Euro aus dem Erlös des Wachtbergkalenders, wobei neben gewährten, aber nicht kassenwirksam gewordenen Ausfallbürgschaften gut 11.000 Euro in konkrete Kulturarbeit geflossen sind.

Gereimtes und Ungereimtes zu Weihnachten

Die heiteren und die ernsten Seiten der vorweihnachtlichen Einstimmung auf das Fest der Geburt Christi beleuchtete Monika Clever aus Niederbachem einfühlsam mit einer ganzen Reihe von Impressionen und Gedanken aus der Feder unterschiedlichster Zeitgenossen wie auch von Altmeistern des niedergeschriebenen Gedankens von Erich Kästner über Christian Morgenstern bis hin zu Heinz Erhard, dessen Wortwitz bis zu tiefer Nachdenklichkeit reichte und die Betroffenheit der Menschen in der Vorweihnachtszeit des Jahres 1947 in direktem Bezug zur Kriegsaktualität 2022 in der Ukraine und anderen Ländern der Welt stellte.

Nach einer Knabberpause mit Gebäck aus den Backöfen verschiedener KuKiWa-Vorstandsmitglieder schloss der Zauberer Dr. Jürgen Alt aus Villiprott mit einem Reigen von Darbietungen ab, in denen er das Publikum im Dialog – ganz besonders herzlich mit den beiden jungen Musikern – in die Welt des Staunens mitnahm mit so bescheidenem Equipment wie Karten, Fäden, Seilen oder auch einem geheimnisvollen Kästchen. Und dass er die Zuschauer dabei sogar in philosophische Fragen wie der nach der Existenz eines freien Willens unterhaltsam hineinführte, gab seinem Vortrag eine ganz besondere Note, die sich von der alltäglichen Fingerfertigkeit von Zauberern deutlich abhob. Auch er wurde mit herzlichem Beifall in den Nachmittag entlassen.

Wachtberg-Kalender unterm Baum

Als ideales Weihnachtsgeschenk empfiehlt sich der Wachtberg-Kalender 2023 - „Bewegtes Wachtberg“ -, der zum Preis von 15 Euro im Rathaus, den Volks- und Raiffeisenbanken in Wachtberg, der Kreissparkasse Berkum und in der Wachtberg-Apotheke, Rathausstraße 3 zu erhalten ist. Er Erlös geht komplett in die Kulturarbeit. Kukiwa ruft darüber hinaus Fotofreunde auf, sich schon jetzt des Themas für 2024 anzunehmen: „Wachtberg wild und schön“. Motive können schon jetzt unter wachtbergkalender@kukiwa.de eingereicht werden. Alle Infos zu dieser Aktion findet man unter www.kukiwa.de/wachtbergkalender/ausschreibung.

Jürgen Alt verzauberte im Dialog.

Jürgen Alt verzauberte im Dialog.

Monika Clever beim Gedichtvortrag.

Monika Clever beim Gedichtvortrag.

Sophie und Alexaner Wagner am Piano. Fotos: privat

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