Allgemeine Berichte | 31.05.2017

Grundstücksmarktbericht 2016

Ergebnisse und Folgen

(v.l.): Dr. Hermann Tengler; Leiter des Referates für Wirtschaftsförderung und strategische Kreisentwicklung, Gunar Fischer; Leiter des Amtes für Katasterwesen und Geoinformation, Martin Kütt; Vorsitzender des Gutachterausschusses, Michael Jaeger; Dezernent für Katasterwesen und Geoinformation. Privat

Rhein-Sieg-Kreis. Er ist gespickt voll mit Informationen rund um die Preisentwicklung von Grundstücken, Häusern und Wohnungen im Rhein-Sieg-Kreis – der Grundstücksmarktbericht 2016. Auf 108 Seiten finden Leserinnen und Leser Wissenswertes über den Immobilienmarkt im Rhein-Sieg-Kreis und seine Entwicklung in den letzten Jahren. Vorgestellt wurde er jetzt im Siegburger Kreishaus.

Und was sagt er aus, der Grundstücksmarktbericht, der vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Rhein-Sieg-Kreis und der Stadt Troisdorf herausgegeben wird? Im Jahr 2016 sind im Kreisgebiet 7.300 Immobilien im Wert von insgesamt 1,37 Mrd. Euro verkauft worden – das höchste Investitionsvolumen seit Einführung der Statistik im Jahr 1990. „Immobilien stellen im Rhein-Sieg-Kreis insgesamt eine gute Investition dar – ihre Durchschnittspreise variieren jedoch sehr stark je nach Kommune“, erläutert Martin Kütt, Vorsitzender des Gutachterausschusses. Zahlt man für ein freistehendes Einfamilienhaus in Eitorf oder Windeck durchschnittlich weniger als 160.000 Euro, so muss man als Käufer in Siegburg oder Bornheim mit durchschnittlich mehr als 300.000 Euro rechnen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Doppelhäusern oder Reihenmittelhäusern: In Städten wie Bad Honnef, Niederkassel oder Siegburg muss man weitaus tiefer in die Tasche greifen als im ländlichen Raum.

Michael Jaeger, Dezernent für Katasterwesen und Geoinformation des Rhein-Sieg-Kreises und Dr. Hermann Tengler, Leiter des Referates für strategische Kreisentwicklung stellten darauf zu Recht die Frage, ob die Preisunterschiede auch tatsächlich die Standortqualitäten realistisch widerspiegeln.

„Das ist sicher nicht der Fall und wird in der Art auch keinen Bestand haben“, sind sich beide einig. „Denn Wohnraum ist nur begrenzt vermehrbar und deshalb werden die Menschen ins Umland ziehen müssen.“ Aber auch das bedeutet keine immensen qualitativen Einbußen, denn der ländliche Raum verfügt über eine sehr gute Infrastruktur, ob bei Verkehrsanbindungen, Bildung, allgemeiner Daseinsvorsorge oder Kultur.

„Manchmal muss man seinen Blickwinkel einfach etwas erweitern“, so die beiden Experten aus dem Siegburger Kreishaus.

(v.l.): Dr. Hermann Tengler; Leiter des Referates für Wirtschaftsförderung und strategische Kreisentwicklung, Gunar Fischer; Leiter des Amtes für Katasterwesen und Geoinformation, Martin Kütt; Vorsitzender des Gutachterausschusses, Michael Jaeger; Dezernent für Katasterwesen und Geoinformation. Foto: Privat

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