Mitgliederversammlung des Landschaftsschutzvereins Kottenforst fand statt
Erhalt des Naherholungsgebiets
Rheinbach. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Landschaftsschutzvereins Kottenforst (LSK) stand neben Berichten des Vorstands zur aktuellen Situation des Kiesabbaus in den Gruben Witterschlick und Flerzheim auch die Neubesetzung mehrerer Ämter auf der Tagesordnung. Zum neuen Schatzmeister und somit zugleich Mitglied des engeren Vorstands wurde der bisherige Beisitzer Markus Tilgner einstimmig gewählt. Er übernimmt das Amt von Harald Hoock, der als Gründungsmitglied des Vereins seit dem Jahr 2000 im Vorstand tätig ist. Für dieses außergewöhnliche Engagement überreichte ihm Thomas Klodt, Vorsitzender des Vereins, einen Blumenstrauß und verkündete, sehr zur Erleichterung der Anwesenden, dass Harald Hoock als Beisitzer im Vorstand auch weiterhin die Vereinsarbeit aktiv unterstützen werde. Als Kassenprüfer wurden Manfred Sudhaus und Konrad Stieglitz im Amt bestätigt. Auch in diesem Jahr bekundeten mit Brigitte Donie (CDU), Dr. Karl-Heinz Lamberty (FDP) und Joachim Euler (SPD) Vertreter aus der Swisttaler Kommunalpolitik erneut ihre Unterstützung für den LSK und die Buschhovener Bevölkerung in ihrem Widerstand gegen die umstrittene Erweiterung der Kiesgrube Flerzheim auf Swisttaler Gemeindegebiet.
In engagierter Diskussion berieten sich die Mitglieder über das weitere Vorgehen zum bevorstehenden Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln. Bekanntlich haben die Kieswerke Rheinbach gegen den ablehnenden Bescheid der Arnsberger Bergbehörde Rechtsmittel eingelegt. Die Versammlung beauftragte den Vorstand des LSK, mögliche juristische Optionen zu prüfen und eine entsprechende Rechtsauskunft bei einem Fachanwalt einzuholen.
Ein weiteres Schwerpunktthema der Vereinsarbeit wird nach den Worten von Vorstandsmitglied Monika Goldammer die kritische Begleitung des sogenannten Rohstoffmonitorings bei der Bezirksregierung Köln sein. Laut Regionalplan soll damit regelmäßig ein Abgleich zwischen den noch vorhandenen Rohstoffreserven und dem prognostizierten zukünftigen Bedarf erfolgen. In diesem Zusammenhang moniert der LSK, dass nach wie vor die tatsächlichen Rohstoffströme nicht erfasst werden. Nach Auffassung der Landschaftsschützer dürften die umfangreichen Lieferungen ins benachbarte Ausland keinesfalls auf den im Regionalplan zu berücksichtigenden heimischen Bedarf angerechnet werden. Diesen Kritikpunkt hat der LSK auch im Rahmen des aktuellen Beteiligungsverfahrens zum Landesentwicklungsplan NRW formuliert.
Interessierte finden die vollständige Stellungnahme des Vereins auf der Internetseite der Staatskanzlei unter dem Menüpunkt „Erarbeitung des neuen LEP NRW“.
Pressemitteilung
Landschaftsschutzverein
Kottenforst e.V.
