Allgemeine Berichte | 20.12.2024

Erhöhung der Abwassergebühren nicht tragbar

Altenahr. Die SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat Altenahr trägt die geplante Erhöhung der Abwassergebühren um 62 Cent pro Kubikmeter, was einer Steigerung von 28 % entspricht, nicht geschlossen mit. „Diese drastische Erhöhung ist aus unserer Sicht weder gerechtfertigt noch sozial verträglich“, erklärte die Fraktionsvorsitzende Dr. Sigrid Dehmelt.

Nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mittelrheinische Treuhand aus Koblenz wäre eine moderate Erhöhung um lediglich 30 Cent pro Kubikmeter ausreichend gewesen. „Eine derartige Erhöhung hätte keine finanziellen Verluste für die Verbandsgemeinde bedeutet“, so Dehmelt weiter.

Die Verwaltung argumentiert, dass seit 2017 keine Anpassungen der Gebühren vorgenommen wurden und eine jährliche Steigerung von 2,6 % über denselben Zeitraum das jetzige Ergebnis rechtfertigen würde. Allerdings betont die SPD-Fraktion, dass die Jahresabschlüsse bis zur Flutkatastrophe 2021 ausgeglichen waren und eine Erhöhung bis dahin nicht erforderlich gewesen sei.

Seit der Flut im Jahr 2021 ist der Abwasserverbrauch, insbesondere im Gewerbe und Handel, massiv eingebrochen, was auch zu einem Rückgang des Schmutzwasseranteils geführt hat. Die dadurch entstehenden Kosten werden nun auf die privaten Haushalte umgelegt. „Diese Umverteilung ist aus unserer Sicht ungerecht und belastet vor allem Bürgerinnen und Bürger, die ohnehin schon mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben“, kritisierte Dr. Dehmelt.

Die SPD-Fraktion konnte sich daher nicht der Empfehlung der Verwaltung anschließen. „Wir stehen für sozial gerechte Lösungen und fordern, dass die Belastungen fair verteilt werden, ohne die privaten Haushalte unverhältnismäßig zu belasten“, betonte die Fraktionsvorsitzende Dr. Dehmelt abschließend.

Pressemitteilung der

SPD-Fraktion im

Verbandsgemeinderat Altenah

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