Allgemeine Berichte | 15.05.2018

BUND RLP Kreisgruppe Mayen-Koblenz informiert

Erholungsinseln für Insekten unter Strommasten schaffen

Erkundigten sich vor Ort: Maximilian Mumm, Helmut Führ, Annette Lehnigk-Emden und Dipl.-Ing. Gavin Grosvenor. privat

Lonnig/Pillig. Auf dem Maifeld gibt es auf der Stecke von Lonnig bis Pillig 37 große Strommasten für Überlandleitungen, die je eine Fläche von 12 x 12 m (144 qm) einnehmen. Mit den nötigen Sicherheitsabständen von ca. 0,5 m rund um die Strommasten steht somit eine quadratische Fläche von ca. 156 qm pro Strommast zu Verfügung. Diese Fläche kann von den Landwirten nicht regulär genutzt werden. Stattdessen erhalten sie Ausgleichszahlungen vom Übertragungsnetzbetreiber. In der Summe geht es, um eine potentielle Wildblumenfläche von 37 x 156 qm = 5770 qm ca. 0,6ha. In Zusammenarbeit mit Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm, Helmut Führ (VG Maifeld) und dem BUND, vertreten durch Justiziarin Annette Lehnigk-Emden und Dipl.-Ing. Gavin Grosvenor, wurde am 22. März die Idee von Matthias Hörsch begrüßt, alle Flächen unter den Strommasten von Überlandleitungen im Maifeld mit mehrjährigen Wildblumenmischungen einzusähen. Matthias Hörsch ist selbst Landwirt und Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, zuständig für Fragen der Raumordnung und des Naturschutzes in Koblenz. Für den BUND sind auch kleine Maßnahmen wichtig, die für blütenbestäubende Insekten, Schmetterlinge, Vögel und andere Wildtiere Erholungsinseln schaffen. Zudem lockern sie noch das Landschaftsbild auf. Die Flächen sollen nur etwa alle vier Jahre gemäht werden, um die sich ansiedelnden Arten möglichst wenig in ihrer Entwicklung zu stören. Die Schaffung von kleinen Rückzugsorten und Arteninseln hilft, als sogenannte Trittsteinbiotope, die auch im Maifeld wichtige Biotopvernetzung herzustellen. Trittsteinbiotope sind kleine Habitatinseln, welche zwischen den zu verbindenden größeren Habitaten liegen. Aufgrund ihrer relativ kleinen Fläche reichen sie zwar nicht für das langfristige Überleben einzelner Arten aus, sie können aber den Austausch zwischen deutlich größeren Habitatflächen fördern. Ideal ist es, wenn zu vernetzende Habitate nicht mehr als 500 m von einander entfernt liegen. Der Abstand der Strommastflächen zueinander beträgt 250 bis 350 m und hat somit die ideale Nähe um als Trittsteinbiotop für viele Arten im Maifeld dienlich zu sein. Unter Zustimmung der für das Übertragungsnetz verantwortlichen Firma Amprion wurde das Projekt von allen Seite befürwortet. Es wäre schön, wenn dieses kleine Projekt weitere Nachahmer in benachbarten Verbandsgemeinden findet, denn jeder Quadratmeter für den Artenschutz zählt. Weitere Informationen unter: https://myk.bund-rlp.de/themen-projekte/bluehendes-maifeld/

Pressemitteilung BUND RLP Kreisgruppe Mayen-Koblenz

Erkundigten sich vor Ort: Maximilian Mumm, Helmut Führ, Annette Lehnigk-Emden und Dipl.-Ing. Gavin Grosvenor. Foto: privat

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