Erste Nachkriegsklasse trifft sich fast 80 Jahre nach der Einschulung
Erinnern, erzählen, trauern - ein besonderes Klassentreffen
Meckenheim. 79 Jahre nach ihrer Einschulung im Jahr 1946 kamen ehemalige Schülerinnen und Schüler der ersten Nachkriegsklasse in Meckenheim erneut zu einem Klassentreffen zusammen. Die Einschulung unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg vereinte damals über 70 Kinder der Jahrgänge 1938, 1939 und 1940. Auch wenn das diesjährige Treffen in vertrauter Runde stattfand, war es von besonderer Traurigkeit geprägt: Rolf-Theo Rausch, der sich bereits auf die Begegnung gefreut und dafür angemeldet hatte, war nur wenige Tage zuvor plötzlich verstorben. Viele der Anwesenden erfuhren erst beim Treffen von seinem Tod.
Mit jedem weiteren Jahr wird deutlicher, wie sehr die Zeit auch an dieser Gruppe nicht spurlos vorübergeht. Zwar leben einige der ehemaligen Klassenkameradinnen und -kameraden noch immer in Meckenheim, doch gesundheitliche Einschränkungen - etwa durch Demenz oder körperliche Beschwerden - machen eine Teilnahme oft unmöglich. Dennoch bleiben sie nicht vergessen: Ihnen werden regelmäßig Fotos vom Treffen zugeschickt.
Trotz aller Verluste überwiegt der Wunsch nach Zusammenhalt. Die Hoffnung bleibt, dass auch im kommenden Jahr - drei Wochen nach Ostern - erneut ein von Gunter Herr sorgsam organisiertes Treffen stattfinden kann.
BA
