In drei Fällen ältere Mitbürger aus Bad Ems in ein Gespräch verwickelt
Erneut falsche Polizisten am Telefon
Bad Ems. Nachdem bereits in den vergangenen Jahren mehrfach „falsche Polizisten“ im Rhein- Lahn-Kreis versuchten ältere Mitbürger um ihr Geld zu prellen, kam es in den vergangenen Tagen erneut zu drei Versuchen in Bad Ems.
Die Anruferin, die sich als Polizeibeamtin der Polizei Bad Ems ausgab, versuchte am Mittwoch, 11. Mai, in drei Fällen ältere Mitbürger aus Bad Ems in ein Gespräch zu verwickeln.
Die Frau gab vor, dass die Adresse der Opfer bei Einbrechern sichergestellt wurde und die Polizei nun die Wohnung auf Einbruchsspuren überprüfen müsse.
In letzter Zeit häufen sich Fälle wie diese. Teilweise baten die Anrufer um polizeiliche Unterstützung zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität und verlangten Geld, teilweise versuchten sie aber auch an die Kontodaten zu kommen und die Angerufenen in scheinbar belanglose Gespräche zu verwickeln.
Die polizeilich bekannten Angerufenen haben meist klassische Vornamen wie Irmgard, Gertrud, Ingeborg oder Gerda. Der oder die Täter suchen sich also analog des altbekannten Enkeltricks immer wieder Vornamen in Telefonbüchern heraus, hinter denen sie Senioren vermuten.
Glücklicherweise blieben die bisherigen Taten im Versuchsstadium stecken und die „richtige“ Polizei wurde benachrichtigt.
Wer einen solchen Anruf erhält, soll sich möglichst die Telefonnummer des Anrufers merken und umgehend die Polizei informieren.
Kein Polizeibeamter verlangt am Telefon die Herausgabe von Kontodaten oder gar die Übergabe von Bargeld. Am Telefon sollte man sich grundsätzlich immer sehr vorsichtig verhalten, nie Konto- oder persönliche Daten rausgeben und auch äußerst skeptisch mit Werbeangeboten umgehen, die das Blaue vom Himmel versprechen. Spätestens wenn es darum geht, Bargeld zu übergeben, sollten alle Alarmglocken läuten und die Polizei umgehend verständigt werden.
Pressemitteilung PI Bad Ems
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