Allgemeine Berichte | 05.09.2024

Weiterhin kommt es zu überfüllten Bussen, ausgefallenen Fahrten und nicht bedienten Bushaltestellen

Erneute ÖPNV-Probleme im Kreis Ahrweiler

Bushaltestelle in Ahrbrück.  Foto: ROB

Kreis Ahrweiler. Die Probleme im ÖPNV im Kreis Ahrweiler halten leider auch in der aktuellen Woche an. Vor allem der Schülerverkehr in der Verbandsgemeinde Adenau ist massiv von den Einschränkungen betroffen. Auch nach dem Treffen mit dem zuständigen Verkehrsunternehmen Rhein-Eifel-Mosel GmbH (VREM), das in der vergangenen Woche in der Kreisverwaltung stattfand, kommt es weiterhin zu überfüllten Bussen, ausgefallenen Fahrten und nicht bedienten Bushaltestellen. Dies hat zur Folge, dass Kinder nicht zu den Kindertageseinrichtungen oder Schulen gefahren werden.

Unter anderem die Elternschaft in der Ortsgemeinde Wershofen ist massiv von den Einschränkungen betroffen und hat sich nun aktiv in den Klärungsprozess eingeschaltet. In einem gemeinsamen Gespräch mit den zuständigen Mitarbeitenden aus der Kreisverwaltung und dem Geschäftsführer des VREM, Cornelius Kournettas, am Mittwochabend, 4. September 2024, erörterten sie nochmals die Sachlage und berieten über Lösungen, damit die Probleme schnellstmöglich behoben werden.

Kournettas erklärte den Anwesenden unter anderem die Gründe für die Beförderungsmängel des VREM und sicherte zu, dass der Schulverkehr ab Montag, 9. September 2024, im gesamten Linienbündel reibungslauf verlaufen werde. Zudem werde an den weiteren Hürden, wie beispielsweise den mangelnden Deutschkenntnissen des Fahrpersonals, weiterhin intensiv gearbeitet. Eventuelle Fahrtkosten oder Verdienstausfälle, die bei den Eltern entstehen, können durch entsprechende formlose Anträge, die direkt an das Unternehmen zu richten sind, geltend gemacht werden.

Landrätin Cornelia Weigand hat bereits nach dem Gespräch im Kreishaus in der vergangenen Woche ein Schreiben an den Geschäftsführer des VREM, Cornelius Kournettas, versandt und nochmals auf die vertraglichen Vereinbarungen hingewiesen. Außerdem äußerte sie Verständnis für den Unmut der Kundschaft: „Ich kann den Ärger der Eltern wie auch aller anderen Fahrgäste sehr gut nachvollziehen. Auch wir als Kreisverwaltung sind mit der jetzigen Situation sehr unzufrieden. Wenn sich ein Unternehmen auf eine Ausschreibung bewirbt und den Zuschlag erhält, müssen die vertraglich festgehaltenen Konditionen eingehalten und demzufolge die Leistungen vollumfänglich erbracht werden. Die aktuelle Situation ist für uns in keinster Weise hinnehmbar“, so die Landrätin.

Die Kreisverwaltung wird den Verkehrsbetrieb VREM weiterhin engmaschig kontrollieren, um die Situation im Busverkehr zu verbessern. Zudem setzt sie Vertragsstrafen im sechsstelligen Bereich fest. Auf der Webseite der Kreisverwaltung ist ein zentrales Beschwerdemanagement eingerichtet, um die Aufnahme und Bearbeitung der Beschwerden zu erleichtern: https://kreis-ahrweiler.de/verkehr_ordnung/schuelerbeforderung-oepnv/beschwerdeformular-busse-und-bahn/.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

Bushaltestelle in Ahrbrück. Foto: ROB

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