NABU Gruppe Montabaur und Umgebung
Erste Auszeichnung für „Fledermausfreundliches Haus“ verliehen
NABU Montabaur und Umgebung zeichnet tolerante Hausbesitzer aus.
Montabaur. Im Giebelbereich des Holzschuppens von Familie Schneider aus Holler sollen es sich Fledermäuse gemütlich machen. Der angebrachte Fledermauskasten dient den Fledermaus-Männchen als Tagesversteck. Dafür gab es vom NABU nun die Plakette „Fledermäuse willkommen“.
Familie Schneider erhält die erste Plakette „Fledermäuse willkommen“ für die Stadt Montabaur. Vor rund einem Jahr hat Familie Schneider einen Fledermauskasten im Giebelbereich aufgehangen.“ Im angrenzenden Wald, rund um ihr Haus als auch in der Wohnsiedlung sei abends jede Menge los, erzählt uns Frau Schneider. Sie könne vom Wohnzimmer aus die wendigen Flieger in der Dämmerung beobachten, wie sie geschickt Insekten jagen.
Doch es kann ein paar Jahre dauern, bis der Fledermauskasten besiedelt wird. Bei der Anbringung von Fledermauskästen muss man geduldig sein. „Werden die Kästen aber erst einmal bewohnt, so kehren die Fledermäuse jedes Jahr wieder“ so Katharina Kindgen, Bildungsreferentin des NABU Naturschutzzentrums in Holler. Fledermäuse sind sehr ortstreu.
Die Umgebung spielt bei der Anbringung von Fledermauskästen auch eine große Rolle. Das Haus von Familie Schneider befindet sich direkt am Waldrand und ist ein ideales Jagdhabitat für Fledermäuse.
Direkt neben dem Fledermauskasten haben es sich auch Meisen gemütlich gemacht und haben die Nisthilfen von Familie Schneider gerne angenommen.
Die Fledermauskasten können kleine Gruppe von Männchen als Unterschlupf nutzen. Jetzt zur Wochenstubenzeit sind die Weibchen unter sich und die Männchen werden nur selten geduldet. Im Spätsommer und Herbst beginnt dann wieder die Paarungszeit und die Männchen balzen um die Weibchen.
Familie Schneider möchte noch mehr für den Fledermausschutz tun.
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