Veranstalter und Organisatoren ziehen positives Fazit von „Rhein in Flammen“
Erste Bilanz: Das war Rhein in Flammen 2019
Koblenz. Über 170.000 Besucher entlang der Rheinstrecke und in den Koblenzer Rheinanlagen, 56 Schiffe in Europas längstem Fahrgast-Schiffskonvoi und eine friedliche Atmosphäre haben bei den Veranstaltern und Organisatoren der Großveranstaltung „Rhein in Flammen“ und dem „Koblenzer Sommerfest“ für Zufriedenheit gesorgt. Die Besucher feierten bei sommerlichen Temperaturen und bestaunten die sieben Feuerwerke, die im Verlauf des Abends entlang der Rheinstrecke zwischen Spay und Koblenz gezündet wurden. Das 25-minütige Höhenfeuerwerk zum Abschluss auf der Festung Ehrenbreitstein stand unter dem Motto „Heimat mitten in Europa“ und war auch in diesem Jahr eines der aufwendigsten seiner Art in Deutschland. „Rhein in Flammen ist dann ein Erfolg, wenn alle Beteiligten– Veranstalter, Touristiker, Sicherheitsorganisationen und Genehmigungsbehörden– Hand in Hand arbeiten“, betont Stefan Zindler, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT). „Die reibungslose Zusammenarbeit aller Akteure ist uns auch in diesem Jahr wieder gelungen.“ Pünktlich um 19 Uhr machte sich der Schiffskonvoi am Abend mit 56 beteiligten Schiffen auf den Weg von Spay in Richtung Koblenz– in jedem Jahr einer der spannendsten Momente, sagt Nathalie Hartenstein von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. „Die Schiffe stellen sich nach einem detaillierten Plan auf, ihre Reihenfolge und die Abstände zwischen den Schiffen müssen ständig überprüft und eingehalten werden.“ Die Pyrotechniker der Firma NICO Europe sorgten auch in diesem Jahr dafür, dass die sieben Feuerwerke entlang der Strecke auf die Minute genau den Himmel erstrahlen ließen. Das Abschlussfeuerwerk in Koblenz, das neben den traditionellen Effekten wie immer auch einige Überraschungen enthielt, wurde wie schon in den vergangenen Jahren wieder synchron mit Musik untermalt. Entlang der 17 Kilometer langen Strecke wurde schon tagsüber ein abwechslungsreiches Programm geboten: „Unsere Führungen entlang der Stadtmauer und im Martinsschloss sind auf sehr hohes Interesse bei den Gästen gestoßen. Wir haben unser Angebot sogar spontan erweitert“, freute sich Petra Bückner von der Tourist-Information in Lahnstein. Auch das abendliche Feuerwerk, das in einer Sichtachse mit Stolzenfels und den dortigen Illuminationen stattfand, begeisterte die rund 10.000 Gäste an der Lahnmündung. Diese Begeisterung beobachtete auch Christoph Bartmann aus Spay bei seinen Gästen: „Dank des guten Wetters haben sich viele Besucher auf den Weg zur Festwiese auf dem Böxelöfterplatz gemacht, um dort bei Live-Musik zu feiern und das Feuerwerk zu genießen.“ Und auch in Rhens blickte Julia Kasper von den Pfadfindern St. Georg am Abend zufrieden auf den Veranstaltungstag zurück. „Wir konnten in diesem Jahr wieder sehr viele Gäste von außerhalb in den Rheinanlagen begrüßen, aber natürlich waren auch viele Stammgäste vor Ort, die der besonderen Stimmung in Rhens treu geblieben sind“, so Kasper.
Feiern an Land
Das Koblenzer Sommerfest rund um das Deutsche Eck und die Rheinanlagen war dabei die größte Veranstaltung an Land. Auf neun Bühnen und an zahlreichen weiteren Standorten feierten bereits am Freitag trotz schlechtem Wetter 4.000 Besucher. Bei sommerlichem Wetter, tollem Programm und guter Stimmung besuchten am Samstag rund 110.000 Gäste von nah und fern das Koblenzer Sommerfest zu Rhein in Flammen: „Die Akteure und die Koblenzer Initiativen auf dem Fest sind das Gesicht der Stadt. Mit Künstlern aus der ganzen Welt teilen sie sich die Bühnen und präsentieren die Stadt den internationalen Gästen“, Thomas Steinebach, Leiter Veranstaltungen bei der Koblenz-Touristik. Großveranstaltungen wie Rhein in Flammen mit dem Koblenzer Sommerfest sind auch für die Sicherheitskräfte jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung. Laut Angaben der Polizeidirektion Koblenz war die Lage insgesamt überaus friedlich. Die Einsatzkräfte waren mit Beamten im dreistelligen Bereich vor Ort und konnten zum Veranstaltungsende ein positives Fazit ziehen. Auch die Feuerwehr Koblenz kann auf einen ruhigen Abend zurückblicken: Die 437 Einsatzkräfte der Feuerwehr Koblenz und aus den umliegenden Orten, der DLRG, des THW und der Sanitätsdienste mussten keine besonderen Vorkommnisse melden. Die Wasserschutzpolizei Koblenz musste nach eigenen Angaben in mehreren Fällen dafür sorgen, dass Schiffe außerhalb des Konvois die vereinbarten Sperrzeiten sowie das vorab kommunizierte Sperrgebiet einhielten. Aufgrund der Trockenheit in den vergangenen Wochen wurden bereits vor der Veranstaltung vorbeugende Maßnahmen umgesetzt, die die Sicherheit beim Ablauf von Rhein in Flammen weiter erhöhten. So wurden die Abbrennplätze in Rhens, Braubach und Stolzenfels verlegt, um die Brandrisiken deutlich zu mindern, und auch die Feuerwehren standen mit einem erhöhten Potential an Einsatzkräften bereit. Dem niedrigen Wasserstand des Rheines Rechnung tragend, fuhr der Schiffskonvoi während der Talfahrt zudem zweireihig. „Wir müssen schon im Vorfeld verantwortungsvoll mit möglichen Risikofaktoren umgehen“, sagt Stefan Zindler Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. „Wir legen großen Wert darauf, dass das Feuerwerk und die Veranstaltungen an Land nicht nur schön und spektakulär sind, sondern vor allem auch so sicher wie möglich für Besucher und Umwelt.“
Pressemitteilung
Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
