Praktikumsausstellung in der Realschule plus Puderbach
Erste Etappe gemeistert auf dem Weg zur Ausbildungsstelle
VG Puderbach. Ein spannender Weg liegt vor den Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen: Schon im nächsten Jahr endet für die 8. Berufsreifeklassen (vormals Hauptschule) die Schulzeit in Puderbach, für die anderen 2017 mit dem Sekundarabschluss I (vormals Realschulabschluss). Was die Berufswelt bedeutet, konnten aber alle gemeinsam in einem zweiwöchigen Praktikum erfahren. In zahlreichen Betrieben der Region sammelten sie erste Erfahrungen in Handwerksbetrieben, Kindergärten, im Einzelhandel oder in der Verwaltung. Zwei Tage lang bereiteten sie mit großer Sorgfalt ihre Eindrücke in Form von Plakaten, Vorträgen und Powerpointpräsentationen auf. Gefolgt von ihrer Einladung kamen dann Eltern, das Betreuerteam, Vertreter der Patenbetriebe und der Agentur für Arbeit zur großen Praktikumsausstellung. Schon auf dem Weg zum Mehrzweckraum begrüßten die Gäste Informationsstände und mitgebrachte Materialien aus den Betrieben. Von Stauden aus der Gärtnerei, Farben vom Maler bis zu Frisierköpfen konnten die Besucher die Bandbreite der Praktikumsbetriebe erahnen. Konrektorin Natanja Neitzert stellte fest, dass eine gewisse Aufregung bei allen zu spüren war. Sie lobte das Engagement der Praktikantinnen und Praktikanten, sie hatten weitestgehend den Ruf und die Werte der Schule in die Betriebe getragen. Lehrerin Alexandra Scholz-Eenhuis als Organisatorin der Ausstellung konnte dies nur bestätigen. Dann führte ein Moderatorenteam durch die gut besuchte Veranstaltung. Fabian Onwurah aus der Klasse 8a stellte den Beruf des Hörakustikers vor. Gästen mit Hörproblemen wurde anschaulich die Vielfalt von Hörhilfen dargeboten. Er konnte den Ausbildungsberuf für Technikfreaks nur empfehlen.
Dann appellierte Michaele Schmitz von der Agentur für Arbeit ganz ausdrücklich an die Eltern: Deren Mithilfe bei der Berufsfindung sei von großer Bedeutung. Die Chancen mit einem Berufsreifeabschluss eine Lehrstelle zu finden, stünden momentan sehr gut und wären für viele „schulmüde“ Jugendliche eine gute Perspektive. Frühzeitig anzufangen sei wichtig und dafür die Hilfsangebote der Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit der Schule zu nutzen.
Verschiedene Berufe vorgestellt
Seine Eindrücke als Industriekaufmann schilderte Jannick Klein, der beim Patenbetrieb Mätsee Tissue zwei Wochen verbrachte. Dabei lernte er verschiedene Abteilungen und Vorgänge kennen und zeigte Beispiele seiner Tätigkeiten. Ein Auszubildender bei der Firma Reifen Gundlach GmbH Robert Westphal berichtete im Anschluss über seine ersten beiden Lehrjahre und bestätigte die Hauptaussagen des Berufseinstiegsbegleiters Klaus Stahlschmidt: Zuverlässigkeit und die Bereitschaft zu lernen, gehören zu den wichtigsten Erwartungen von Ausbildern und Berufsschullehrern. Seine Aufgabe ist es ausgewählte Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in den Beruf zu begleiten, sogar bis ins erste Lehrjahr hinein. Wer etwas gegen seine Falten tun wollte, war nach dem folgenden Verkaufsgespräch bestens beraten. Jana Bayer und Ayleen Pawellek gaben gekonnt Einblick in die Arbeit einer Drogeriefachverkäuferin.
Bewerbungshilfe
Mit einem Mitmachspiel aus dem Kindergarten endete das offizielle Programm und dem Hinweis, dass die Schule zum ersten Mal einen Kurs anbietet, in dem Eltern mit ihren Kindern eine komplette Bewerbung schreiben können, um sie dann digital zur weiteren Verwendung mit nach Hause nehmen. Dabei werden Berufsportale im Internet genutzt und zudem Hinweise zu passenden Layouts und Fotos gegeben. Auch der Umgang mit Onlinebewerbungen wird trainiert. Konrektorin Natanja Neitzert: „Damit wird hoffentlich die letzte Lücke geschlossen auf dem Weg zur formal richtigen Bewerbung. Denn oft fehlen einfach die Kenntnisse im IT-Bereich.“ Bestens vorbereitet kann jetzt die nächste Etappe auf dem Berufswahlfahrplan angegangen werden.
Die Jugendlichen schilderten ihre Erlebnisse.
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