Die genialste Idee seit Jahrzehnten im Swisttaler Karneval
Erste Kaschemme-Tour ein voller Erfolg
Rheinbach. Zweimal im Jahr treffen sich die Vorstände der Swisttaler Karnevalsvereine zu einem lockeren Austausch, bei dem auch Termine für die nächste Session festgelegt werden. So geschah es auch beim Treffen im vergangenen Jahr, verbunden mit einer Wein-Wanderung von Sinzig nach Heimersheim an der Ahr, zum dortigen Weinfest. Mit dabei war auch, wie konnte es anders sein, der Vorsitzende der Ludendorfer Jonge, Dirk Lüssem, von allen nur „Lü“ genannt.
Im Lauf der Wanderung entwickelte sich die Idee, in der nächsten Session, die länger ist als üblich und mehr Tollitäten zu bieten hatte als in den Vorjahren, etwas gemeinsam zu unternehmen. „Lü“ zauberte die Kaschemme-Tour, die sofort großen Anklang fand, aus dem Hut. Und so haben sich die Organisatoren für die Planung der Kaschemme-Tour zusammengesetzt, die dann vergangene Woche in die Tat umgesetzt wurde. Hier war noch zu berücksichtigen, dass die „Kaschemme“ in verschieden Orten der Gemeinde waren, weswegen kurzer Hand ein Bus für 50 Personen bestellt wurde. Alle Vorstände der Karnevalsgesellschaften von Swisttal rückten mit ihren Tollitäten ohne Ornat an. Mit dabei die Vorsitzenden der einzelnen KG, von der KG Dünstekoven Thomas Nöthen, von der KG Miel Dominik Schweminski, von den Olleme Bubbelsbröder Paul Bison, von der Heimerzheimer KG Manfred Lütz, von der KG Buschhoven Michael Schäfer, von der KG Morenhoven Erik Schulte und aus Odendorf Christoph Knappe, der in diesem Jahr als Christoph I. Odendorf im Karneval vertritt. Gestartet wurde die Tour in der Gaststätte „Alt Morenhoven“ bei der legendären Wirtin Uschi Maslow (75). Bunt kostümiert traf sich die Schar der Swisttaler Karnevalisten in Begleitung der Kapelle „Swist Baggage“, auch Rums- und Bums-Kapelle genannt, aus Odendorf und Morenhoven, in der total überfüllten Kneipe. Das Dreigestirn aus Morenhoven (Prinz Norbert I., Bauer Bernie I. und Jungfrau Rieke I.) begrüßte die befreundeten Gäste mit dem Lied „Die Karawane zieht weiter, der Sultan hät Dursch“, passend zu der Kaschemme-Tour.
Nach ein paar Gläsern Bier und angeheizt von der tollen Stimmung ging es zum Bus, um in die nächste „Kaschemme“ nach Odendorf zur Gaststätte „Zum Büb“ zu gelangen. Die Wirtin, Tina Kurth, hatte sich für ihre Gäste etwas Besonderes ausgedacht. Damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, gab es frischen leckeren Reibekuchen, der reißenden Absatz fand. Nach ein paar Kölsch ging es mit dem Bus weiter in die nächste „Kaschemme“ nach Heimerzheim in die „Klosterstube“, von wo es dann nach einer Verweildauer von etwa einer Stunde und noch mehr Kölsch zum Standquartier des Buschhovener Prinzenpaars Dieter I. und Dorothea I. ging. Die Gaststätte „Zum Römerkanal“ füllte sich schnell mit der bunten Schar, „Swist Bagage“ heizte den Karnevalisten mit ihren Liedern tüchtig ein, bevor es dann kurz vor Mitternacht mit dem Bus zur letzten Station der ersten Swisttaler Kaschemme-Tour nach Dünstekoven in den Dorfsaal ging. Im „Helau“-Dorf konnte das Damen-Dreigestirn (Prinzessin Ivonne Pax, Jungfrau Annette Kirschbaum und Bauer Marita Bauer) die heitere Narrenschar willkommen heißen. Und auch hier gab es eine Überraschung für die Tollitäten und ihr Gefolge. Zur späten Stunde war die bekannte „Gulaschkapell“ aus Erpel am Rhein angereist und sorgte mit ihrem Spitzenprogramm für einen tollen Abschluss der Kaschemme-Tour. Weit nach Mitternacht machten sich die letzten Teilnehmer auf den Weg nach Hause. „Die Tour war ein Hammer. Das muss im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederholt und zu einem festen Bestandteil des Swisttaler Karnevals werden. Der Zusammenhalt und das gemeinsame Feiern ist wichtig für alle Karnevalisten“, konstatierte Lüssem noch in der Nacht. Besonders hart war es für das Dreigestirn aus Morenhoven. Am folgenden Samstagmorgen hatte es schon eine weitere Veranstaltung in Dorfhaus. Ab 11 Uhr fand ein Biwak mit allen Dorfvereinen und Tollitäten aus Swisttal und der Umgebung statt.
Die Vorsitzenden der Karnevalsvereine aus Swisttal.
