Allgemeine Berichte | 18.07.2019

Erste Vulkanregion- Wandermarathon erfolgreich bestritten

Die Wandergruppe vor dem Lydiaturm - 42Wanderkilometer wurden in 10 Stunden zurückgelegt. Foto: Privat

Wehr/Maria Laach. Auf den Spuren des Vulkanismus streiften zwölf Wanderer auf der Marathondistanz unter der Leitung des Vulkanparkführers Konrad Friedgen durch die Vulkanregion Laacher See. Im Barocken Pfarrgarten von Wehr ging man in den frühen Morgenstunden des 14. Juli an den Start und wanderte über den Hohen Osterberg und mit dem Traumpfad Riedener Waldseepfad hinauf zum Gänsehalsturm. Die Aussichtsplattform wurde bestiegen, um die herrlichen Weitsichten über die Osteifel eine Weile zu genießen. Hinter der Gänsehalshütte traf man dann auf den Traumpfad Vier-Berge-Tour, dem die zwölfköpfige Gruppe durch die Tuffsteinabbaugebiete Schweinsgraben und Rauhbuur bis zum Erlenbrunnen bei Obermendig folgten. Mit dem Osteifelwanderweg des Eifelvereins wurde die Ortschaft Bell durchmessen, um dann am ehemaligen Naturkundemuseum vorbei nach Maria Laach zu wandern. Mit der Geopfad-Route-L - Laacher Rundweg - ging es ebenen Fußes hinüber zur Jägerspitze. Hier trafen die Marathonwanderer auf den Traumpfad Pellenzer Seepfad, der eine Weile am Seeufer entlang läuft und dann scharf rechts schwenkend sehr steil und windungsreich zur Keller Höhe hinauf steigt. Traumhafte Fernsichten über das Brohltal bis hin zum Siebengebirge entschädigten die Gruppe für den Schweiß treibenden Anstieg. In einer scharfen Linkskurve verließen die Wanderer schließlich auch diesen Traumpfad. Jetzt folgte man sanft bergab der Beschilderung des Rhein-Maas-Weges. Anfangs durch Wald, dann über die freie Feldflur führte die Route am Wernershof vorbei ins Pöntertal hinein, das am Krayerhof erreicht wurde. Mit dem Traumpfad Höhlen- und Schluchtensteig passierten die Wanderer die Pöntermühle und stiegen dann über Serpentinenpfade zu den Brohltalhöhen hinauf.

Vom Schweppenburgblick und vom Panoramafelsen „Schöne Aussicht“ genoss man herrliche Tiefblicke ins untere und obere Brohltal, bevor die Route mit dem Hermann-Löns-Pfad ins Brohltal abfiel. Hinter dem Landgasthof Jägerheim unterschritten die Wanderer das mächtige Viadukt der Brohltaleisenbahn und durchwanderten die überaus sehenswerten begehbaren Trasshöhlen. Im Anschluss daran führte dann der Geopfad-Route-U - Trasshöhlenweg - die Marathonwanderer in die Wolfsschlucht hinein. Über Geländer bewehrte Pfadspuren lief die Route an der Ruine des ehemaligen Karmeliterklosters vorbei in die canyonartige Schlucht hinein. Etwa 40 Meter tief hat sich hier der Tönissteiner Bach seit tausenden von Jahren in den erkalteten Aschestrom des Laacher-See-Vulkans hinein „gesägt“. Den absoluten Höhepunkt dieses spektakulären Teilabschnitts durch die Wolfschlucht, bildet jedoch der Wasserfall am Oberlauf des Tönissteiner Baches. Hier stürzt das schäumende Wasser über einen kleinen Katarakt acht Meter tief zu Tal. Ausgangs der Schlucht führte der Weg talaufwärts durch Wassenach zum Veitskopf hinauf. Trotz der inzwischen schweren Beine wurde der Lydiaturm noch bestiegen. Tolle Aussichten auf den Laacher See und Fernblicke bis weit in den Westerwald hinein waren dabei zu verzeichnen. Wald- und Wiesenwege geleiteten die Gruppe dann zurück nach Wehr, wo der 1. Vulkanpark-Wandermarathon nach 42 Wanderkilometern und einer reinen Wanderzeit von 10:14 Stunden beendet wurde. Dabei bewältigte man mehr als 900 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Bei einer wohlverdienten Einkehr im Landgasthof „Zum Laacher See“ wurde auf den bestandenen Härtetest angestoßen. Alle Mitwanderer waren der Meinung, einen recht anstrengenden aber traumhaften Wandertag erlebt zu haben. So galt der Dank dem Vulkanparkführer Konrad Friedgen für die gute Leitung, für die aufschlussreichen vulkanologischen Erklärungen unterwegs und die wohlgelungene und abwechslungsreiche Zusammenstellung des Routenverlaufs über die Marathondistanz durch die Vulkanregion Laacher See.

Pressemitteilung

Verbandsgemeindeverwaltung

Brohltal

Die Wandergruppe vor dem Lydiaturm - 42 Wanderkilometer wurden in 10 Stunden zurückgelegt. Foto: Privat

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