Neue Caritas-Wohnanlage
Erster Bauabschnitt ist abgeschlossen
Handwerker, Verantwortliche und zukünftige Bewohner feierten gemeinsam Richtfest in Montabaur
Montabaur. Die neue Wohnanlage des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn in der Koblenzer Straße in Montabaur nimmt weiter Gestalt an. Bis zur Eröffnung ist es allerdings noch etwas hin: Im Frühjahr 2017 – so die Planungen – soll die barrierefreie Wohnanlage, die künftig 24 Menschen mit Behinderung als neues Zuhause dient, bezugsfertig sein. Grund zum Feiern gab es allerdings schon jetzt: Mit einem kleinen Richtfest wurde der Abschluss des ersten Bauabschnitts gefeiert. Dazu hatten sich neben den beteiligten Handwerkern unter anderem auch Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß, einige Mitglieder des Caritasrates und des Heimbeirates der Caritas-Wohnheime Westerwald, aber vor allem auch zahlreiche der zukünftigen Bewohner der neuen Wohnanlage auf der Baustelle direkt neben der Montabaurer Stadthalle eingefunden. Während es die Gäste vorzogen, den festen Boden unter den Füßen zu wahren und sich im künftigen Innenhof der Wohnanlage zu versammeln, machte sich Dachdeckermeister Kevin van der Horst auf den Weg Richtung Dach, von wo aus er lauthals verkündete: „Gott schütze dieses Haus und alle, die hier gehen ein und aus.“
„Rund 16 Jahre haben die Planung und Realisierung dieses Projektes gedauert“, betonte Peter Roos, verantwortlicher Abteilungsleiter „Behindertenhilfe: Ambulante Hilfe, Bildung und Wohnen“ beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn, „umso schöner ist es nun, dass wir endlich das Richtfest feiern können“. Das neue Wohnheim wird über drei Wohneinheiten verfügen, in denen je acht Menschen mit Behinderung leben werden. Es soll den künftigen Bewohnern - auch solchen mit hohem Unterstützungsbedarf - Sicherheit, Lebensqualität und Heimat bieten. Nicht zuletzt deshalb hat sich der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn auch für einen Neubau quasi im Zentrum von Montabaur entschieden, anstatt den einfacheren Weg an die Stadtgrenze zu wählen. „Die unmittelbare Nähe und Erreichbarkeit der Fußgängerzone mit ihren Einkaufs- und Begegnungsmöglichkeiten unterstützt soziale Kontakte, sichert Teilhabe am alltäglichen städtischen Leben und schafft gute Voraussetzungen für ein gelingendes inklusives Leben mitten in der Gesellschaft“, so Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß. Darüber hinaus bieten aber auch in der Nähe gelegene soziale Einrichtungen, das Krankenhaus und die Caritas-Werkstätten, in denen viele der zukünftigen Bewohner arbeiten, weitere Vorteile. Und auch das unmittelbar benachbarte Naherholungsgebiet Quendelberg sorgt in gewisser Weise für zusätzliche Lebensqualität. „Gleichzeitig soll das neue Heim für seine Bewohner aber auch ein geschützter Rückzugsort mit hohem Erholungsfaktor sein“, erläuterte Peter Roos. Die Zimmer werden hell und freundlich sein, und ein herrlicher Innenhof soll viel Platz für Feste und Freizeitaktivitäten bieten. Kombiniert mit einem umfassenden Leistungsangebot soll den zukünftigen Bewohnern so ein hohes Maß an Lebensqualität geboten werden.
Die Kosten für das neue Wohnheim in Montabaur belaufen sich auf 3,274 Millionen Euro. Nach Abzug der direkten und indirekten Förderung durch die öffentlichen Träger der Eingliederungshilfe besteht noch eine Finanzierungslücke von rund 1,015 Millionen Euro. Dieser Betrag muss vom Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn aus Eigenmitteln und über Zuwendungen von privaten Spendern, Förderstiftungen und Soziallotterien aufgebracht werden. So etwa erhält der Caritasverband Zuschüsse von der Aktion Mensch (110.000 Euro) und der Stiftung Wohnhilfe (150.000 Euro).
Pressemitteilung
Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn
Über den Dächern von Montabaur: Kevin van der Horst verkündete den traditionellen Richtspruch für die neue Caritas-Wohnanlage. Während der Dachdeckermeister der Firma Koch Bedachung dafür in luftige Höhe kletterte, lauschten die Gäste dem feierlichen Akt vom Boden aus und versammelten sich im zukünftigen Innenhof der Wohnanlage in der Koblenzer Straße.
