Rheinbach Hauptausschuss diskutierte Personalie
Erster Beigeordneter Knauber soll weitere acht Jahre im Amt bleiben
SPD stimmte gegen eine Verlängerung, weil die CDU nicht mit ihr gesprochen habe – Amtszeit endet am 31. Januar 2027
Rheinbach. Der Erste Beigeordnete der Stadt Rheinbach, Dr. Raffael Knauber, soll für weitere acht Jahre im Amt bestätigt werden, darin war sich die Mehrheit des Rheinbacher Hauptausschusses einig. Allerdings werde der 61-jährige promovierte Jurist nicht die volle Amtszeit vom 1. Februar 2019 bis zum 31. Januar 2027 ableisten können, schränkte Bürgermeister Stefan Raetz (CDU) ein. Mit Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren werde er aller Voraussicht sich nach im August 2023 in den Ruhestand treten, „wenn er keinen Antrag auf Verlängerung stellt und Sie dem zustimmen.“
Während Silke Josten-Schneider (CDU), Lorenz Euskirchen (FDP), Dieter Huth (UWG) und Heribert Siebener (Grüne) sich sehr mit der Amtsführung Knauber zufrieden zeigten und ihn gerne weiter mit an der Spitze der Stadt sehen würden, stellten sich die Sozialdemokraten quer. „Wir sagen Nein zur Wiederwahl“, so SPD-Sprecher Dietmar Danz, „obwohl wir nichts gegen ihn persönlich einzuwenden haben.“ Grund für die Ablehnung sei vielmehr die Tatsache, dass die CDU als Mehrheitsführerin es nicht für nötig angesehen habe, mit der SPD über diese Personalie vorab auch nur zu reden. „Dann kann man auch nicht erwarten, dass wir alles einfach abnicken.“
Zumal Knauber ja kein politisches Neutrum sei, sondern über das CDU-Parteibuch in das Amt gekommen sei. Was wiederum Bernd Beißel (CDU) richtigstellte: „Als wir ihn zum ersten Mal gewählt haben, war er noch kein CDU-Mitglied.“ Auch der Appell von Raetz, den Beigeordneten aus oppositionstaktischen Gründen „nicht zum Bauernopfer zu machen“, das werde der Person nicht gerecht, fruchtete nicht. „Unsere Position steht fest“, konterte Danz, der gleich darauf geheime Abstimmung verlangte. Dabei votierten zwölf Ausschussmitglieder für die Wiederwahl des Ersten Beigeordneten, fünf stimmten dagegen. Die endgültige Entscheidung fällt allerdings der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 29. Oktober.
JOST
