Zehn Jahre Engagement und Jugendarbeit resümiert
Erstes rundes Jubiläum für das Jugendhaus Villip
Die Älteste unterstützt die Jungen: 2.000 Euro aus der Selma-Strojek-Stiftung
Wachtberg-Villip. Am vergangenen Sonntag lud der Förderverein des Villiper Jugendhauses ab 14 Uhr zu seinem ersten runden Jubiläum ein. Das Haus heißt seit 2006 Jugendliche verschiedener Altersgruppen willkommen, um gemeinsam Freizeit zu gestalten.
Die Anfänge des Vereins und der Wunsch nach der Organisation und der Finanzierung eines Jugendhauses datieren bereits auf das Jahr 1997. Bis zu Eröffnung im Jahre 2006 waren allerdings noch etliche Hürden zu nehmen gewesen. Ein Grundstück musste gefunden werden, Genehmigungen mussten eingeholt werden und ein Haus musste her.
Als 2002 in Pech zwei Feldhäuser abgebaut wurden, war das der Startschuss für das Jugendhaus in Villip. Die Häuser wurden als Bausätze zuerst zwischengelagert, später ergänzt und mit viel ehrenamtlichem Engagement aufgebaut. So entstand das Haus, in dem heute Jugendfachkräfte der Gemeinde zusammen mit jugendlichen Betreuern den offenen Treff in Villip führen. Bei der Feier zum 10-jährigen Jubiläum erwarteten die Gäste passend zum zweiten Advent Kaffee, Plätzchen, Waffeln und Kakao. Mit Würstchen war natürlich auch für die Freunde des Herzhaften gesorgt. Für die Kinder gab es Spiele und ein Bastelprogramm, das gut angenommen wurde.
Der ehemals kleine Verein zählte bei der Gründung gerade einmal 17 Mitglieder, darunter auch die heutige Bürgermeisterin Renate Offergeld als damalige Vorsitzende. In der Zwischenzeit hat sich viel getan.
Mittlerweile unterstützen 75 Mitglieder die wichtige Arbeit für den Nachwuchs. Unnachgiebiges Engagement und viele ehrenamtliche Helfer, die ohne groß zu fragen Hand angelegt hatten, haben einen attraktiven Treffpunkt für die mittelgroßen und größeren Kids geschaffen. Zudem haben natürlich Spenden zum Gelingen des Projekts beigetragen. Zum Jubiläum erhielt der Förderverein zur Unterstützung seiner Arbeit von der Selma-Strojek-Stiftung 2.000 Euro. Die Stiftung geht auf die älteste Villiper Bürgerin zurück. Frau Strojek ist seinerzeit 104 Jahre alt geworden und hatte alle Familienmitglieder überlebt, sodass es keine Erben gab. Weil ihr die Förderung der Jugend ein Anliegen war, hat sie ihren Nachlass in eine Stiftung überführt, die lokale Projekte der Jugendförderung unterstützt.
Foto: Chris Weber
