Allgemeine Berichte | 09.11.2020

Chorverband Westerwald ehrt seine Jubilare der Sängergruppe Süd

Erstmals Ehrungen der Jugend

Dieses Chormitglied wurde für seine 60-jährige Vereinstreue ausgezeichnet. Foto: privat

Horbach. Traditionell trafen sich die Chöre der Sängergruppe Süd in Horbach, um verdiente Sängerinnen und Sänger, in einem würdigen Rahmen auszuzeichnen. Doch in Zeiten von Corona ist alles anders.

Um die Abstände sicher einhalten zu können und gute Luftqualität zu gewährleisten, wurde die Feier in die Halle am Buchfinkenzentrum verlegt. Das Hygienekonzept berücksichtigte alle Vorgaben für Veranstaltungen und die der Gastronomie.

Alfred Labonte, Vorsitzender des Chorverbandes Westerwald und der Sängergruppe Süd begrüßte 19 anwesende Jubilare mit ihren Partnern und Vereinsvertreter. Erstmals bei der Ehrungsfeier wurde die Ehrung der Jugend mit einbezogen, weil das geplante Kinder- und Jugendchorkonzert in Hattert abgesagt werden musste, somit auch die Ehrung der jungen Sängerinnen und Sänger.

Aus der Politik konnte die junge Landtagsabgeordnete Jenny Groß begrüßt werden. Als Repräsentanten vom Chorverband wohnte der Ehrungsbeauftragte des Chorverband Westerwald Hermann-Josef Steinebach der Feier bei.

Die junge Pianistin Anastasia Kalter, Schülerin am Landesmusikgymnasium, hatte die musikalische Umrahmung der Feier übernommen. Die junge Dame begeisterte sowohl mit Einfühlsamkeit, wie auch technischer Umsetzung. Sie spielte in zwei Blöcken Werke der alten Meister Wolfgang Amadeus Mozart, Frédéric Chopin und auch moderne Literatur vom Dušan Martinek und erntete reichlich Beifall.

Nach dem gemeinsamen Abendessen begrüßte der Gackenbacher Ortsbürgermeister die Jubilare und Anwesenden im Namen der beiden Ortgemeinden Horbach und Gackenbach. Er würdigte die Jubilare, die Vereine, die Chöre in der Region, dem südlichen Westerwald, die gemeinsam das Chorsingen bereichern und auf eine gute Basis stellen.

Es bedarf viel Herzblut und Begeisterung, um den Spaß am Chorsingen nicht zu verlieren

Jenny Groß, dankte in ihrer Laudatio den Jubilaren für den großen uneigennützigen Einsatz für die Gesellschaft. Gerade in der jetzigen, schwierigen Zeit braucht es viel Herzblut und Begeisterungsfähigkeit, um unter den schwierigen Bedingungen den Spaß am Chorsingen nicht zu verlieren. „Gemeinsam mit den Verantwortlichen im Chorverband versuchen wir bei den Verantwortlichen im Land Gehör für die berechtigten Forderungen der Laienmusiker zu wecken.“ Sie ließ auch keinen Zweifel daran, dass in der neuen Legislaturperiode ernsthaft an der Realisierung eines Kulturfördergesetzes gearbeitet werden muss.

Die Chöre machen unsere Gesellschaft angenehmer und tragen maßgeblich zur Lebensqualität bei. Deshalb sei es ihr eine angenehme und ehrenvolle Aufgabe der Feier beizuwohnen und den Dank für die Öffentlichkeit auszusprechen.

Für den Vorsitzenden Labonte sind die Verdienste der Jubilare ein Beweis für selbstlosen Einsatz, Verbundenheit mit den Vereinen und eigner Lebensbereicherung. „Wenn jemand 25, 40 oder gar 70 Jahre im Chor singt, tut er das, weil ihm das Spaß macht.“ resümierte er in seiner Ansprache.

Trotzdem müssen sich die Verantwortlichen in den Chören auf den Wandel der Zeit einlassen, neue Wege finden, um weiterhin erfolgreich zu sein und die Chöre „zukunftsfest“ zu machen. „Leider konkurrieren wir immer öfter mit „Katalogkultur“, die sich bei einer Künstlervermittlung ein meist professionelles Programm bestellt und dann Veranstaltungen anbietet, meist auch noch öffentlich subventioniert“ skizzierte er die Entwicklung der Veranstaltungsangebote. „Unsere Kulturangebote, unsere Konzerte, werden mit unserer kreativen Schaffenskraft gestaltet und mit viel Herzblut präsentiert. Unsere Konzertbesucher sichern mit Ihrem Konzertbesuch die finanzielle Basis für die weitere Arbeit in unseren Vereinen.“ kommentierte Labonte das Wirken der Chöre.

Das Singen in einem Chor ist zeitgemäß und erfreut sich neuem Interesse in der Gesellschaft. „…unsere Chöre haben viel zu bieten, wir produzieren Glücksgefühle, die den oft stressigen Alltag unterbrechen und Menschen für ihre Aufgaben in Beruf und Familie stärken. Die Chöre die sich der Zeit anpassen, Angebote für die junge Generation machen und im Chor integrieren, werden auch künftig zuversichtlich in die Zukunft blicken.“ ermutigt der Vorsitzende die Zuhörer.

Urkunden und Ehrennadel für die Jubilare

Hermann-Josef Steinebach, Ehrungsbeauftragter des Chorverband Westerwald schloss sich den Worten der Vorredner an, dankte den Jubilarinnen und Jubilaren für ihr zuverlässiges Engagement und überreichte die Ehrennadel und Urkunden des Chorverband Rheinland-Pfalz.

Folgende Vereine stellten ihre Jubilare vor und berichteten über die vielfältigen Leistungen und über die eine oder andere Anekdote um das Wirken in ihren Vereinen.

MGV „Cäcilia“ Gackenbach 1899 e. V.: Hans Ulrich Weidenfeller 40 Jahre Vorstand; MGV „Mozart“ 1880 e.V. Eitelborn: Werner Blath 70 Jahre, Manfred Sabel 65 Jahre, Lothar Stein 50 Jahre, Markus Haas, Volker Henkes, Lothar Weißbrod und Armin Schmidt 40 Jahre Chorsingen; Gemischter Chor Frohsinn Hübingen e.V.: Heinz-Günter Knopp und Ewald Noll 70 Jahre Chorsingen; Gesangverein Wohlgemuth Ettersdorf e. V.: Karl Ortseifen 40 Jahre Chorsingen; Edelweiss Hillscheid: Antonia Gabriela Bernardi 5 Jahre Chorsingen; GV Concordia 1854 Stahlhofen: Marco Diel 25 Jahre Vorstand; Sparrow Sisters Niederelbert: Christian Frink 25 Jahre, Johanna Mönch und Lisa Diedert 15 Jahre Chorsingen; „Eintracht-Musica Viva“ e.V. Welschneudorf: Werner Floreth 60 Jahre Chorsingen

Dieses Chormitglied wurde für seine 60-jährige Vereinstreue ausgezeichnet. Foto: privat

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