Allgemeine Berichte | 17.02.2017

Neuwieder Gesundheitskonferenz am 22. März 2017

Erwerbsarbeit – zwischen Broterwerb und zentralem Lebenssinn

Rita Hoffmann-Roth, Gesundheitsförderung, Dr. Ulrich Kettler, Psychiatriekoordinator, erster Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach und Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte laden Fachleute und Interessierte zur diesjährigen Neuwieder Gesundheitskonferenz ein. privat

Kreis Neuwied. Die vierte Neuwieder Gesundheitskonferenz zum Thema „Psychosoziale Belastungsstörungen am Arbeitsplatz“ wird am Mittwoch, 22. März ab 14 Uhr in der Volkshochschule in Neuwied im Amalie-Raiffeisen-Saal fortgesetzt und befasst sich aktuell mit dem Sinn der Erwerbsarbeit. Es geht diesmal um Fragen der Befriedigung materieller Bedürfnisse, der persönlichen Zufriedenheit, der Anerkennung und das persönliche Glücksempfinden des arbeitenden Menschen. „Die Grundvoraussetzung dafür, dass wir unserer Arbeit mit Freude nachgehen und unsere Arbeit selbst als wertschätzend empfinden ist, dass wir sie als sinnvoll einschätzen“, so der erste Kreisbeigeordnete und Dezernent für Gesundheit, Achim Hallerbach.

Arbeit und ihre Bedeutung im Wandel

Schon immer war Erwerbsarbeit für die Einen „nur“ Broterwerb - für andere Menschen hingegen „zentraler Sinn des Lebens“. In einer leistungsorientierten Gesellschaft diente der Beruf bzw. die Erwerbsarbeit schon immer auch dem Statuserwerb, sie sichert den Lebensstandard und letztlich auch die gesellschaftliche, soziale Anerkennung. „Arbeit und ihre Bedeutung sind jedoch heute mehr denn je einem Wandel unterzogen. Nicht zuletzt Technikeinsatz, die Globalisierung oder die steigenden Mobilitätsanforderungen können zur Überlastung in der Arbeitswelt führen. Entgrenzung infolge der bedingungslosen Erreichbarkeit und Deregulierung von Arbeitszeiten und Arbeitsorten belasten die Menschen“, betont Achim Hallerbach. Gleichzeitig werden Verhaltensmuster, einstmals für die Arbeit typisch, auf die Freizeit, als Gegenentwurf zur Arbeit übertragen. Die Taktung einer Vielzahl von Freizeitaktivitäten strukturiert und gestaltet die einst freie Zeit und die Freizeit verliert häufig den Charakter der „Erholungszeit“, sodass heute über die sogenannten „Work-Life-Balance“, also das ausgewogene Verhältnis von Arbeit und Erholungszeit diskutiert wird.

Gesundheitsdezernent Achim Hallerbach: „Im Rahmen der Gesundheitskonferenz werden die verschiedenen Aspekte des Sinns der Erwerbsarbeit beleuchtet werden. Besondere Berücksichtigung werden dabei die Wertvorstellungen und Einstellungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erhalten.“ Als kompetente Fachreferenten konnten Dipl.-Psychologe Markus Schmitt, Leiter des Betrieblichen Gesundheitsmanagements des Koblenzer Eichenberg-Instituts und Juliane Klein, Präventologin und Trainerin für Gesundheit und Lebenskompetenz gewonnen werden.

Die Veranstalterinnen, die Gleichstellungsstelle, Psychiatriekoordination und die Gesundheitsförderung des Landkreises Neuwied laden alle Interessierten zur Gesundheitskonferenz am Mittwoch, 22. März um 14 Uhr in die Volkshochschule Neuwied, Heddesdorfer Straße 33 in Neuwied ein. Die Teilnahme ist kostenfrei. An Infotischen stellen verschiedene Krankenkassen und Dienste aus dem Landkreis ihre Arbeit und ihre Leistungen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement vor. Die Zertifizierung der Veranstaltung ist bei der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz beantragt. Zur besseren Planung bitten die Verantwortlichen um Anmeldung an E-Mail: psychiatrie@kreis-neuwied.de, Tel. (0 26 31) 80 37 32 oder 7 22.

Rita Hoffmann-Roth, Gesundheitsförderung, Dr. Ulrich Kettler, Psychiatriekoordinator, erster Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach und Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte laden Fachleute und Interessierte zur diesjährigen Neuwieder Gesundheitskonferenz ein. Foto: privat

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